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Potsdam Die Babelsberger haben einen neuen Pfarrer
Lokales Potsdam Die Babelsberger haben einen neuen Pfarrer
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19:18 17.12.2017
Vor dem Einzug in die Kirche: Superintendent Joachim Zehner (z.v.r.), Gemeindepädagogin Corinna Hentschel (l.) und Vorsitzender des Gemeindekirchenrates, Jürgen Fritsche (r.) gestalteten gemeinsam den Einführungsgottesdienst für Ronny Hauske (dr.v.r.) Quelle: Christel Köster
Babelsberg

Babelsberg hat einen neuen Pfarrer. Am Sonntag wurde er in einem Festgottesdienst in der Friedrichskirche in sein Amt eingeführt. Ronny Hauske ist 39 und kommt aus der Region. Bevor er am 1. Dezember in die Pfarrwohnung zog, leitete er sechs Jahre die Gemeinde Kirchhain in Doberlug-Kirchhain.

Hauske sitzt am Tag vorher im Gemeindebüro und wirkt entspannt. Er freut sich auf seine neue Gemeinde. „Die Babelsberger haben eine ganz lebendige und vielfältige Gemeinde,“ sagt er. „Nun möchte ich all diese Menschen kennenlernen und in Gesprächen und Begegnungen herausfinden, wofür ihr Herz schlägt und was sie sich wünschen.“ Und natürlich wolle er wissen, wo der Schuh drückt. „Das muss ich als Pfarrer auch wissen, um darauf reagieren zu können.“

Die Kirchengemeinde Babelsberg

Die Kirchengemeinde Babelsberg ist mit knapp 4500 Mitgliedern die größte Glaubensgemeinde in der Landeshauptstadt. Sie unterhält zudem zwei Kitas mit etwa 100 Kindern.

Die Gemeinde wächst stetig und ist auch bei Familien beliebt. Es gibt vielfältige Angebote für Kinder und Jugendliche, Erwachsene, Geflüchtete und Senioren.

Die Friedrichskirche baute Friedrich II. für die Weber aus Böhmen.

Hauske lehnt sich zurück und faltet die Hände. Anders als viele andere Pfarrer ist er nicht in einem stark christlich geprägten Elternhaus aufgewachsen. Er ist in Belzig geboren. Sein Vater hatte gar nichts mit dem Glauben zu Gott am Hut. Nur die Mutter brachte ein klein wenig Gottes Geist ins Haus. Sie arbeitete in der evangelischen Kita der Gotthardtgemeinde in Brandenburg an der Havel.

Ein Mitschüler brachte ihn zu Gott

In jener Stadt legte Ronny Hauske sein Abitur ab. Als er sich zur Wendezeit zwischen Jugendweihe und Konfirmandenunterricht entscheiden musste, wählte er den evangelischen Unterricht. „Damals wollte halt keiner mehr die Jugendweihe machen. Ich erinnere mich, dass die Konfirmanden eine lustige Truppe waren und ich wirklich Spaß hatte.“ So richtig mit Gott und der Bibel beschäftigte er sich allerdings erst durch die Freundschaft zu einem Mitschüler. „Der Sohn des Pfarrers ging in meine Klasse und mit ihm habe ich mich ausgetauscht. Er hatte eine besondere Sicht auf die Dinge, die mich interessierte.“ Von da an ging er ein und aus im Pfarrerhaus.

Trotzdem wäre er damals nicht auf den Gedanken gekommen, sich beruflich mit Gott zu beschäftigen. „Ich habe nach dem Abitur lange überlegt, Psychologie zu studieren. Das wurde aber nichts.“ Bald ging der Vater seines Schulfreundes in den Ruhestand und bedauerte es sehr, all seine Bücher ins Antiquariat geben zu müssen. „Aus Scherz meinte dann jemand: Gib sie doch Ronny, vielleicht studiert er ja mal Theologie“, erinnert sich Hauske. „Da machte ich mir zum ersten Mal ernsthaft Gedanken, ob es eine berufliche Option wäre. Nach einer Woche stand die Entscheidung fest.“ Sieben Jahre hat er an der Humboldt-Universität in Berlin evangelische Theologie studiert.

Es kommt Neues auf die Babelsberger Gemeinde zu

Hauske freue sich auf die neue Herausforderung in Babelsberg, so der junge Pfarrer. „Ich freue mich auch auf eine Gemeinde, in der eine vielfältige Arbeit mit allen Generationen möglich ist und in der ich Dinge ausprobieren kann.“

Auch in seinem Einführungsgottesdienst sorgte er zunächst für frischen Wind. So forderte er alle im Kirchenschiff auf, sich einmal umzusehen, wer da neben einem sitzt und einfach zu lächeln. Die Bewegung, die daraufhin durch die Gemeinde ging, könnte symbolisch sein. Es kommt Neues auf die Babelsberger Schäfchen zu.

Von Annika Jensen

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