Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Der Campus hat gewählt

Neues Studierendenparlament an der Uni Potsdam Der Campus hat gewählt

Die Kreuzchen sind gemacht. Die Stimmen ausgezählt. Die Studenten in Potsdam haben sich ein neues Parlament gegeben. 27 Sitze waren zu vergeben. Die Kandidaten deckten das gesamte Spektrum vom linken bis zum konservativen politischen Lager ab.

Potsdam 52.3905689 13.0644729
Google Map of 52.3905689,13.0644729
Potsdam Mehr Infos
Nächster Artikel
Fahrgäste in Bussen und Trams abkassiert

Auch auf dem Uni-Campus am Neuen Palais wird Wahlkampf gemacht.

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Knapp 20.000 Studierende der Universität Potsdam waren vergangene Woche zum Wählen der universitären Gremien aufgerufen. Am Urnengang für das Studierendenparlament (StuPa) beteiligten sich in diesem Jahr rund 12 Prozent der Studis. Das StuPa ist das höchste beschlussfassende Gremium der studentischen Selbstverwaltung. Es entscheidet unter anderem über die Höhe der Studierendenbeiträge und über den Haushalt der Studierendenschaft von jährlich ungefähr 400.000 Euro.

Die Studierenden wählen ihre 27 Vertreter und Vertreterinnen für das StuPa immer im Sommersemester. In diesem Jahr stellten sich acht Listen zur Wahl – vom linken bis zum konservativen politischen Lager sowie Listen mit sich selbst als „parteiunabhängig“ bezeichnenden Kandidaten.

Die eher linksorientierte Koalition aus der zurückliegenden Legislatur steht dabei im kommenden Jahr unter neuen Vorzeichen: Als Sieger mit fünf von 27 Sitzen im StuPa geht in diesem Jahr der „Grüne Campus“ aus der Wahl hervor. Die Liste mit ökologischem Profil und ihrer Forderung nach mehr studentischem Freiraum am Campus Neues Palais hatte die meisten Wähler überzeugt.

Ebenfalls fünf Sitze ergatterte in diesem Wahljahr die parteiunabhängige Hochschulgruppe „JumpUP“. Die bisher oppositionell aufgetretenen Vertreter fordern, dass „studentische Gelder für studentische Zwecke und Interessen ausgegeben werden“, so Marius Busch von „JumpUP“. Die Liste bezieht sich mit ihrer Forderung auf lautgewordene Kritik der letzten Jahre, dass die Studierendenschaft ihre Gelder in manchen Fällen eher für allgemeinpolitische Arbeit statt für unmittelbare studentische Belange eingesetzt hat.

Mit jeweils vier Sitzen ziehen in diesem Jahr wieder die Hochschulgruppen „Die Linke.SDS“ und „Beat! Bildung jetzt!“ ins StuPa ein. Dabei verliert der „SDS“ einen Sitz im Parlament, „Beat!“ gewinnt einen hinzu. Sie hatten bisher gemeinsam mit den „Jusos“ und dem „Grünen Campus“ auch Referenten für den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) – die studentische „Exekutive“ – gestellt. Für beide Listen stehen der freie Zugang zum Studium sowie die endgültige Abschaffung der Anwesenheitslisten auf dem Programm.

Für eine klare Überraschung sorgte die in diesem Jahr erstmals angetretene Liste „UP.rising“. Für sie steht als das wichtigste Thema die Arbeit in den Gremien selbst im Mittelpunkt: Sie müsse „transparenter“ werden und dürfte nicht vom „Listendenken“ geprägt sein, so Kandidat Johannes Wolf. Im Vergleich zu „Jusos“ und „Linken“ sei man von keiner Mutterpartei abhängig.

„UP.rising“ hatte während des Wahlkampfes zum Teil scharfe Kritik an der Arbeit des AStAs geübt. So hätten sich manche Referenten im vergangenen Jahr bereits ihre Aufwandsentschädigung auszahlen lassen, obwohl sie noch gar nicht vom Parlament gewählt worden waren.

Die SPD-nahe „Juso-HSG“ erlangte in diesem Wahljahr drei Sitze im Parlament – das schlechteste Ergebnis seit zehn Jahren. Als Verlierer gehen auch der „Ring Christlich Demokratischer Studenten“ mit zwei Sitzen und die neue satirische „Liste“ mit nur knapp zwei Prozent der Stimmen und damit ohne Sitz im StuPa aus der Wahl.

Von Maria Dietel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg