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Der Fuchs begeistert das junge Publikum

Potsdamer Theater Poetenpack führt „Der kleine Prinz“ auf Der Fuchs begeistert das junge Publikum

„Der kleine Prinz“ von Antoine Saint-Exupéry wurde in unzählige Sprachen übersetzt, immer wieder verfilmt und gleich mehrfach dramatisiert. Nun wagt sich auch das Potsdamer Theater Poetenpack an das weltbekannte Stück. Mit großem Erfolg.

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Felix Isenbügel mit Fuchs, Clara Schoeller (kleiner Prinz) und Michael Gerlinger (v.l.).

Quelle: CONSTANZE HENNING

Potsdam. Als „Der kleine Prinz“ von Antoine Saint-Exupéry 1943 seine Reise durch die Kinderzimmer des Planeten Erde antrat, ahnte wirklich niemand, dass diese kurze, vom Autor selbst illustrierte Geschichte von der Reise eines Sternenkindes durch den vor Absurditäten strotzenden Erwachsenenkosmos nicht nur Kontinente sondern auch Genregrenzen überwinden würde.

Dieses bekannteste Werk des schreibenden französischen Piloten Saint-Exupéry wurde in unzählige Sprachen übersetzt, immer wieder verfilmt und gleich mehrfach dramatisiert. Der große Erfolg dieses kleinen Büchleins liegt wohl vor allem daran, dass Saint-Exupérys poetisches Märchen selbst bei großen Leuten ein Bestseller ist.

Janet Kirsten, die das Stück für das Theater Poetenpack im kleinen idyllischen Hoftheater nahe des Kuhtors inszenierte und auch das Bühnenbild entwarf, griff auf eine nagelneue Bühnenfassung der aus Linz stammenden Elisabeth Vera Rathenböck zurück. Obwohl die Premiere des Stückes bereits eine Woche zurücklag, waren die Zuschauertraversen unter dem Zeltdach des Q-Tors am Samstag wieder voll besetzt.

Unter die vielen aufgeregt zappelnden Kindern hatten sich auch viele Erwachsene und Senioren geschummelt und so den Altersdurchschnitt merklich anhoben. Wie passgenau Kirsten mit ihrer Inszenierung die Stimmungslage der kleinen Zuschauer getroffen hatte, zeigte sich bereits vor dem eigentlichen Stück. Da fegte Musiker Olaf Mücke unter dem Gelächter der Kinder wie ein Reinigungsfanatiker durch die Zuschauerreihen, bevor er mit einem Gitarrensolo das Stück eröffnete.

Kinder im Publikum geben wichtige Hinweise

Als dann Michael Gerlinger, der den Piloten, den König und den Geographen spielte, umständlich unter seinem Fallschirm hervorkroch, gab ein Kind mit lauter Stimme einen wichtigen Hinweis an den in der Wüste Notgelandeten: „Deine Haare sind verwuschelt!“. Gerlinger reagierte gedankenschnell und strich sich übers Haar. Ähnlichen hilfreichen Zuspruch aus dem Publikum hatten auch Felix Isenbügel, als Rose, Geschäftsmann sowie als Puppenspieler des Fuchs´ und natürlich Clara Schoeller, die den kleinen Prinzen spielte.

Wesentlichen Anteil am Gelingen dieser märchenhaften kosmischen Odyssee des kleinen Prinzen mit seinen philosophisch angelegten skurrilen Figurenwelten hatten die einprägsamen Kostüme von Caroline Sánchez. Sie gaben den Akteuren die Gelegenheit, ihre jeweiligen Figuren mit Leben zu erfüllen. Gerlinger und Isenbügel hatten so wenig Mühe, ihren jeweils drei Rollen glaubhaft unterschiedliche Individualitäten zu verleihen.

Der Fuchs wird zum Liebling der Zuschauer

Zum Liebling der Kinder wurde der von Isenbügel als Handpuppe geführte Fuchs. Noch lange nach dem Stück hing eine Traube von Kindern an Isenbügel, um einmal seinen Fuchs zu streicheln. Selbst dem kleinen Prinzen war es, trotz oder gerade wegen seines meist zarten Gemüts, zuvor schwerer gefallen, ähnliche Sympathiewerte bei den Kids zu generieren. Wenn man als Maßstab für den Erfolg der Inszenierung den Geräuschpegel am Schluss der Vorstellung gelten lässt, müssen die am Stück Beteiligten vieles richtig gemacht haben. Der Q-Hof jedenfalls tobte wie entfesselt.

Nächste Aufführungen am 16., 17. und 18.6. am Q-Tor

Von Lothar Krone

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