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Potsdam Das Kochbuch zu Defa-Filmen
Lokales Potsdam Das Kochbuch zu Defa-Filmen
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18:17 02.11.2016
Verlagschefin und Lektorin Sabine Melchert präsentiert im Filmmuseum das Defa-Filmkochbuch. Quelle: foto: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Futtern wie im Film – das durften Besucher des Filmmuseums am Dienstagabend. Man ließ sich beispielsweise Schnittchen á la Ehedrama schmecken: Mit Käse, Salami oder Rollmops belegte Häppchen, die sich einst Katrin Sass und Martin Seifert als junges Paar im Defa-Film „Bis dass der Tod euch scheidet“ (1978) in den Mund schoben, um sich dann gestärkt in den nächsten Streit zu werfen. Wesentlich kleiner als im Original waren die aus dem Kultfilm „Die Legende von Paul und Paula“ (1973) entlehnten Geflügelspießchen: Auf der Leinwand hatte Angelica Domröse noch Broiler und Brötchen aufgespießt und Winfried „Paul“ Glatzeder kredenzt. Wer’s süß mochte, griff zu einem Stück Borsdorfer Apfeltorte aus dem Jugendfilm „Sieben Sommersprossen“ (1978). Anlass der besonderen cineastischen Genüsse war das „Defa-Film-Kochbuch“, das Sabine Melchert, Lektorin und Chefin des Buchverlags für die Frau, stellvertretend für die Autorin präsentierte. Elke Pohl fehlte krankheitsbedingt.

Bevor das Buffet geplündert werden durfte, plauderte Radio-Eins-Moderator „Kino King“ Knut Elstermann mit Sabine Melchert über die Speisen in Filmen der Defa. „Die DDR war ja nicht so das Spitzenland in der Gourmetkunst“, sagte Elstermann. Entsprechend oft kam also Hausmannskost auf den Filmtisch: Weißkohleintopf, Kartoffelsuppe, Böhmische Knödel, Gulasch, seltener Desserts wie Himbeerküchlein mit Vanilleeis und Sahne („Lotte in Weimar“). Dass das Essen nicht nur fein hindrapierte Deko war, sondern die Schauspieler vor der Kamera richtig reinhauen durften, belegten die am Dienstag gezeigten Ausschnitte aus fünf Filmen.

Elke Pohl hatte sich von Leckereien aus 31 Defa-Filmen von 1949 (los geht’s mit „Die Buntkarierten“) bis 1991 (Schluss ist mit „Der Tangospieler“) inspirieren lassen. In jeden Film führt sie inhaltlich ein und ordnet die Werke in den zeitgeschichtlichen Kontext ein. Schließlich waren Nahrungsmittel – oder deren Mangel – immer auch Spiegel der wirtschaftlichen Lage der DDR. Die im Buch versammelten Rezepte „für Genießer und Nostalgiker“ lobte Elstermann als „anregend, weil so einfach“.

Elke Pohl: „Das Defa-Film-Kochbuch: Von der Leinwand auf den Tisch. Beliebte Defa-Filme und ihre Rezepte“, Buchverlag für die Frau. ISBN 9783897985094, 160 Seiten, 16,95 Euro. Das Buch ist unter anderem im Filmmuseum Potsdam erhältlich.

Von Ricarda Nowak

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