Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Der lange Weg zum „Blu“
Lokales Potsdam Der lange Weg zum „Blu“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:07 06.06.2017
Lange Zeit eine Baustelle: Das neue Bad am Brauhausberg. Quelle: Julian Stähle
Anzeige
Potsdam

Von der Idee bis zum ersten Spatenstich: Ein Blick in die Chronik des neuen Sport- und Freizeitbads „Blu“:

1996 beschließen Potsdams Stadtverordnete den Neubau eines Freizeitparks mit Spaßbad auf der Brache der ehemaligen Brotfabrik an der Neuendorfer Straße in Drewitz. Verwirklichen sollte das Projekt ein privater Investor, die Berliner Webergruppe. Nach dem symbolischen Spatenstich passiert jedoch nicht mehr viel. Im Sommer 2004 erklärt Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) das Projekt für gescheitert.

Die Landeshauptstadt Potsdam beginnt mit eigenen Planungen und beauftragt die Stadtwerke mit dem Projekt. Die Idee: Die aus DDR-Zeiten stammende Schwimmhalle am Brauhausberg soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Dieser muss bis 2007 fertig sein, will die Stadt die vom Land in Aussicht gestellte Förderung von 80 Prozent der Kosten erhalten.

Historische Aufnahme des alten Schwimmbads. Quelle: MAZ/MV/Peter Sengpiehl

Im Januar 2005 verkünden Stadtverwaltung und der damalige Stadtwerkechef Peter Paffhausen, dass der brasilianische Stararchitekt Oscar Niemeyer ein Spaßbad für den Brauhausberg entwerfen wird. Sechs Monate später ist der futuristisch wirkende Entwurf fertig. Das Land lehnt jedoch die Förderung des 38,5 Millionen Euro teuren Vorhabens im November 2005 ab. Das Projekt liegt auf Eis. Im Herbst 2009 wird das Projekt endgültig verworfen.

2010 votieren die Stadtverordneten gegen die Stimmen der Linken für einen Badneubau im Bornstedter Feld. Das alte Bad am Brauhausberg soll 2012 abgerissen, das Areal verkauft und mit Stadtvillen bebaut werden, um den Badneubau finanzieren zu können. Gegen diese Pläne kämpfen sowohl die Linke als auch die neu gegründete Bürgerinitiative Pro Brauhausberg. Beide favorisieren die Sanierung der alten Brauhausberg-Schwimmhalle. In den folgenden Monaten wächst die Kritik am Projekt, weil sich bei der Ausschreibung kein Bieter an das Kostenlimit von 18 Millionen Euro hält. Das Projekt droht aus den Fugen zu geraten.

Im November 2011 schlägt Oberbürgermeister Jann Jakobs die Befragung aller Potsdamer Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren zur Standortfrage vor. Wollen die Potsdamer lieber ein Bad am Brauhausberg oder im Bornstedter Feld? An der Bürgerbefragung im Frühjahr 2012 beteiligen sich rund 70.000 Potsdamer. Zwei Drittel stimmen für einen bis zu 23 Millionen Euro teuren Neubau am Brauhausberg. Die Stadtverordnetenversammlung folgt diesem Votum.

Der Siegerentwurf des Berliner Architekturbüros Gerkan Marg und Partner. Quelle: Bernd Gartenschläger

Es folgt ein städtebaulicher Wettbewerb. Unter den 14 Beiträgen überzeugt der Entwurf der Potsdamer Planungsgemeinschaft Löffler/Engel die Fachjury. Im Oktober 2012 startet der Architektenwettbewerb für die Gestaltung des Badneubaus. Im Sommer 2013 geht der Entwurf des Berliner Architekturbüros Gerkan Marg und Partner, das auch den Flughafen BER und den Berliner Hauptbahnhof entworfen hat, als Sieger hervor.

Am 5. Dezember 2014 findet der symbolische Spatenstich für den Neubau statt. Im Juni 2015 folgt die Grundsteinlegung. Am 6. Juni 2017 wird das Bad eröffnet. Der ursprünglich vorgesehene Kostenrahmen von 23 Millionen Euro hält nicht. Das Bad „Blu“ kostet 40 Millionen Euro.

Von MAZ

Die auf rund 100 Metern teilweise stark beschädigte Straße Am Bassin wird nach einem Rohrbruch noch länger für jeglichen Verkehr gesperrt sein. Wie die Stadtwerke Potsdam am Dienstag mitteilten, werden die Bauarbeiten noch mindestens vier Wochen dauern.

06.06.2017

Da kommt Freude auf bei Potsdams Autofahrern: Die Maßnahmen für den Feldversuch in der Zeppelinstraße zur Reduzierung des Feinstaubes werden auch über den 31. Dezember hinaus noch für mehrere Wochen bestehen bleiben – so lange die Datenauswertung läuft.

06.06.2017

So, liebe Autofahrer, jetzt ganz ruhig. Heute am besten ein bis viele Minuten mehr auf dem Weg zur Arbeit einrechnen. Nicht nur, dass uns die gute alte Staufalle B 273 erhalten bleibt, nein, auch auf der Zeppelinstraße könnte heute der ein oder andere ungeplante Stopp nötig sein.

06.06.2017
Anzeige