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Potsdam Der Frust der Demonstranten
Lokales Potsdam Der Frust der Demonstranten
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22:00 17.04.2013
Potsdam

Unter dem Motto „Solidarität ist eine Waffe“ zogen rund 100 Demonstranten vom Brauhausberg durch die Stadt und sorgten für leichte Behinderungen im Feierabendverkehr.

Knapp eine Woche ist es her, dass in der alternativen Bar „Olga“ auf der Charlottenstraße die Frontscheibe eingeworfen und ein voller Dieselkanister abgestellt wurde. Während die Polizei weiter in alle Richtungen ermittelt, aber einen versuchten Brandanschlag ausschließt, geht die Bewegung von einem Akt aus der rechten Szene aus. Schon zu Beginn des Jahres gab es Attacken auf das linksgerichtete „Archiv“, sowie das „Chamäleon“.

Aus diesem Grund zog der Tross, begleitet von 70 Polizisten, über die Friedrich-Ebert-Straße bis zur Hermann-Elflein-Straße. Dort fand eine kurze Zwischenkundgebung statt, bevor gegen 19 Uhr die Demo vor der „Olga“ mit einer Abschlusskundgebung endete. „Die Anschläge haben sich in den letzten Monaten gehäuft. Wir müssen daher auf die Attacken auf die linken Kulturprojekte aufmerksam machen“, sagte Sascha Krämer, Kreisvorsitzender der Linkspartei.

Der Frust der Demonstranten richtete sich nicht nur gegen Nazi-Gruppierungen in der Stadt, sondern auch gegen die Stadtverwaltung. „Sie toleriert jede politische Gruppierung und positioniert sich nicht richtig gegen Nazis“, hieß es aus Lautsprechern, mit denen die Passanten über die Hintergründe der Demo informiert wurden. Allerdings gilt gerade die Stadt als Musterschüler wenn es um eine klare Positionierung gegen Rechtsradikalismus geht. „Wir sollten die Thematik nicht auf die leichte Schulter nehmen“, sagte Links-Politiker Krämer. Schließlich sei in den vergangenen Monaten viel passiert. Und: „Die rechtsextreme Gruppe in Potsdam ist stärker geworden.“

Insgesamt blieb es bei dem rund zweistündigen Marsch laut Polizei friedlich. Nur kurz gab es ein lautes Raunen. Als ein Bewohner der Charlottenstraße vom Fenster aus die Demonstranten beleidigte und ihnen den Mittelfinger zeigte, riefen sie im Chor zurück „Wir wissen wo du wohnst!“. (Von Marcel Jarjour)

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