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Potsdam Das Hans-Otto-Theater kommt in die Fußgängerzone
Lokales Potsdam Das Hans-Otto-Theater kommt in die Fußgängerzone
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20:35 03.09.2018
Intendantin Bettina Jahnke (r.) und Dramaturgin Alexandra Engelmann suchen ihr neues Publikum. Um die Potsdamer kennen zu lernen, verwandeln sie die Brandenburger Straße am Sonnabend mit zahlreichen Spielorten in ein Schaufenster der kommenden Spielzeit des Hans-Otto-Theaters. Quelle: Foto: Peter Degener
Innenstadt

Schauspieler statt Schuhe oder Sportartikel sind am Sonnabend in den Schaufenstern der Brandenburger Straße zu entdecken. Mit der Aktion „Schauspielfenster“ stellt sich das neue Ensemble des Hans-Otto-Theaters (HOT) zur besten Flanierzeit zwischen 11 und 13 Uhr den Potsdamern vor und will Lust auf die neue Spielzeit machen. Dazu wird in insgesamt 13 Schaufenstern vom Bäcker bis zum Buchhändler die Auslage geräumt und ein Bühnenbild geschaffen.

15 neue Gesichter im Ensemble des Stadttheaters

„Wir wollen das Theater in der Schiffbauergasse dichter an die Stadt holen und der erste Schritt ist es, dass wir uns vorstellen und unser Publikum kennenlernen“, erklärte die neue HOT-Intendantin Bettina Jahnke die Intention am Montag vor Ort. Seit Jahresbeginn hatte ihr Team zusammen mit der AG Innenstadt Händler gesucht, die an der Aktion teilnehmen und eines oder mehrere ihrer Schaufenster für die Kurz-Inszenierungen frei räumen.

Immerhin 15 neue Gesichter gibt es unter den 25 Schauspielern des Ensembles zu entdecken. Mit Mikrofonen oder als Pantomimen spielen die alten und neuen Schauspieler Auszüge und Szenen aus 17 Inszenierungen während der Handel ganz regulär weiterläuft.

Die kurzen Darbietungen werden mehrfach wiederholt

„Bestenfalls stellen die Leute die Einkaufstüten ab und lassen sich ein paar Minuten inspirieren“, sagt Bettina Jahnke. Nur wenige Minuten lang sind die meisten Darbietungen, die zudem in Schleife laufen, so dass die Zuschauer in den zwei Stunden bequem einen Querschnitt des kommenden Theaterprogramms sehen können.

Mit den Mitarbeitern hinter den Schauspielern ins Gespräch kommen

Doch die Aktion soll auch einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen. Bei „Othello in der Maske“ wird Schauspieler Andreas Spaniol für alle sichtbar von der Maskenbildnerin in seine Rolle verwandelt, bevor er für seinen Auftritt auf die Straße tritt (Intersport Olympia, Brandenburger Straße 30/31). „Wir wollen damit auch auf unbekanntere Stücke aufmerksam machen, deren Autoren und Themen besonderes Augenmerk verdienen“, sagt Dramaturgin Alexandra Engelmann.

Neben Ronja Räubertochter (an der Kreuzung der Dortustraße) und dem Klassiker „Kabale und Liebe“ (Suum Cuique, Friedrich-Ebert-Straße 13) gibt es deshalb zahlreiche zeitgenössische Stücke. An der Kreuzung Lindenstraße wird für den DDR-Liederabend „Als ich noch ein Kind war“ geworben – Mitsingen ist erwünscht.

HOT-Intendantin Bettina Jahnke (l.) und Dramaturgin Alexandra Engelmann in der Brandenburger Straße in Potsdam. Quelle: Peter Degener

Jahnke hofft auf Neugierde und Kritik des Potsdamer Publikums

Von ihrem Potsdamer Publikum erhofft sich Jahnke „Neugierde und Offenheit für neue Geschichten und Dialogbereitschaft. Wenn etwas nicht gefällt, soll man uns das sagen“, fordert sie auf. Gelegenheit zum Dialog gibt es am Sonnabend reichlich. Zwischen den Wiederholungen oder im Anschluss an die Auftritte kann mit Schauspielern und anderen Theatermitarbeitern ausgiebig diskutiert werden.

An einem Infostand an der Kreuzung mit der Dortustraße wird Jahnke selbst Rede und Antwort stehen – etwa zum Einblick in ihre erste Potsdamer Inszenierung. Am 22. September wird mit „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ die erste Saisonpremiere gefeiert. Am Sonnabend gibt Henning Strübbe im „Internationalen Buch“ (Brandenburger Straße 41/42) einen Vorgeschmack auf die Dramatisierung des Bestsellers von Eugen Ruge.

Aktion soll künftig jedes Jahr nach der Sommerpause stattfinden

„Die Aktion Schauspielfenster soll nicht einmalig sein. Wir stellen uns vor, das jedes Jahr zu machen und damit nach der Sommerpause Präsenz in der Stadt zu zeigen“, sagt die Intendantin. „Wir kommen zu euch und dann kommt ihr zu uns.“

Von Peter Degener

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