Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
„Der toleranten Stadt Potsdam unwürdig“

Oberbürgermeister Jann Jakobs schmäht Störer „Der toleranten Stadt Potsdam unwürdig“

Es gab viel Protest beim Gottesdienst zum Baubeginn für den Turm der Garnisonkirche in Potsdam. Lautstark wurde mit Megafon und Trillerpfeifen gegen den Wiederaufbau demonstriert. Auch aus dem Rechenzentrum wurden Teilnehmer des Gottesdienstes beschimpft. Jetzt hat sich Oberbürgermeister Jann Jakobs klar positioniert und die Art und Weise des Protests gerügt.

Voriger Artikel
Potsdam am Donnerstag: Das ist heute wichtig
Nächster Artikel
War Viehdiebstahl nur ein Fake?

Beim Baustart für den Garnisonkirchenturm gab es wie erwartet Protest, doch einige der Demonstranten verloren offenbar das Maß.

Quelle: epd

Innenstadt. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) hat all jenen einen Rüge erteilt, die den Gottesdienst zum Baustart des Turms der Garnisonkirche gestört haben. „Die Situation war beschämend“, sagte Jakobs in der Stadtverordnetenversammlung. „ Das Verhalten der Demonstranten und Störer war der toleranten Stadt Potsdam unwürdig. Wer einen Gottesdienst auf diese Weise stört, stellt sich außerhalb demokratischer Spielregeln.“ Die Intoleranz sei erschreckend. Man könne ja gegen den Wiederaufbau sein, so Jakobs: „Aber wer auf diese Art religiöse Gefühle verletzt, hat in Potsdam nichts zu suchen!“

Beschämend sei, dass selbst aus dem Rechenzentrum heraus „unangebrachter Protest nicht zu übersehen war“, betonte Jakobs: „In einer Situation, wo wir bestrebt sind, die Nutzungskonflikte vor Ort zu lösen und gemeinsam nach einem Weg für die Künstler und Kreativen zu suchen, haben einige wenige Akteure dem Anliegen der über 250 Mieterinnen und Mieter im Rechenzentrum einen schweren Schaden zugefügt.“ Er gehe davon aus, dass die Nutzer des Rechenzentrums die Beziehung zum Nachbarn selbst auf neue Füße stellen. Dazu gehöre eine unmissverständliche Distanzierung von den Störern. Immerhin sei es die Stiftung Garnisonkirche gewesen, die vor drei Jahren einer befristeten Nutzung des Rechenzentrums durch die Künstler und Kreativen zugestimmt hat: „Das scheinen einige schon vergessen zu haben.“

Arndt Sändig (Die Andere) konterte: Es sei keine versöhnliche Stimmung, wenn die Stiftung die Kulturmanagerin des Rechenzentrums, Anja Engel, „in Sippenhaft“ für Leute nehme, „die sie nicht unbedingt kennt“. Engel hatte sich im Namen der Stiftung SPI als Trägerin des Kunst- und Kreativhauses von einzelnen Protest-Aktionen distanziert. Ihre Entschuldigung war aber nicht angenommen worden.

Von Nadine Fabian

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
7b1a3dba-c221-11e7-939a-14d1b535d3f1
Potsdamer Lichtspektakel 2017

Es werde Licht! Drei Nächte lang wird Potsdam mit einem Lichtspektakel von Freitag bis Sonntag illuminiert.

Die Karikaturen des Potsdamers Hafemeister

Jörg Hafemeister karikiert seit Jahren die Potsdamer Lokalpolitik. Nun hat er immer mittwochs seinen festen Platz im Potsdamer Stadtkurier. Wir zeigen an dieser Stelle alle Karikaturen.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg