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Potsdam Das zahlt Potsdam für Asylunterkünfte
Lokales Potsdam Das zahlt Potsdam für Asylunterkünfte
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00:30 14.09.2015
Container-Bauten wie diese in Potsdam kosten etwa 54 Euro im Monat und sind damit die teuerste Variante.   Quelle: MAZ
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Potsdam

 Es ist ein böser Verdacht, der da in der Landeshauptstadt grassiert. An der Unterbringung der vielen Flüchtlinge sollen sich Vermieter von Unterkünften, die für Asylbewerber eingerichtet werden, eine goldene Nase verdienen. Von bis zu 50 Euro Miete pro Person am Tag ist die Rede. Bei einem Objekt wie der Villa in der Berliner Straße wären das bei 100 Asylbewerbern Mieteinnahmen in Höhe von 5000 Euro – am Tag.

Stadt zahlt den Vermietern den üblichen Mietpreis

Stadtsprecher Jan Brunzlow stellt auf Anfrage der MAZ klar: „Bislang haben wir nicht den Eindruck, dass es den Eigentümern um Gewinnmaximierung geht.“ Bei der Unterbringung in Objekten der städtischen Pro Potsdam und anderer gewerblicher Vermieter bezahlt die Stadt demnach den normalen Mietpreis der Wohnungen. Der beträgt je nach Lage zwischen sechs und 14 Euro pro Quadratmeter. Diese Wohnverbünde bezeichnet Jan Brunzlow als „beste und preiswerteste Möglichkeit, Flüchtlinge zu betreuen und zu integrieren“. Wegen des geringen Wohnungsleerstandes in Potsdam seien jedoch nur wenige dieser Unterbringungen verfügbar.

Containerunterkünfte sind die teuersten Unterkünfte

Deutlich mehr Flüchtlinge könnte die Stadt in den geplanten Leichtbauhallen unterbringen. Diese bieten 48 Menschen Platz, die Errichtung einer Halle kostet allerdings 200.000 Euro. Dazu kommen die Erschließungskosten, die nötig sind, um geeignete Grundstücke für den Bau vorzubereiten. „Kosten für den Kauf der Grundstücke fallen nicht an“, so Brunzlow, „der Plan ist, die Hallen auf städtischen Grundstücken zu errichten.

Die 80 Plätze in Pensionen und Saisonarbeiterunterkünften kosten die Stadt „einen Preis, der für Gruppen üblich ist“, sagt der Stadtsprecher. Potsdam hat aus finanziellen Gründen auch schon Angebote von Privateigentümern zur Unterbringung abgelehnt. Es waren jedoch zumeist nicht die Mietbedingungen, sondern der Zustand der Wohnungen oder an städtische Investitionen geknüpfte Bedingungen, welche die Verwaltung dazu bewogen, ein Angebot abzulehnen.

Schrank und Bett auf 6 Quadratmetern

 Von nun an stehen jedem Asylbewerber in Potsdam nur noch sechs Quadratmeter Wohnfläche zu. Dort müssen Einrichtungsgegenstände wie Bett und Schrank sowie alle persönlichen Besitztümer Platz finden.

Bislang waren es acht Quadratmeter gewesen. Doch wegen der vielen Neuankömmlinge musste die Wohnfläche dem Mindeststandard angepasst werden. pop

Die teuerste Wohnstätte für Flüchtlinge war in den vergangenen Jahren eine Containerunterkunft. Die Einrichtung am Neuen Markt kostete etwa 54 Euro pro Quadratmeter im Monat. Hochgerechnet auf die Wohnfläche macht das 432 Euro Miete im Monat oder 14,40 Euro am Tag pro Asylsuchendem. Von einer goldenen Nase ist diese Summe weit entfernt.

Von Saskia Popp

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