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Potsdam Das große Tanzen
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00:27 23.03.2018
Am 26.und 27.Mai tanzen 150 Potsdamer gemeinsam den lebhaften „Le Grand Continental" – die Proben für die Mega-Performance laufen auf Hochtouren. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Noch läuft keine Musik. Und doch sitzt der Anfang der Choreografie schon einigermaßen. Es geht nur mit Konzentration und vielen Wiederholungen. „Machen wir es jetzt mit Musik“, sagt Sylvain Émard schließlich – schon schallen die ersten Takte aus den Lautsprechern, ist sein Mitzählen der Tanzschritte zu hören. Der frankokanadische Profitänzer leitet knapp 70 Männer und Frauen in der Fabrik in der Schiffbauergasse an. Die Tänzer sind eine von zwei Gruppen, die sich auf einen Auftritt im Mai im Lustgarten vorbereiten. Die Performance trägt den Titel „Le Grand Continental“ und wird die Potsdamer Tanztage eröffnen. Dann werden 150 Menschen eine Mischung aus Line-Dance und zeitgenössischem Tanz vorführen. Die Vorbereitungen sind intensiv, denn alle Akteure sind Laien.

Der Startschuss fiel 2009 in Montreal

Sylvain Émard ist der Schöpfer dieser großen Amateurtänze. Seine erste Performance dieser Art stemmte er im Jahr 2009 in Montreal, wo er herkommt. „Damals waren nur 65 Menschen dabei“, sagt Émard auf Englisch. Er sitzt auf einem Stuhl in der Tanzhalle. Am Rande ziehen sich die Tänzer um, machen sich warm für die bevorstehenden eineinhalb Stunden. „Ich hatte die Line-Dancer in den Parks gesehen und war sofort hin und weg“, erzählt Émard. Line Dance ist in seinem Heimatland sehr beliebt – und sei auch der Grund für ihn gewesen, mit dem Tanzen anzufangen. Damals war er Anfang zwanzig. Er hatte sein Glück zunächst als Schauspieler gesucht und war über Umwege zum Tanz gekommen.

Wer hat’s erfunden? Ein Kanadier. 2009 stemmte Sylvain Émard die Mega-Performance in Montreal das erste Mal. Jetzt feiert er mit "Le Grand Continental" in Potsdam Europa-Premiere. Quelle: Bernd Gartenschläger

„Die Idee ist, in einer großen Gruppe von Amateuren zusammenzukommen, die in jedem Alter sein können. Hier in Potsdam ist der Jüngste sieben Jahre alt und der Älteste 70“, sagt Émard. Das erste Mal in Montreal war so erfolgreich, dass es eine zweite Auflage gab. Und zu der kamen schon doppelt so viele Menschen, also 125. Im dritten Jahr waren es 200. Im Jahr 2011 war die Mega-Performance erstmals außerhalb von Kanada zu erleben. Inzwischen war Sylvain Émard mit seinem Konzept in den USA, in Neuseeland, Chile und Südkorea zu Gast. Der Auftritt in Potsdam ist eine Europa-Premiere und bereits die 18. Auflage des „Le Grand Continental“.

„Vor Ort suche ich mir stets vier bis fünf professionelle Tänzer, die mich bei dem Training unterstützen“, erläutert Émard seine Vorgehensweise. Schließlich seien es sehr viele Menschen und er könne nicht überall seine Augen haben. Nach Potsdam ist er gekommen, weil er in Montreal Sven Till kennengelernt hatte. Till ist der Leiter der Fabrik und reist regelmäßig nach Kanada. „Vor zwei Jahren haben wir uns erstmals zusammengesetzt und uns überlegt, was es in Potsdam braucht, um es umzusetzen“, sagt Till. „Ich hatte zwar schon vorher von dem Konzept gehört, aber es war lange schlicht nicht machbar.“

600 Männer und Frauen beim Vortanzen

Die Tänzer haben sich bei einem zentralen Casting Ende Januar beworben. Knapp 600 Interessenten traten zum Vortanzen an. Eine, die nun dabei ist und an diesem ersten Trainingstag ihre Spaß zu haben scheint, ist Andrea Denkert. Sie habe lange keinen Sport gemacht, sagt die 47-jährige Potsdamerin: „Ich nehme das als Möglichkeit, endlich mal wieder vom Sofa hochzukommen. Durch die angesetzten Trainingstage habe ich keine Chance mich zu drücken, sonst wäre ich ja schnell raus aus der Choreografie.“ Es sei lustig und sie habe das Gefühl, dass das Training ihren Kreislauf ankurbelt. „Außerdem denke ich, dass es meine grauen Zellen anregt, schließlich muss ich mir ja all diese Tanzschritte merken.“

Von Annika Jensen

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