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Potsdam „Die Biosphäre ist eine Attraktion“
Lokales Potsdam „Die Biosphäre ist eine Attraktion“
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14:14 14.09.2018
MAZ-Leser Eckhardt Mumm traf OB-Kandidat Mike Schubert (SPD) im Café Einstein zum „Kaffeeklatsch" . Quelle: Bernd Gartenschläger
Innenstadt

Beim „Kaffee-Date“ der MAZ sind Leser aufgerufen, sich mit einem Oberbürgermeister-Kandidaten ihrer Wahl in ihrem Wunschcafé zu treffen. Diesmal: Eckhardt Mumm, ehemaliger leitender Angestellter einer Landmaschinenfirma, und Mike Schubert (SPD). Sie trafen sich im Café Einstein an der Kurfürstenstraße.

Eckhardt Mumm: Aus meiner Sicht ist die Verkehrssituation chaotisch. Besonders weil es nicht nur Pkws sind, die da reinkommen, sondern in großem Maße Lkws, die nicht nach Potsdam wollen. Stattdessen suchen sie den kürzesten Weg, um nach Berlin reinzukommen, oder auf die Autobahn, die gen Osten weiterführt. Man hätte da eine große Umgehungsstraße in Form eines Ringverkehrs machen müssen.

Schubert: Ein Weg ist zu sagen, der Lkw-Verkehr geht nicht mehr durch die Stadt. Nur bei der Kontrolle hat noch keiner den Stein der Weisen gefunden. Ich habe in mein Programm geschrieben, dass man die Frage von Durchfahrtsverboten und -regulierungen noch einmal prüfen muss. Ich habe ganz bewusst nicht reingeschrieben, dass wir das machen. Denn wir kriegen das nicht alleine hin ohne die Mittelmärker.

Die Gesprächspartner

Mike Schubert, geboren 1973 in Schwedt, wuchs in Potsdam auf, war lange SPD-Fraktions- und Unterbezirkschef. Der studierte Politologe ist seit 2016 Sozialdezernent.

Eckhardt Mumm, geboren 1944 in Rostock, wuchs in Westdeutschland auf. Nach dem Studium der Landwirtschaft war er 34 Jahre lang beim Landmaschinenhersteller John Deere in Mannheim tätig. Seit dreieinhalb Jahren lebt er mit seiner Frau in Potsdam im Bornstedter Feld.

Mumm: Was mich noch bewegt, ist die städtebauliche Entwicklung im Bornstedter Feld. Ich denke da an den Bereich gegenüber von der Fachhochschule, der gerade bezogen worden ist – das ist dermaßen eng bebaut, dass es von der Lebensqualität her nicht so doll ist. Die Familien leben da quasi wie im Hühnerstall. Auch im Bereich vor den Roten Kasernen, der demnächst in Angriff genommen wird, kann ich nur bitten, das größer zu planen. Das ist aber wahrscheinlich schon geplant?

Schubert: An der Planung geht dort wahrscheinlich nichts mehr. Die einzige Diskussion, die wir jetzt noch zu Ende zu führen haben, ist die Frage, wie man mit dem Stückchen im Park umgeht.

Mumm: Ja, und da gibt es ganz viele Leute bei uns in der Umgebung, die unheimlich dagegen sind. Dagegen, dass man den Zirkus Montelino da weg nimmt und diese Beachvolleyball-Anlage und das alles irgendwo neu hinbaut. Dafür wendet man unheimlich viel Geld auf. Und dieser Park wird kaputt gemacht.

Schubert: Für Montelino ist das sogar ein Vorteil – die bekommen ein festes Gebäude. Ansonsten geht die Diskussion ja noch bis November. Ich oute mich mal: Was ich mir am besten vorstellen kann, ist ein Kompromiss. Denkbar wäre es, an der Georg-Hermann-Allee noch eine Kindertagesstätte zu bauen, mit der Freifläche zum Park hin. Denn man muss ja auch gucken, wie wir die Sozialbedarfe im Bornstedter Feld mit den vorhandenen Flächen in einem vernünftigen Konsens mit den Bewohnern hinbekommen.

Mumm: Aber da ist noch diese Planung für die Wohnbebauung?

Schubert: Im November liegen ja die Ergebnisse für die Biosphäre und die Georg-Hermann-Allee vor. Das wird noch einmal mit der Bürgerschaft diskutiert. Ich habe ja von Anfang zu denen gehört, die den Standort der Biosphäre erhalten wollen. Es ist eine Attraktion.

Mumm: Wird es bei Ihrer Variante einer Kindertagesstätte trotzdem dort noch Wohnbebauung geben?

Schubert: Ich schließe Wohnblocks momentan noch nicht komplett aus, weil ich erst noch alle verschiedenen Varianten auf dem Tisch haben will. Für mich war wichtig zu sagen: Wohnbebauung reduzieren und erst mal eine Kita rein. Vor November wird aber definitiv nichts passieren.

Mumm: Das garantiere ich Ihnen, wenn das auf den Tisch kommt, dass Sie auf der linken Seite Wohnblocks bauen, dann werde ich da aktiv werden. Das verspreche ich Ihnen!

Von Ildiko Röd

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