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Potsdam Der Zauber der Weihnacht im Kinderheim
Lokales Potsdam Der Zauber der Weihnacht im Kinderheim
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19:44 26.03.2018
„Weihnachten ohne Eltern – das gibt’s einfach nicht“, sagt die stellvertretende Heimleiterin Ilonka Ullrich. Quelle: Friedrich Bungert
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Am Stern

In der Weihnachtsbäckerei werden auch die Hibbeligsten zu Routiniers. Ist der Ofen angeworfen und das erste Plätzchen ausgestochen, kehrt Ruhe ein im quietschfidelen DRK-Kinderheim Am Stern. „Selbst die, die Probleme mit der Konzentration haben, vertiefen sich so sehr ins Verzieren, dass sie mit ihren kleinen Nasen fast am Zuckerguss kleben bleiben“, erzählt Ilonka Ullrich. Mitmachen muss bei der Küchenschlacht niemand: „Aber wir kriegen sie alle!“

Ein Glück, denn Plätzchen-Nachschub ist heiß begehrt – nicht nur zum Naschen. Viele Kinder wollen Sternchen, Mond und Engel den Eltern schenken und packen eifrig Tütchen, die sie mit Schleifenband verzieren. „Weihnachten ohne Eltern – das gibt’s einfach nicht“, sagt Ilonka Ullrich (49). Die Erzieherin arbeitet seit 30 Jahren im Kinderheim Am Stern, also beinahe so lange wie es die Einrichtung gibt. „Ich hab vom ersten Tag an gedacht: Das ist meins! – Das noch heute so.“

„Alle Kinder wollen ihren Eltern etwas schenken“

Wenn die Kinder plötzlich sehr, sehr heimlich tun und „Bitte nicht stören“-Schilder an ihre Zimmertüren hängen, ist der Zauber der Weihnacht auch im Kinderheim angekommen. „Alle Kinder wollen ihren Eltern etwas schenken“, sagt Ilonka Ullrich. „Das ist ein großes Bedürfnis.“ Einige Kinder legen die Süßigkeiten aus ihrem Adventskalender beiseite. Die Kleinsten wickeln das liebste Plüschtier in Geschenkpapier...

Trennen muss sich von seiner Habe aber niemand, um der Familie eine Freude zu machen. Ilonka Ullrich und ihre Kollegin Katrin Heilwagen (42) unterstützen die Kinder bei der Suche nach dem Passenden. Im Heim, aber auch im Hort finden Bastelnachmittage statt. Der Adventsmarkt im benachbarten Club 18 ist ebenso ein Garant für schöne Gaben, die die Kinder daheim unter den Baum legen können – denn nach Hause fahren die meisten über die Weihnachtsfeiertage. Einige nur für ein, zwei Nächte, andere bis nach Silvester. „So, wie es am besten zu den Familien und zu ihrer Situation passt“, sagt Ilonka Ullrich. „Viele Kinder wünschen sich eine schöne Zeit ohne Streit und verzichten dafür auf ein Geschenk.“

Eine richtig gemütliche Bescherung im Kinderheim

Das gibt’s garantiert im Kinderheim. Auch dort wird Weihnachten gefeiert. Mit Gans und Dessert, mit Liedern, Gedichten und einer Bescherung. „Wir machen es uns richtig gemütlich“, sagt Katrin Heilwagen, die seit 17 Jahren dabei ist. Kaum zu glauben, dass der Beginn ihrer Heim-Arbeit unter einem nicht ganz so hellen Stern stand. Als sie ihr Anerkennungsjahr im Heim antrat, dachte sie noch an eine Episode, wollte später in eine Kita wechseln. „Stück für Stück haben die Kinder mein Herz erobert. Die Arbeit im Kinderheim ist mehr als ein Job. Wir sind sehr mit dem Herzen dabei.“

11.000 Euro sind geschafft: Wir sammeln weiter!

Die MAZ-Weihnachtsaktion hat es bisher auf 11 030,55 Euro gebracht. Liebe Leser: Noch immer können Sie spenden und so das Projekt Heimatstern unterstützen und den Heimkindern eine Freude bereiten. Bitte spenden Sie!

Unser herzlicher Dank gilt heute diesen Spendern: Petra Jurkutat 50 Euro, Henri Herborn 80 Euro, Gabriele & Frank Mattheus 50 Euro, Erika Peda 100 Euro, Katja Schoeberl 20 Euro, Sonja & Geert Pirkowski 50 Euro, Ines Schadow 200 Euro, Rita & Hans Georg Meyer 30 Euro. Dank auch einer 100-Euro-Spenderin, die gern anonym bleiben möchte.

Das Spendenkonto:

Deutsches Rotes Kreuz

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE46 1002 0500 0003 3597 00

BIC: BFS WDE 33 BER

Verwendungszweck: MAZ-Heimatstern

Spendenquittungen erhalten Sie vom DRK, sofern Sie Ihren Namen und Ihre Anschrift bei der Überweisung mit angeben.

Von Nadine Fabian

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