Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Regen

Navigation:
Das Kochbuch zu Defa-Filmen

Buchpräsentation im Filmmuseum Potsdam Das Kochbuch zu Defa-Filmen

Die schönsten Rezepte aus 31 Defa-Filmen von „Die Buntkarierten“ bis „Der Tangospieler“ gibt es jetzt in Buchform. Das „Defa-Film-Kochbuch“ präsentierte Verlagschefin Sabine Melchert im Filmmuseum Potsdam.

Potsdam 52.3905689 13.0644729
Google Map of 52.3905689,13.0644729
Potsdam Mehr Infos
Nächster Artikel
Neue Runde für Baumschutzverordnung

Verlagschefin und Lektorin Sabine Melchert präsentiert im Filmmuseum das Defa-Filmkochbuch.

Quelle: foto: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Futtern wie im Film – das durften Besucher des Filmmuseums am Dienstagabend. Man ließ sich beispielsweise Schnittchen á la Ehedrama schmecken: Mit Käse, Salami oder Rollmops belegte Häppchen, die sich einst Katrin Sass und Martin Seifert als junges Paar im Defa-Film „Bis dass der Tod euch scheidet“ (1978) in den Mund schoben, um sich dann gestärkt in den nächsten Streit zu werfen. Wesentlich kleiner als im Original waren die aus dem Kultfilm „Die Legende von Paul und Paula“ (1973) entlehnten Geflügelspießchen: Auf der Leinwand hatte Angelica Domröse noch Broiler und Brötchen aufgespießt und Winfried „Paul“ Glatzeder kredenzt. Wer’s süß mochte, griff zu einem Stück Borsdorfer Apfeltorte aus dem Jugendfilm „Sieben Sommersprossen“ (1978). Anlass der besonderen cineastischen Genüsse war das „Defa-Film-Kochbuch“, das Sabine Melchert, Lektorin und Chefin des Buchverlags für die Frau, stellvertretend für die Autorin präsentierte. Elke Pohl fehlte krankheitsbedingt.

Bevor das Buffet geplündert werden durfte, plauderte Radio-Eins-Moderator „Kino King“ Knut Elstermann mit Sabine Melchert über die Speisen in Filmen der Defa. „Die DDR war ja nicht so das Spitzenland in der Gourmetkunst“, sagte Elstermann. Entsprechend oft kam also Hausmannskost auf den Filmtisch: Weißkohleintopf, Kartoffelsuppe, Böhmische Knödel, Gulasch, seltener Desserts wie Himbeerküchlein mit Vanilleeis und Sahne („Lotte in Weimar“). Dass das Essen nicht nur fein hindrapierte Deko war, sondern die Schauspieler vor der Kamera richtig reinhauen durften, belegten die am Dienstag gezeigten Ausschnitte aus fünf Filmen.

Elke Pohl hatte sich von Leckereien aus 31 Defa-Filmen von 1949 (los geht’s mit „Die Buntkarierten“) bis 1991 (Schluss ist mit „Der Tangospieler“) inspirieren lassen. In jeden Film führt sie inhaltlich ein und ordnet die Werke in den zeitgeschichtlichen Kontext ein. Schließlich waren Nahrungsmittel – oder deren Mangel – immer auch Spiegel der wirtschaftlichen Lage der DDR. Die im Buch versammelten Rezepte „für Genießer und Nostalgiker“ lobte Elstermann als „anregend, weil so einfach“.

Elke Pohl: „Das Defa-Film-Kochbuch: Von der Leinwand auf den Tisch. Beliebte Defa-Filme und ihre Rezepte“, Buchverlag für die Frau. ISBN 9783897985094, 160 Seiten, 16,95 Euro. Das Buch ist unter anderem im Filmmuseum Potsdam erhältlich.

Von Ricarda Nowak

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg