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Potsdam „Das ist recht locker“
Lokales Potsdam „Das ist recht locker“
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14:48 10.04.2016
Krematoriumschef Thomas Feierabend. Quelle: Claudia Jonov
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Potsdam

Am Samstag konnten sich Interessierte bei öffentlichen Führungen über das städtische Krematorium am Neuen Friedhof informieren. Thomas Feierabend (56) ist seit 2007 dessen Leiter.

Wie viele Leute kommen zu den Führungen?

Thomas Feierabend: Das sind schon immer so 150 bis 200 Leute.

Und wer interessiert sich für die Führungen? Vorwiegend Ältere?


Feierabend: Das sind zu 70 Prozent ältere Menschen, die sich anschauen wollen, wie so ein Krematorium funktioniert. Die meisten kommen alleine, ohne Familie.

Und welche Fragen werden Ihnen am häufigsten gestellt?

Feierabend: Die Leute wollen wissen, ob der Leichnam mit Sarg in den Ofen kommt. Die Antwort: Ja, das ist immer so. Dann interessiert die Besucher, was mit Goldzähnen passiert.

Und?

Feierabend: Die schmelzen bei der Einäscherung. Wir äschern mit 1200 Grad ein. Gold schmilzt schon bei 800 Grad.

Ist die Atmosphäre bei so einer Führung nicht komisch? Schließlich befasst sich ja niemand gerne mit dem Tod.

Feierabend: Nein, das ist nicht verkrampft, sondern recht locker. Ich glaube für die Besucher ist das eher so, als würden sie ein Museum besuchen.

Und wie ist es für Sie? Haben Sie sich an den Umgang mit Leichen gewöhnt?

Feierabend: Ich bin jetzt seit 13 Jahren im Krematorium. Ich war arbeitslos, bekam dort eine Stelle angeboten und bin inzwischen Leiter. Man gewöhnt sich daran, jeden Tag mit dem Tod zu tun zu haben. Man lernt, damit umzugehen. Das belastet einen nach Dienstschluss nicht mehr.

Geht insgesamt der Trend weg von der Erd- hin zur Feuerbestattung?

Feierabend: Ja, auf jeden Fall. Wir haben im Schnitt 3000 Einäscherungen pro Jahr, von Verstorbenen aus Potsdam, Potsdam-Mittelmark aber auch dem Havelland.

Interview: Marion Kaufmann

Von Marion Kaufmann

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