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Potsdam Wasserwerk erst ab 2020 in Betrieb
Lokales Potsdam Wasserwerk erst ab 2020 in Betrieb
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00:35 30.05.2015
Innenleben eines modernen Wasserwerks. Die Michendorfer müssen nun wohl noch länger auf ihre Anlage warten. Quelle: MAZ/Archiv
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Michendorf/Nuthetal

Der Zweckverband „Mittelgraben“ muss überraschend seinen Zeitplan für den Bau des anvisierten Wasserwerkes bei Wilhelmshorst über den Haufen werfen. Jetzt wird von einem möglichen Betriebsbeginn erst im Juni 2020 ausgegangen. Das geht aus neuen Planungen hervor, die von einem Potsdamer Ingenieurbüro stammen, das für den Verband bereits Wasserversorgungsvarianten untersucht hatte (MAZ berichtete). „Das ganze wasserrechtliche Antragsverfahren nimmt mehr Zeit in Anspruch“, sagte Torsten Könnemann, Prokurist der Mittelmärkischen Wasser- und Abwasser GmbH (MWA), auf Anfrage. Die MWA ist Geschäftsbesorger des Verbandes.

Laut Könnemann sind fürs Genehmigungsverfahren bei der Oberen Wasserbehörde nun knapp zwei Jahre eingeplant. In den neuen Zeitpuffer flossen Erkenntnisse des Potsdamer Büros ein, die Erfahrungen in ähnlichen Genehmigungsverfahren gesammelt hat. Erfahrungen, die die MWA offenbar nicht hatte. Sie hat bisher noch kein neues Wasserwerk gebaut.

Mit der Terminsetzung 2020 steht auch fest, dass der Zweckverband erneut mit der Energie- und Wasser Potsdam GmbH (EWP) über eine Verlängerung des Liefervertrages verhandeln muss. Bereits im November 2014 war der Vertrag um zwei Jahre verlängert worden –  auf Ende 2018.

Wie weit der Verband inzwischen vom ersten Zeitplan abrücken musste, zeigte dieses Datum: Ursprünglich sollte schon Ende vergangenen Jahres eine Grundsatzentscheidung zum Bau des Wasserwerkes in der Verbandsversammlung herbeigeführt werden, um Ende 2016 das Wasserwerk in Betrieb nehmen zu können. 2016 wäre der damals noch unverlängerte Vertrag mit Potsdam ausgelaufen.

Die Nuthetaler Gemeindevertreterin Elvira Schmidt (BFN) kritisiert, dass der Verband im November 2014 den Vertrag nur für zwei Jahre verlängert hat und damit die Chance vergab, einen Fünfjahresvertrag mit den besseren Konditionen abzuschließen, die Potsdam für länger laufende Verträge angeboten hat (MAZ berichtete). „Damals hatten wir die Erkenntnis noch nicht, dass es länger dauern wird“, sagte Könnemann. Der neue Zeitplan habe erst deutlich nach der Vertragsverlängerung vorgelegen.

Die EWP liefert jährlich etwa 550 000 Kubikmeter Trinkwasser für die Verbandsgemeinden Michendorf und Nuthetal. Die Grundsatzentscheidung, ob ein neues Wasserwerk bei Wilhelmshorst gebaut wird oder langfristig weiter ein Großteil des Wassers aus Potsdam importiert wird, ist nun zunächst vertagt. „Nicht auszudenken, wenn der Beschluss pro Wasserwerk schon 2014 gefasst worden wäre. Wir hätten Millionen ausgegeben, ohne zu wissen, ob der Verband überhaupt eine Genehmigung bekommt“, sagte Nuthetals Verbandsvertreter Werner Wienert (Linke). Er spielt darauf an, dass die notwendige wasserrechtliche Erlaubnis für den Bau des Wasserwerks noch gar nicht beantragt wurde. Ein Beschluss, dies zu tun, sollte nun heute Abend in der Verbandsversammlung gefasst werden. Das Ergebnis lag bis Redaktionsschluss noch nicht vor.

Von Jens Steglich

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