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Das raten Fahrrad-Experten für die dunkle Jahreszeit

Sicher unterwegs Das raten Fahrrad-Experten für die dunkle Jahreszeit

Auch im dunklen und nassen Herbst wollen viele nicht auf ihr Fahrrad verzichten. Wer mit dem Rad unterwegs ist, sollte aber auf einige Dinge achten. Und dazu gehört längst nicht nur ausreichende Beleuchtung. Experten haben jetzt in Potsdam Tipps für die dunkle Jahreszeit gegeben.

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Karin Siering (r.) fährt täglich mit dem Rad zur Arbeit. Bei Sarah Uhlig vom Dezernat Verkehrsentwicklung holte sie sich eine Warnweste ab.
 

Quelle: Foto: BG

Innenstadt.  Einmal im Jahr wird Torsten von Einem mit einer Handvoll Verschworener zum Wegelagerer. Wenn sich der Fahrradbeauftragte der Landeshauptstadt an einem schummrigen Novembernachmittag an der Promenade der Hegelallee postiert und im fiesesten Nieselregen Radler anspricht, führt er Gutes im Schilde, schließlich hat er ihre Sicherheit im Sinn.

Tipps für die dunkle Jahreszeit

Am Dienstag war es wieder soweit: Torsten von Einem und Vertreter des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) und des Verkehrsclubs Deutschland (VDC) gaben Radfahrern Tipps, wie sie wohlbehalten durch die dunkle Jahreszeit kommen. „Vor allem Licht am Rad ist jetzt wichtig“, sagt Thomas von Einem. „Dazu gehören eine fest installierte elektrische Beleuchtung mit Dynamo und ein weißer Reflektor vorn, ein roter Z-Rückstrahler und ein roter Reflektor hinten und seitlich reflektierende Reifen oder zwei gelbe Katzenaugen je Rad.“

Wer ganz sicher gehen will, dass er gesehen wird, streift sich zudem eine Warnweste über. Etliche neongelbe Exemplare teilten die Rad-Aktivisten um Torsten von Einem auf der Promenade aus. Dazu gab’s Reflektorbänder. „Jeder ist frei in seiner Entscheidung, ob er so etwas tragen möchte“, sagt von Einem. „Die Beleuchtung am Rad ist aber Pflicht.“ Auf dass es gar nicht erst soweit kommt, gibt es die ADFC-Selbsthilfewerkstatt in der Gutenbergstraße 76. Dort können Pedalritter am ersten Dienstag im Monat zwischen 16 und 18 Uhr schrauben und sich beim Schrauben helfen lassen.

Gefahrenstellen in Potsdam

Radfahren wird immer beliebter

Alles in bester Ordnung fanden die Rad-Experten am Dienstag bei Karin Siering (39) vor. „Ich bin jeden Tag und bei jedem Wetter mit dem Rad unterwegs“, sagt die Mutter dreier Kinder. „Ich denke, dass ich sehr achtsam bin. Ich reagiere sofort, wenn ich merke, dass etwas nicht stimmt. Gerade, wenn es ums Licht oder um die Bremsen geht.“

Radfahren, so Torsten von Einem, wird in Potsdam immer beliebter. „Unsere aktuellen Verkehrszahlen deuten darauf hin, dass wir auch in diesem Jahr wieder eine deutliche Zunahme des Radverkehrs verzeichnen können.“ Die Gruppe der Radler sei in Potsdam „eine bunte Mischung“. Das habe eine Umfrage des ADFC ergeben. „In Potsdam fährt eine sehr breite Bevölkerungsschicht Rad“, so von Einem. „Hier sind nicht nur die jungen, schnellen Fahrer unterwegs, sondern auch viele Kinder und Ältere.“ Wer an der Studie teilnehmen möchte, hat übrigens noch bis zum 30. November die Gelegenheit dazu: www.fahrradklima-test.de

Berufungsverfahren nach Unfall auf Mittelstreifen

Vor dem Landgericht Potsdam findet heute um 9.30 Uhr das Berufungsverfahren nach einem Radunfall auf dem Mittelstreifen der Hegelallee statt.

Der Radfahrer als Berufungskläger macht Schadenersatzansprüche geltend. Er kollidierte mit einem Auto, dessen Fahrer auf der Dortustraße unterwegs war und den Mittelstreifen querte.

Das Amtsgericht Potsdam hatte die Klage des Radlers abgewiesen, weil es sich bei dem Mittelstreifen der Hegel-allee laut Straßenverkehrsordnung um einen „anderen Straßenteil“ handle. Deswegen hätte sich der Kläger so zu verhalten gehabt, dass die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist, gegebenenfalls hätte er absteigen und die Fahrbahn im Schritttempo überqueren müssen.

 

Von Nadine Fabian

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