Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Debatte um Wohnungsbau-Pläne
Lokales Potsdam Debatte um Wohnungsbau-Pläne
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:20 15.08.2016
Wohnen am FH-Standort? Die Pläne für Potsdams Mitte sind weiter umstritten. Quelle: Foto:Köster
Anzeige
Innenstadt

Die Initiative „Mitteschön“ und das Bündnis „Potsdamer Mitte“ begrüßen die Pläne der vier Potsdamer Wohnbaugenossenschaften und der kommunalen Immobilienholding Pro Potsdam, in der Potsdamer Mitte Wohnungen bauen zu wollen. „Damit würde dort eine soziale Wohnnutzungsmischung entstehen und somit ein wichtiger Beitrag zur Lebens- und Aufenthaltsqualität der Potsdamer Mitte geschaffen – eine lebendige Mischung zwischen Wohnen und Kultur“, so „Mitteschön“-Sprecherin Barbara Kuster. Viele Einrichtungen wie Stadtschloss, Stadtmuseum, Museum Barberini oder Nikolaikirche würden Bürgern und Touristen Bildung nahebringen. Die Sorge der Initiative „Potsdamer Mitte neu denken“, die Kultur komme künftig zu kurz, sei dahingehend unberechtigt, so Kuster. Die Initiative, die das erfolgreiche Bürgerbegehren gegen den Abriss von Mercure-Hotel, Staudenhof und Fachhochschule gestartet hatte, reagierte am Wochenende wie berichtet skeptisch auf die Vorschläge der Wohnungsgesellschaften. Neben bezahlbarem Wohnraum gebe es noch eine Reihe anderer Anforderungen an die Mitte einer wachsenden Stadt.

Linke hält an den Anteil an Sozialwohnungen für zu niedrig

Die Potsdamer Landtagsabgeordnete und Sprecherin für Stadtentwicklung der Linksfraktion, Anita Tack, begrüßt die Wohnbaupläne im Grundsatz. Auch wenn die „plötzlichen Bemühungen“ um Wohnungsneubau auch im Zusammenhang mit dem Bürgerbegehren „Kein Ausverkauf der Potsdamer Mitte“ stehen dürften, sei die Richtung für mehr sozialen Wohnungsbau zu unterstützen. Dennoch blieben Fragen, etwa ob Fördermöglichkeiten des Landes genutzt werden können und ob das FH-Gebäude auch zu einem kulturellen Begegnungszentrum eines neues Wohngebiets umgestaltet werden kann. Insgesamt sei der Ansatz der Genossenschaften, 15 Prozent Sozialwohnungen zu bauen, wohl nicht ausreichend.

Der SPD-Stadtverordnete David Kolesnyk betont, dass die Pläne anders als von Tack dargestellt keineswegs „plötzlich“ aufgetaucht seien. Bereits im Parteitagsbeschluss der SPD vom Oktober 2015 heißt es, dass „ein angemessener Anteil sozial gebundenen Wohnraums“ in den Neubauten seinen Platz finden müsse. Die aktuellen Pläne seien richtig und zeigten, dass in der Mitte alle Potsdamer zu Hause sind, so Kolesnyk.

Von Marion Kaufmann

Wo einst ein berühmter jüdischer Arzt den Sommer verbrachte, werden sich künftig begabte Stipendiaten einer jüdischen und einer muslimischen Stiftung treffen, um den interreligiösen Dialog zu befeuern. Auch die Universität Potsdam bringt sich ein. Stadt, Land und Bund geben Geld oder Grundstücke, um das Alexanderhaus seiner neuen Bestimmung zuzuführen.

15.08.2016

Manche antworteten und kurz, knackig und prägnant, andere kamen beim Thema Potsdam ins Schwärmen und wurden fast lyrisch. Mancher packte seine Liebe in einen Satz, mancher rollte sie auf mehreren Seiten aus – die MAZ-Aktion zu den Plakaten der Firma Wall endet am Dienstag. Wer noch ein Plakat möchte, muss sich mit der Liebe und ihrer Erklärung etwas beeilen.

15.08.2016

Kitas, Straßen, Kultur? Auch im relativ gut situierten Potsdam reicht das Geld nicht für alle Projekte. Welche Schwerpunkte gesetzt werden sollen, können die Potsdamer bei der finalen Abstimmung zum Bürgerhaushalt mitbestimmen.

15.08.2016
Anzeige