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„Der Unfall hätte verhindert werden können“

Bornstedt-Sprecher Matthias Finken über den Tod einer jungen Radfahrerin in Potsdam „Der Unfall hätte verhindert werden können“

Schulen, Kitas, Wohnhäuser: Schon jetzt leben im Bornstedter Feld im Norden Potsdams 6.500 Menschen. Martin Küper sprach mit Matthias Finken, dem Sprecher der erst kürzlich gegründeten Interessenvertretung, über die Verkehrssicherheit in dem Neubaugebiet.

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Blumen am Unfallort in der Pappelallee.

Quelle: MAZ/ Möldner

Potsdam. MAZ: Wie gehen die Menschen im Viertel mit dem tödlichen Unfall einer Radfahrerin am Montag um?

Matthias Finken: Der Unfall ist natürlich ein großes Thema, die Leute sind bestürzt, dass so etwas in unmittelbarer Nähe passiert ist. Manche legen Blumen oder Kerzen am Unfallort ab und verharren dort eine Weile. Aktionen sind aber keine geplant. Das ist einfach ein ganz tragischer Fall, der aber auch zeigt, wie viele gefährliche Situationen es im Verkehr gibt.

Im Viertel gibt es unter anderem drei Kitas und zwei Schulen: Wird jetzt auch stärker über die Verkehrssicherheit diskutiert?

Finken: Ja, die chaotische Verkehrssituation wird von vielen beklagt, aber nicht erst seit dem Unfall. Zumal das Radfahren im Viertel sehr beliebt ist. Aber auch mit dem Auto ist es nicht einfach, im Berufsverkehr morgens und abends herrscht grundsätzlich Stau, egal, in welche Richtung man fährt.

Welche sind die drängendsten Verkehrsprobleme im Bornstedter Feld?

Finken: Vor allem die Zufahrten auf die Pappelallee sind gefährlich: Durch die vielen Baustellen im Viertel gibt es dort sehr viel Schwerlastverkehr. Der Radweg, der in beide Richtungen führt, macht es nicht einfacher: Mir ist es selbst schon häufiger passiert, dass ich einen Radler erst im letzten Moment gesehen habe. Man rechnet als Autofahrer einfach nicht damit, dass von rechts auch noch jemand angebraust kommt. Und all das wird sich eher verschärfen als verbessern, schließlich wächst das Viertel noch. 2020 sollen hier 13.000 Menschen wohnen.

Was sollte die Stadtverwaltung unbedingt verbessern?

Finken: Als Interessenvertretung setzen wir uns für eine Ampelanlage an der Ecke Pappelallee und Erich-Mendelsohn-Allee ein, westlich des Ruinenbergs. Damit wenden wir uns direkt an den Oberbürgermeister Jann Jakobs. Es leuchtet mir absolut nicht ein, warum dort bisher keine Ampel steht. Schließlich läuft der gesamte Verkehr aus dem Neubaugebiet an dieser Stelle vorbei.

Glauben Sie, dass eine Ampel oder eine bessere Beschilderung am Unfallort den Tod der jungen Frau hätte verhindern können?

Finken: Natürlich, wenn entweder der Lkw oder die Radfahrerin gezwungen gewesen wäre, stehen zu bleiben, wäre es nicht dazu gekommen. Zumindest, wenn sich beide an die Regeln gehalten hätten.

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