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Potsdam Der Campus hat gewählt
Lokales Potsdam Der Campus hat gewählt
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00:21 17.06.2015
Auch auf dem Uni-Campus am Neuen Palais wird Wahlkampf gemacht. Quelle: Christel Köster
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Potsdam

Knapp 20.000 Studierende der Universität Potsdam waren vergangene Woche zum Wählen der universitären Gremien aufgerufen. Am Urnengang für das Studierendenparlament (StuPa) beteiligten sich in diesem Jahr rund 12 Prozent der Studis. Das StuPa ist das höchste beschlussfassende Gremium der studentischen Selbstverwaltung. Es entscheidet unter anderem über die Höhe der Studierendenbeiträge und über den Haushalt der Studierendenschaft von jährlich ungefähr 400.000 Euro.

Die Studierenden wählen ihre 27 Vertreter und Vertreterinnen für das StuPa immer im Sommersemester. In diesem Jahr stellten sich acht Listen zur Wahl – vom linken bis zum konservativen politischen Lager sowie Listen mit sich selbst als „parteiunabhängig“ bezeichnenden Kandidaten.

Die eher linksorientierte Koalition aus der zurückliegenden Legislatur steht dabei im kommenden Jahr unter neuen Vorzeichen: Als Sieger mit fünf von 27 Sitzen im StuPa geht in diesem Jahr der „Grüne Campus“ aus der Wahl hervor. Die Liste mit ökologischem Profil und ihrer Forderung nach mehr studentischem Freiraum am Campus Neues Palais hatte die meisten Wähler überzeugt.

Ebenfalls fünf Sitze ergatterte in diesem Wahljahr die parteiunabhängige Hochschulgruppe „JumpUP“. Die bisher oppositionell aufgetretenen Vertreter fordern, dass „studentische Gelder für studentische Zwecke und Interessen ausgegeben werden“, so Marius Busch von „JumpUP“. Die Liste bezieht sich mit ihrer Forderung auf lautgewordene Kritik der letzten Jahre, dass die Studierendenschaft ihre Gelder in manchen Fällen eher für allgemeinpolitische Arbeit statt für unmittelbare studentische Belange eingesetzt hat.

Mit jeweils vier Sitzen ziehen in diesem Jahr wieder die Hochschulgruppen „Die Linke.SDS“ und „Beat! Bildung jetzt!“ ins StuPa ein. Dabei verliert der „SDS“ einen Sitz im Parlament, „Beat!“ gewinnt einen hinzu. Sie hatten bisher gemeinsam mit den „Jusos“ und dem „Grünen Campus“ auch Referenten für den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) – die studentische „Exekutive“ – gestellt. Für beide Listen stehen der freie Zugang zum Studium sowie die endgültige Abschaffung der Anwesenheitslisten auf dem Programm.

Für eine klare Überraschung sorgte die in diesem Jahr erstmals angetretene Liste „UP.rising“. Für sie steht als das wichtigste Thema die Arbeit in den Gremien selbst im Mittelpunkt: Sie müsse „transparenter“ werden und dürfte nicht vom „Listendenken“ geprägt sein, so Kandidat Johannes Wolf. Im Vergleich zu „Jusos“ und „Linken“ sei man von keiner Mutterpartei abhängig.

„UP.rising“ hatte während des Wahlkampfes zum Teil scharfe Kritik an der Arbeit des AStAs geübt. So hätten sich manche Referenten im vergangenen Jahr bereits ihre Aufwandsentschädigung auszahlen lassen, obwohl sie noch gar nicht vom Parlament gewählt worden waren.

Die SPD-nahe „Juso-HSG“ erlangte in diesem Wahljahr drei Sitze im Parlament – das schlechteste Ergebnis seit zehn Jahren. Als Verlierer gehen auch der „Ring Christlich Demokratischer Studenten“ mit zwei Sitzen und die neue satirische „Liste“ mit nur knapp zwei Prozent der Stimmen und damit ohne Sitz im StuPa aus der Wahl.

Von Maria Dietel

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