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Potsdam Der Brunnen sprudelt wieder
Lokales Potsdam Der Brunnen sprudelt wieder
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18:57 01.09.2017
Arbeitsgruppenleiter Frank Karn und Baudezernent Bernd Rubelt am Rande des Wasserspiels im Konrad-Wolf-Park. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam/Drewitz

Mit der Neueröffnung des Wasserspiels im Konrad-Wolf-Park hat die Gartenstadt Drewitz der Innenstadt einen Rang abgelaufen. Denn nach Wasserdurchlauf und auch nach Energieverbrauch haben jetzt die Drewitzer den aufwendigsten von der Stadt betriebenen Brunnen. Bisheriger Spitzenreiter war der Springbrunnen auf dem Luisenplatz. „Es ist jetzt vom Aufwand her unser größter Brunnen“, sagt Frank Karn. Als Technischer Arbeitsgruppenleiter im Grünflächenamt ist er seit sechs Jahren auch für die 16 kommunalen Brunnenanlagen verantwortlich.

Im Frühjahr war der Drewitzer Brunnen zum kleinen Politikum geworden. Der Grund: Erstmals seit der Einweihung im Mai 2014 blieb das Wasserspiel mit dem Beginn der wärmeren Jahreszeit aus. Erst später wurde bekannt, dass die Stadt mit dem bei den Nachbarskindern beliebten Spielplatz größeres vorhatte. Dabei war der Umbau des Brunnens bereits seit Dezember des vergangenen Jahres beschlossene Sache. Grund waren diverse Beschwerden von Anwohnern, bei denen es vor allem um Hygienemängel ging. In dem Wasser spielten nicht nur Dutzende Kinder, sondern auch Hunde.

Die Lösung sollte eine täglich kompletter Austausch des Wassers sein. Das gebrauchte Nass sollte über Sprinkler über die Rasenflächen des Konrad-Wolf-Parks verteilt werden, im Anschluss sollten die Tanks mit Frischwasser aufgefüllt werden. 50 000 Euro kosteten die ergänzende Technik und der Umbau, der eigentlich vor dem Beginn der Sommerferien erledigt sein sollte. Es dauerte länger, weil eine Pumpe verspätet geliefert wurde. Seit dem 11. August ist die neue Anlage in Betrieb – offenkundig zur Zufriedenheit der Beteiligten. Am Freitag lud Karn den Baudezernenten Bernd Rubelt (parteilos) zu einer Begehung ein.

Neun Kubikmeter Wasser werden laut Karn an Tagen mit mehr als 18 Grad Wärme komplett ausgetauscht. Das Altwasser wird nachts zwischen 1 und 3.30 Uhr abgepumpt und über fünf sogenannte Beregnungskreise mit jeweils drei bis fünf Sprinklern über den Rasen gesprüht. Gegen 6 Uhr kommt ein Hausmeister der Pro Potsdam, der nicht nur das leere Becken, sondern auch die Umgebung des Wasserspiels reinigt. Gegen 10 Uhr wird neues Wasser eingelassen. Trinkwasser. Die Verwendung von Regenwasser sei ebenso verworfen worden wie das Einspeisen von Grundwasser, sagt Karn. Alle zwei Stunden durchläuft das Wasser der des Brunnens einen kompletten Reinigungszyklus. In der sogenannten Brunnenstube, einem Keller unter den Gehwegplatten gleich neben dem Wasserspiel, steht dafür ein großer grüner Kessel mit einer Sandfilteranlage. Chemisch behandelt werde das Wasser nicht.

Baudezernent Rubelt lobte das Projekt: „Auch wenn der konkrete Umbau des Brunnens aufgrund von Lieferengpässen und Fertigungsproblemen länger als geplant gedauert hat, so freue ich mich doch, dass die Anlage noch in der ersten Ferienhälfte wieder in Betrieb gehen konnte.“

Der längs durch die Gartenstadt führende große Konrad-Wolf-Park, der auf einer Fläche von 1,5 Hektar die frühere vierspurige Konrad-Wolf-Allee ersetzte, ist am 30. April 2014 eröffnet worden. Die Gesamtkosten des Umbaus lagen bei 5,9 Millionen Euro, 3,3 Millionen Euro davon kamen als Förderung von der EU. Die Brunnenanlage kostete laut Stadt allein rund 324 000 Euro.

Von Volker Oelschläger

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