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Potsdam Ein großes Fest dem Lieblingsgemüse
Lokales Potsdam Ein großes Fest dem Lieblingsgemüse
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00:21 08.06.2018
Lotte und Bommel bitten zum Spargelfest in Beelitz. Quelle: Christel Köster
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Beelitz

Wenn Tausende Menschen von nah und fern nach Beelitz strömen, wenn es duftet und wohlig klingt im Stadtkern und Jung und Alt bis in die Abendstunden hinein beisammen sind, ja, dann ist wieder Spargelfest. Am vergangenen Wochenende war es schließlich wieder soweit: Zahlreiche Besucher tummelten sich an vielen Ständen rund um den Ortskern, um das wohl beliebteste Gemüse der Brandenburger und Berliner zu feiern.

Pferdebratwurst und Spargelkuchen gegen den Hunger

Bärlauchburger, Pferdebratwurst und Spargelkuchen gegen den Hunger, Popmusik, Schlager und Orchesterklänge für die Stimmung und viele altbekannte Gesichter – das Volksfest zählt nicht umsonst zu den beliebtesten in der Region. Für viele Menschen ist es deshalb mittlerweile zur Tradition geworden, wird es doch bereits seit rund 80 Jahren gefeiert.

Am Wochenende zog es wieder Tausende Menschen zum Spargelfest nach Beelitz. Manche Gäste kommen regelmäßig von sehr weit her.

„Wir sind seit der Wende eigentlich jedes Jahr hier“, erzählt Rosemarie Rußworm, die gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten extra den weiten Weg von 500 Kilometern pro Strecke aus dem Rheinland (Hilden) auf sich nimmt, Jahr für Jahr. Sie selbst kommt nicht aus Brandenburg, aber ihr Mann Dieter Müller ist gebürtiger Beelitzer.

Das Spargelfest wird zum Treffpunkt von Jung und Alt

Spargelkönigin Lara Luisa Kramer und Bürgermeister Bernhard Knuth beim Festumzug in Beelitz. Quelle: Christel Köster

Die Partys feiern heute andere, die Stimmung auf den Umzugswagen beobachten viele der alteingesessenen Besucher des Beelitzer Volksfestes lieber von einem schattigen Plätzchen aus, gemütlich bei einem Kaffee. Und da gab es auch in diesem Jahr wieder viel zu sehen: Die Spargelkönigin Lara Luisa Kramer präsentierte sich ebenso wie Polizei, Spargelhöfe, Kitas, und, und, und...

Beim Festumzug sind alle dabei

Der lange und vor allem laute und bunte Zug aus den unterschiedlichsten Umzugswagen brachte wieder einmal Stimmung in den Ortskern und war für viele Besucher das absolute Highlight des ganzen Wochenendes in der Stadt. Der einzige Höhepunkt aber war es nicht.

„Es war mal wieder für alles gesorgt, mit Feuerwerk, abwechslungsreicher Musik und natürlich köstlichem Spargel – was will man mehr?“, sagt eine begeisterte Besucherin zu ihrem Begleiter auf dem Weg zum vollen Parkplatz am Ortseingang. Bevor es wieder Richtung Potsdam geht, wo die beiden herkommen, machen sie einen letzten Stopp beim Stand vom Beelitzer Spargelhof Syring. Kurz vor Ende des Festwochenendes ist da nämlich Abverkauf – alles zum halben Preis. Glücklich und mit Spargel für mindestens eine Woche im Gepäck, verlassen zahlreiche Besucher das Festgelände.

Zum Abverkauf gibt es alles zum halben Preis

Stefanie Hertel bringt ihre Fans in Stimmung. Quelle: Christel Köster

Denn die Gemeinschaft in der Hochburg des beliebten Gemüses sei wichtig, das betonte auch ein anderer Spargelbauer, der seinen Namen lieber für sich behält, von Konkurrenz sei da selten die Rede. Das merkt selbst der Beobachter: Die Standwirte versorgten sich gegenseitig mit Trinken, besuchten einander und feierten abends zusammen.

Das Fest, das vor rund 80 Jahren als Dankeschön für die fleißigen Bauern in der Region begann, hat sich im Laufe der Jahre damit zu einem echten Volksfest entwickelt, das die Besucher Jahr für Jahr wieder anzieht.

Von Leonie Zimmermann

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