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Potsdam Debatte über Zukunft des Stadtwerkefests
Lokales Potsdam Debatte über Zukunft des Stadtwerkefests
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12:11 02.07.2016
Das Stadtwerkefest 2015 war sehr gut besucht. Quelle: Detlev Scheerbarth
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Potsdam

Stimmt Superstar Carlos Santana am kommenden Wochenende den Abgesang auf das Potsdamer Stadtwerkefest an? Nach dem noch immer nicht aufgeklärten Skandal um mögliche Untreue, Vetternwirtschaft und Korruption in dem Kommunalkonzern soll es intern Überlegungen geben, die Megaparty zumindest in der Größe künftig nicht mehr steigen zu lassen.

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Offiziell verkünden die Stadtwerke (SWP) aber: Nach der Party ist vor der Party. Ob es ein weiteres Fest gebe, „wird, wie bisher auch, entschieden, wenn das bevorstehende Stadtwerkefest 2016 ausgewertet ist“, sagt SWP-Sprecher Stefan Klotz.

Er fügt aber hinzu: „Die Stadtverordneten haben vor Längerem zur Kenntnis genommen, dass die Geschäftsführung der SWP auch 2017 ein Stadtwerkefest plant.“ Heißt: Die Vorbereitungen für die Party im kommenden Jahr ließen sich wohl nicht so leicht zurückdrehen. Die Verhandlungen mit den hochkarätigen Künstlern brauchen immer viel Vorlauf – der Auftritt muss in den jeweiligen Tourplan passen. So wie bei Santana: Er macht am 9. Juli zwischen seinen Gigs in Polen und den Niederlanden Station in Potsdam.

Linke will an Tradition festhalten

Linksfraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg, der auch stellvertretender Vorsitzender des SWP-Aufsichtsrates ist, sieht keinen Anlass, durch die aktuelle Affäre und das Auswechseln der Geschäftsführung das Fest infrage zu stellen. „Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun“, findet er. „Das Stadtwerkefest ist zu einer guten Tradition geworden. Es bietet hochklassige Kultur für jeden zugänglich und ist ein Aushängeschild für die Stadtwerke und die Stadt.“

Der Vorsitzende der Fraktion „Die Andere“, Sandro Szilleweit, sieht in der aktuellen Krise eine Chance für das neue Management, „etwas Neues zu entwickeln“. Vielleicht gelinge es künftig, die SWP-Kunden bei der Fete noch mehr einzubinden. Eröffnet wird das dreitägige Fest von Bürgermeister und Aufsichtsratschef Burkhard Exner (SPD) – und nicht vom neuen SWP-Interimschef Horst Müller-Zinsius.

Nach dem Rücktritt von Stadtwerkechef und Festival-Erfinder Peter Paffhausen 2011 hatte es bereits eine Debatte um die Zukunft des Riesenevents mit rund 100 000 Besuchern gegeben. Motto damals: The show must go on.

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Soll das Potsdamer Stadtwerkefest abgeschafft werden?

Jedes Jahr feiert Potsdam das große Stadtwerkefest im Lustgarten. Viele Weltstars traten hier schon auf. Der Eintritt ist kostenlos. Die Stadtwerke zahlen. Doch nach den jüngsten Skandalen kommen Zweifel auf. Ist diese Megaparty noch zeitgemäß?

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Ist das Stadtwerkefest in der Dimension noch zeitgemäß? Schreiben Sie uns unter potsdam-stadt@MAZ-online.de oder an: Lokalredaktion Potsdam, Stichwort „Stadtwerkefest“, Friedrich-Engels-Str. 24, 14473 Potsdam.

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