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Potsdam Das sind die Potsdamer Weihnachtsmärkte
Lokales Potsdam Das sind die Potsdamer Weihnachtsmärkte
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12:46 01.12.2018
Singender Elch oder Geheimtipp – in Potsdam findet garantiert jeder seinen Lieblings-Weihnachtsmarkt. Quelle: Julian Stähle/dpa
Potsdam

Potsdam im Advent – was für eine zauberhafte Liaison. Zwischen Schlössern und Gärten, Seen und den Armen der Havel erleben Einheimische und Besucher große und kleine Weihnachtsmärkte, von denen jeder seinen ganz eigenen Charme hat.

Der größte Weihnachtsmarkt: Blauer Lichterglanz

Die Brandenburger Straße und der Luisenplatz verwandeln sich im Advent zum Weihnachtsparadies im blauen Lichterglanz. Quelle: Friedrich Bungert

Öffnungszeiten: Am 26. November um 16 Uhr eröffnet der Potsdamer Oberbürgermeister mit dem Anschnitt des Riesen-Christstollens den Weihnachtsmarkt. Geöffnet ist bis zum bis 30. Dezember 2018, Sonntag bis Mittwoch 11 bis 20 Uhr, Donnerstag bis Samstag 11 bis 21 Uhr. An Heiligabend bleibt der Markt geschlossen, an den Weihnachtsfeiertagen öffnet er von 11 bis 19 Uhr. 

Der Eintritt ist frei.

Anfahrt: Zahlreiche öffentliche Verkehrsmittel fahren zur Brandenburger Straße (Tram 922, 96)  und zum Luisenplatz (Tram 91, 94, Bus 605, 606, X5, 614, 631, 692, 694). Parkplätze in der Innenstadt sind rar, Parkhäuser stehen am Luisenplatz, am Bassinplatz und in der Hegelallee zur Verfügung.

Kaum war der Stollen angeschnitten und die Dunkelheit hereingebrochen, genossen viele Potsdamer den ersten Glühwein oder Grünkohl des Jahres auf dem Potsdamer „Blauen Lichterglanz“.

Alle Informationen zum Blauen Lichterglanz finden Sie hier.

Der romantische Weihnachtsmarkt: Krongut Bornstedt

Riesentypen, Riesenstollen: Die Langen Kerls werden beim Anschnitt des übergroßen Weihnachtsgebäcks aus der Königlichen Hofbäckerei am 1. Adventswochenende dabei sein. Quelle: Friedrich Bungert

Ein großer Weihnachtsbaum, wärmende Feuerkörbe, der illuminierte Rosengarten und stimmungsvolle Hintergrundmusik schaffen im Krongut Bornstedt in Potsdam einen kuscheligen Rahmen für die Weihnachtszeit. Das romantische Weihnachtsdorf bietet die Gelegenheit, bei regionalen Händlern und den ansässigen Manufakturen ganz persönliche Geschenke für die Liebsten zu ergattern. An den Kulinarische Spezialitäten-Hütten und die große Außen-Weihnachts-Bar können die Gäste sich stärken, auch Hofbäckerei und Brauhaus warten mit speziellen Angeboten auf. Besonders für die Kleinen gibt es viele Angebote: eine Nostalgie-Adventskalender-Ausstellung im Gutshaus, die Märchenstunde im kleinen Salon, Figürchen bemalen im Zinnfigurenmuseum und Weihnachtslieder singen am Feuer. Und natürlich bietet das Krongut besondere Leckereien: Riesenstollen, Wein-Sale und den großen Gänseschmaus.

Öffnungszeiten: An den Adventswochenenden, also vom 30. November bis 2. Dezember, vom 6. bis 9. Dezember, vom 13. bis 16. Dezember sowie vom 20. bis 23. Dezember, jeweils von 12 bis 18 Uhr. Auch an den Weihnachtsfeiertagen öffnet das Anwesen seine Türen von 12 bis 18 Uhr.

Eintritt: Der Kulturbeitrag liegt bei 2 Euro für Erwachsene und 1 Euro für Kinder ab sechs Jahren. Kleinere Kinder haben freien Eintritt.

Anfahrt: Mit der Tram 92 bis zur Kirschallee, dann wenige Minuten Fußweg oder mit dem Bus (695, 614, 650) zum Schloss Sanssouci beziehungsweise zur Ribbeckstraße. Parkplätze für Autofahrer stehen direkt am Krongut oder an der Historischen Mühle zur Verfügung.

Alle Informationen zum romantischen Weihnachtsdorf finden Sie hier.

Der verwurzelte, böhmische Weihnachtsmarkt

Auf dem Babelsberger Weberplatz geht es historisch zu. Quelle: Ulf Böttcher

Der Babelsberger Kiez und der Böhmische Weihnachtsmarkt gehören zusammen wie Glühwein und Schuss. Im historischen Weberviertel besinnt man sich seiner Wurzeln und feiert den Advent klassisch: Böhmisch-rustikal. Handwerker, Künstler und Gastwirte präsentieren auf dem Weberplatz traditionelle Waren, der Lokalmatador SV Babelsberg 03 ist auch mit von der Partie. Wer es weniger sportlich mag, kann sich von der böhmischen Kristallfee – die den Markt am 30. November eröffnet – und dem Weihnachtsmann höchstpersönlich bezaubern lassen.

Am 1. Dezember wird in der Friedrichskirche auf dem Weberplatz Böhmische Hirtenmesse gefeiert. Unter der Leitung von Jiří Kubík aus Prag konzertieren der Kammerchor Canticorum iubilo und das Orchester Quattro Corde mit einem herausragenden Solistenensemble. Hier kostet der Eintritt 12 Euro, Kinder bis acht Jahre lauschen kostenlos.

Öffnungszeiten: 30. November bis 2. Dezember und 7. bis 9. Dezember. Freitags von 17 bis 22 Uhr, samstags von 11 bis 22 Uhr, sonntags 11 bis 19 Uhr.

Der Eintritt zum Markt ist frei.

Anfahrt: Die Tramlinien 94 und 99 sowie die Buslinien 693, 694 und 690 fahren zum Rathaus Babelsberg. Parkplätze sind in Babelsberg kaum verfügbar.

Alle Informationen zum Böhmischen Weihnachtsmarkt finden Sie hier.

Der verbindende Weihnachtsmarkt: Polnischer Sternenmarkt 

Die Straßentheatergruppe Teatr Klinika Lalek sorgt für aufsehenerregende Installationen. Quelle: Christel Köster

So nah und doch so fern ist unser östliches Nachbarland Polen. Dass die Rzeczpospolita Polska viel mehr zu bieten hat als klischeehafte Grenzmärkte, zeigt der Sternenmarkt auf dem Kutschstallhof nun schon zum 15. Mal. Begegnung, Verbindung und Freundschaft stehen im Mittlpunkt des Markts. 15 deutsche und polnische Musik- und Theatergruppen gestalten das Fest mit einem Programm aus Tanz, Gesang und Theater. In der historischen Gewölbehalle des Kutschstalls präsentieren sich deutsch-polnische Vereine aus der Region und aus Potsdams polnischer Partnerstadt Opole. Dass jede menge landestypischer Spezialitäten auf der Speisekarte stehen, versteht sich ja eigentlich von selbst.

Öffnungszeiten: 30. November bis 2. Dezember. Freitag 16 bis 20 Uhr., Sonnabend 11 bis 20 Uhr, Sonntag 11 bis 19 Uhr. 

Eintritt: Erwachsene zahlen 2 Euro, für Kinder unter 1,40 Meter ist der Eintritt frei.

Der Advent ist da – und mit ihm öffnen auch die Weihnachtsmärkte in der Landeshauptstadt. Eindrücke vom weihnachtlichen Spektakel.

Anfahrt: Die Haltestellen Alter Markt/Landtag und Schloßstraße liegen jeweils nur wenige Gehminuten vom Kutschstallhof entfernt. Sie werden von allen Bus- und Bahnlinien bedient, die vom Hauptbahnhof in Richtung Norden und Westen fahren. Die IHK in der Breiten Straße verfügt über ein Parkhaus.

Alle Informationen zum polnischen Sternenmarkt finden Sie hier.

Welkom in Nederland: Sinterklaas zu Besuch auf dem Potsdamer Weihnachtsmarkt

Der niederländische Nikolaus ist der Star der Kleinen. Bernd Gartenschläger

In der Potsdamer Innenstadt befindet sich seit dem 18. Jahrhundert das größte Stadtviertel im holländischen Stil außerhalb der Niederlande. Keine Frage, dass der niederländische Nikolaus „Sinterklaas“ hier vorbeikommen muss. Am Sonnabend, 8. Dezember, wird er mit seinem Gefolge im Potsdamer Hafen ankommen und von dort in die Stadt reiten. Im Holländischen Viertel wird sich Sinterklaas viel Zeit nehmen, mit den Kindern zu plaudern. Die Erwachsenen können derweil bei Poffertjes, Kniepertjes und Matjes entspannen oder einen original holländischen Genever schlürfen. 

Öffnungszeiten: 8. Dezember 11 bis 20 Uhr und 9. Dezember 11 bis 19 Uhr. 

Eintritt: Der Eintritt ist frei.

Anreise: Der Veranstalter bittet die Besucher, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Die Tramlinien 92 und 96 sowie die Busse 638, 639 und 695 fahren zum Nauener Tor.

Alle Informationen zum Sinterklaas-Fest finden Sie hier.

Der Royale: Weihnachtsmarkt im Schloss Belvedere

Im Belvedere auf dem Pfingstberg eröffnet am 01.12.2017 der traditionelle Weihnachtsmarkt. Foto: Friedrich Bungert Quelle: Friedrich Bungert

Der Aufstieg auf den stolze 76 Meter hohen Pfingstberg lohnt immer, doch am ersten Adventswochenende ist der Spaziergang zum Schloss Belvedere fast schon Pflicht: In den schicken Anlagen im Stil der italienischen Renaissance findet ein Weihnachtsmarkt im UNESCO-Welterbe statt. Musik auf der Wasserbühne, Märchen im Maurischen Kabinett und ausgewählte Marktstände sollen die Potsdamer auf den Berg ziehen. Achtung: Kinderwagen, Rucksäcke, große Taschen und Hunde sind im Schloss nicht erlaubt.

Öffnungszeiten: 30. November, 15 bis 21 Uhr, 1. und 2. Dezember jeweils 11 bis 19 Uhr.

Eintritt: Schlossbesichtigung und Turmaufstieg inklusive Weihnachtsmarkt kosten 4,50 Euro, ermäßigt 3,50 Euro. Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt, unter 16-Jährige zahlen 2 Euro. 

Anfahrt: Tram 92 oder 96 bis zur Station Puschkinallee oder Am Schragen, Buslinie 603 bis Höhenstraße.

Alle Informationen zum Weihnachtsmarkt im Belvedere auf dem Pfingstberg finden Sie hier.

Der kleine Weihnachtsmarkt: Alexandrowka-Adventsgarten 

Im Sommer ist der Garten des Museums Alexandrowka ein absoluter Geheimtipp für gestresste Potsdamer, unter uralten Bäumen lässt sich hier entspannt Limonade und russisches Bier trinken. Im Advent wandelt sich das Bild, im Museumsgarten entsteht ein kleiner Weihnachtsmarkt. Prasselndes Feuer, frisches Gebäck und die unvergleichliche Atmosphäre der russischen Kolonie schaffen ein einmaliges Erlebnis.

Öffnungszeiten: 30. November bis 2. Dezember: Freitag 15 bis 20 Uhr, Samstag 11 bis 20 Uhr, Sonntag 11 bis 18 Uhr.

Der Eintritt in den Adventsgarten ist frei. Um Spenden wird gebeten. Das Museum ist an diesen Tagen geöffnet. Eintritt: 3,50 Euro, ermäßigt 3,00 Euro, Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt.

Anfahrt: Tram 92 oder 96 bis Puschkinallee. Es gibt keine Parkplätze.

Von Nadine Fabian und Saskia Kirf

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