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Debatte um Wohnungsbau-Pläne

Potsdamer Mitte Debatte um Wohnungsbau-Pläne

Die Initiative „Potsdamer Mitte neu denken“ äußerte sich am Wochenende skeptisch zu den Plänen Potsdamer Wohnungsgesellschaften, in der Stadtmitte Wohnungen zu errichten. Nun melden sich weitere Initiativen und Politiker zu Wort.

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Wohnen am FH-Standort? Die Pläne für Potsdams Mitte sind weiter umstritten.

Quelle: Foto:Köster

Innenstadt. Die Initiative „Mitteschön“ und das Bündnis „Potsdamer Mitte“ begrüßen die Pläne der vier Potsdamer Wohnbaugenossenschaften und der kommunalen Immobilienholding Pro Potsdam, in der Potsdamer Mitte Wohnungen bauen zu wollen. „Damit würde dort eine soziale Wohnnutzungsmischung entstehen und somit ein wichtiger Beitrag zur Lebens- und Aufenthaltsqualität der Potsdamer Mitte geschaffen – eine lebendige Mischung zwischen Wohnen und Kultur“, so „Mitteschön“-Sprecherin Barbara Kuster. Viele Einrichtungen wie Stadtschloss, Stadtmuseum, Museum Barberini oder Nikolaikirche würden Bürgern und Touristen Bildung nahebringen. Die Sorge der Initiative „Potsdamer Mitte neu denken“, die Kultur komme künftig zu kurz, sei dahingehend unberechtigt, so Kuster. Die Initiative, die das erfolgreiche Bürgerbegehren gegen den Abriss von Mercure-Hotel, Staudenhof und Fachhochschule gestartet hatte, reagierte am Wochenende wie berichtet skeptisch auf die Vorschläge der Wohnungsgesellschaften. Neben bezahlbarem Wohnraum gebe es noch eine Reihe anderer Anforderungen an die Mitte einer wachsenden Stadt.

Linke hält an den Anteil an Sozialwohnungen für zu niedrig

Die Potsdamer Landtagsabgeordnete und Sprecherin für Stadtentwicklung der Linksfraktion, Anita Tack, begrüßt die Wohnbaupläne im Grundsatz. Auch wenn die „plötzlichen Bemühungen“ um Wohnungsneubau auch im Zusammenhang mit dem Bürgerbegehren „Kein Ausverkauf der Potsdamer Mitte“ stehen dürften, sei die Richtung für mehr sozialen Wohnungsbau zu unterstützen. Dennoch blieben Fragen, etwa ob Fördermöglichkeiten des Landes genutzt werden können und ob das FH-Gebäude auch zu einem kulturellen Begegnungszentrum eines neues Wohngebiets umgestaltet werden kann. Insgesamt sei der Ansatz der Genossenschaften, 15 Prozent Sozialwohnungen zu bauen, wohl nicht ausreichend.

Der SPD-Stadtverordnete David Kolesnyk betont, dass die Pläne anders als von Tack dargestellt keineswegs „plötzlich“ aufgetaucht seien. Bereits im Parteitagsbeschluss der SPD vom Oktober 2015 heißt es, dass „ein angemessener Anteil sozial gebundenen Wohnraums“ in den Neubauten seinen Platz finden müsse. Die aktuellen Pläne seien richtig und zeigten, dass in der Mitte alle Potsdamer zu Hause sind, so Kolesnyk.

Von Marion Kaufmann

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