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Der Aradosee steckt voller Geheimnisse

Babelsberger Gymnasiasten befreien das Gewässer hinter der MAZ-Pyramide am Sonnabend bei einem Tauchgang vom Müll Der Aradosee steckt voller Geheimnisse

Wenn es um den Aradosee geht, wird in Babelsberg so einiges gemunkelt: Liegt etwa ein russischer Panzer auf dem Grund des Gewässers hinter der MAZ-Pyramide? Oder ein altes Flugzeug? Oder verbirgt sich gar eine ganze Bunkeranlage unter der Wasseroberfläche? Was die Fische schon wissen, wollen die Schüler des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums morgen Vormittag bei einem Tauchgang herausfinden.

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Diese Schildkröte hat sich 2012 vom See aufs MAZ-Gelände verirrt.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Vier Väter werden im Neoprenanzug in die Tiefe steigen und dabei nicht nur die Geheimnisse lüften, sondern den See sicherlich auch von jeder Menge Müll befreien.

Den Anstoß zu der Tauchaktion hat Chemie- und Biologielehrer Jochen Woller gegeben. Der Babelsberger hat sich schon lange für den See in seinem Kiez interessiert und beim Angeln mit seinen beiden Kindern kam ihm der Einfall: Das könnte ein Projekt für unsere Schule sein. Das neu gegründete Suttner-Gymnasium, das im Sommer den dritten Jahrgang aufnimmt, hat mit dem Aradosee einen Ort gefunden, wo Schule gemacht werden kann. Im Biologieunterricht werden Pflanzen und Tiere zum Untersuchungsobjekt, in Mathe wird der See vermessen und in Kunst entstehen Naturbilder.

„Unsere Vision ist es, den See als naturnahes Biotop zu erhalten“, sagt Jochen Woller. Das Gewässer ist Lebensraum für zahlreiche Vogelarten. Beim Spaziergang am Ufer zeigt der Biolehrer plötzlich auf einen Baumstamm. „Da! Ein Fischreiher!“ Und drei Panzer gibt es in jedem Fall am See: Die der Schildkröten, die sich bei schönem Wetter am Nuthe-Zufluss zum See auf Steinen oder Ästen sonnen. „Wahrscheinlich sind sie hier vor Jahren ausgesetzt worden“, sagt Jochen Woller.

Damit am Ufer noch mehr Schilf wächst, will der 49-jährige Lehrer morgen mit Schülern und Eltern Baumstämme um die Pflanzen gruppieren. „Die sollen das Schilf schützen.“ Auch die Uferwege rund um den See will der Lehrer beim Arbeitseinsatz zusammen mit allen Helfern vom Müll befreien. „Allzu viel liegt zum Glück nicht herum“, sagt er. Der Zufluss von der Nuthe zum See hingegen war bis vor kurzem noch vom Müll verstopft. „Das wurde jetzt von der Stadt frei geräumt“, sagt Jochen Woller, der sich über die Unterstützung der Verwaltung für das Aradosee-Projekt freut. „Wer uns helfen will, kann gern morgen zum See kommen“, ruft Jochen Woller alle Interessierten auf. (Von Meike Jänike)

Der Arbeits- und Taucheinsatz am See findet morgen von 9 bis 12 Uhr statt. Die Projektgruppe freut sich über das Mitbringen von Gummistiefeln, Arbeitshandschuhen, Schubkarren und Verpflegung.

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