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Potsdam Der Fels in der Brandung
Lokales Potsdam Der Fels in der Brandung
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09:53 14.06.2013
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Potsdam

„Sie werden überrascht sein, wenn Sie erst einmal durch unsere Tür gekommen sind!“

Die Direktorin des „Mercure“-Hotels weiß um die Verunsicherung, die das morsche Flair des DDR-Baus heraufbeschwört: „Die Fassade ist eine große Hemmschwelle.“ – Doch eine noch viel größere hat sich vor rund einem Jahr rings um das Hotel erhoben. Im Zuge der Debatte um den möglichen Bau der Plattner-Kunsthalle im Herzen der Stadt schien der Abriss des Kolosses beschlossenen Sache. Es hagelte Stornierungen und Anrufe irritierter Kunden; das Personal stand vor der Zerreißprobe. „Das war eine sehr emotionale Zeit“, sagt Stefanie Hündgen. „Es war schwer, die Mitarbeiter, von denen viele verzweifelt waren, zur Arbeit zu motivieren. Diese Phase hat aber auch gezeigt, wie sehr die Leute am Haus hängen.“

Seit Jahr und Tag gerät das „Mercure“ immer wieder in den Strudel heftiger Diskussionen über die Rekonstruktion der historischen Mitte. Jüngstes Beispiel ist ein Antrag der FDP fürs Stadtparlament zum Lustgarten. Oft erscheint das umstrittene Haus dabei als beliebig verfügbare Masse, als seelen- und leblos, als Marginalie der Zeitgeschichte, die man einfach so wegreißen kann. Aber der Hotel-Riese ist alles andere als ein Geisterhaus. Rund 80 Mitarbeiter, darunter zwölf Auszubildende, halten den Betrieb am Laufen. Über die Sommermonate ist das Hotel nahezu ausgebucht, so die Direktorin. Vor allem Geschäftsreisende checken ein. Sie schätzen die Top-Lage in der City.

„Sicher, das Haus polarisiert“, sagt Stefanie Hündgen. „Ich wünsche mir, dass die Debatte sachlich bleibt und dass sich die Skeptiker das Hotel ansehen und erkennen, dass sich hier das Leben abspielt – auch das Potsdamer Leben. Das Hotel hat sich seine Existenz erstritten. Es ist zu einem Symbol geworden.“ (Von Nadine Fabian)

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