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Potsdam „Der toleranten Stadt Potsdam unwürdig“
Lokales Potsdam „Der toleranten Stadt Potsdam unwürdig“
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07:55 09.11.2017
Beim Baustart für den Garnisonkirchenturm gab es wie erwartet Protest, doch einige der Demonstranten verloren offenbar das Maß. Quelle: epd
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Innenstadt

Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) hat all jenen einen Rüge erteilt, die den Gottesdienst zum Baustart des Turms der Garnisonkirche gestört haben. „Die Situation war beschämend“, sagte Jakobs in der Stadtverordnetenversammlung. „Das Verhalten der Demonstranten und Störer war der toleranten Stadt Potsdam unwürdig. Wer einen Gottesdienst auf diese Weise stört, stellt sich außerhalb demokratischer Spielregeln.“ Die Intoleranz sei erschreckend. Man könne ja gegen den Wiederaufbau sein, so Jakobs: „Aber wer auf diese Art religiöse Gefühle verletzt, hat in Potsdam nichts zu suchen!“

Beschämend sei, dass selbst aus dem Rechenzentrum heraus „unangebrachter Protest nicht zu übersehen war“, betonte Jakobs: „In einer Situation, wo wir bestrebt sind, die Nutzungskonflikte vor Ort zu lösen und gemeinsam nach einem Weg für die Künstler und Kreativen zu suchen, haben einige wenige Akteure dem Anliegen der über 250 Mieterinnen und Mieter im Rechenzentrum einen schweren Schaden zugefügt.“ Er gehe davon aus, dass die Nutzer des Rechenzentrums die Beziehung zum Nachbarn selbst auf neue Füße stellen. Dazu gehöre eine unmissverständliche Distanzierung von den Störern. Immerhin sei es die Stiftung Garnisonkirche gewesen, die vor drei Jahren einer befristeten Nutzung des Rechenzentrums durch die Künstler und Kreativen zugestimmt hat: „Das scheinen einige schon vergessen zu haben.“

Arndt Sändig (Die Andere) konterte: Es sei keine versöhnliche Stimmung, wenn die Stiftung die Kulturmanagerin des Rechenzentrums, Anja Engel, „in Sippenhaft“ für Leute nehme, „die sie nicht unbedingt kennt“. Engel hatte sich im Namen der Stiftung SPI als Trägerin des Kunst- und Kreativhauses von einzelnen Protest-Aktionen distanziert. Ihre Entschuldigung war aber nicht angenommen worden.

Von Nadine Fabian

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