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Die Fashion-Week sagt tschüss

1500 Besucher sahen die Modenschauen in Potsdam Die Fashion-Week sagt tschüss

Die "Potsdam Now!" - als Ableger der Fashion Week in Berlin - wird auch im Juli die brandenburgische Landeshauptstadt zieren. 1500 Besucher sahen in den vergangenen 3 Tagen die Schauen in der Schinkelhalle, die zweite Ausgabe im Sommer ist in der Orangerie von Sanssouci geplant.

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Der Potsdamer Designer Marco Marcu mit einem Model.

Quelle: Ralf Hirschberger

Potsdam. Theoretisch könnten die Macher der „Potsdam Now!“ heute die Sektkorken knallen lassen. Das dreitägige Fashion-Event, bei dem Kollektionen nationaler und internationaler Designer aus Israel, Polen und Finnland gezeigt wurden, konnte mit einem sehr zufriedenstellenden Ergebnis abschließen. Insgesamt 1500 Besucher wollten die Schauen auf dem Laufsteg der Schinkelhalle am Kulturstandort Schiffbauergasse sehen. „Das entspricht voll unseren Hoffnungen“, zog Veranstalter Karl-Rainer von der Ahé am Donnerstag eine erste Bilanz.

Zum Finale zeigten zwei Potsdamer Designer ihre Kollektionen: Auf dem Fashion-Week-Ableger "Potsdam Now" wurde am Donnerstagabend Mode von Marco Marcu und Christin Lau präsentiert.

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Wobei der Publikumszuspruch im Laufe der drei Tage sogar stetig nach oben ging: Nachdem es am Premierenabend 400 Fashion-Fans in die historische Location gezogen hatte, waren es am Mittwoch bereits 500. Das Finale am Donnerstag, bei dem auch Mode der Potsdamer Designer Marco Marcu und Christin Lau gezeigt wurde, entpuppte sich dann als Spitzentag mit 600 Gästen.

Mehr Diplomaten als Stars & Sternchen

Mit der „großen Schwester“, der Berliner Fashion Week, kann sich der kleine Ableger natürlich längst noch nicht messen – insbesondere was die Sparte Glitzer und Glamour angeht. Während in der Bundeshauptstadt unter anderem die Laufsteg-Premiere von Boris Beckers Besenkammerspross, der 14-jährigen Anna Ermakowa, für Schlagzeilen sorgte, suchte man in Potsdam vergeblich nach Stars und Sternchen à la Liz Hurley oder Sylvie Meis. Nur Kabarettistin Gayle Tufts zog es von der Spree zum Modegucken an die Schiffbauergasse. Stark präsent war das diplomatische Parkett, von Portugal bis Israel, dem diesjährigen Partnerland.

Models mit verhüllten Gesichtern, märchenhafte Kleidung und lange Kleider: Auf dem Fashion-Week-Ableger "Potsdam Now" wurde am Mittwochabend Mode von Julia Starp, Stefanel, Stefan Reinberger und Antti Asplund präsentiert.

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Obwohl der Abschlussapplaus noch kaum verklungen ist, blickt Organisator Karl-Rainer von der Ahé bereits nach vorne, frei nach dem Motto: Nach der „Potsdam Now!“ ist vor der „Potsdam Now!“. Schließlich gilt es, die zweite Ausgabe der Veranstaltung festzuzurren, die im Sommer parallel zur Berliner Fashion Week stattfinden würde. Bis Ende Februar müssen die Absprachen und Planungen dafür stehen. Von der Ahés Wunschvorstellung für die Eröffnung am 5. Juli wäre der glamouröse Rahmen der Orangerie von Sanssouci. Um das zu realisieren, sind „zeitnah“ Gespräche mit der Schlösserstiftung geplant. Die restlichen drei Tage des Events könnten in der bereits bewährten Schinkelhalle stattfinden.

Stadt schoss 17.000 Euro zu
In Hochstimmung versetzt der Verlauf der Modetage auch Rathaus-Mitarbeiter. Die 17.000 Euro, die von der Stadt als Anschubfinanzierung zugeschossen wurden, sieht man sinnvoll angelegt. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, resümierte der Leiter der Wirtschaftsförderung, Stefan Frerichs. Besonders gelungen findet er den Mix aus internationalen und regionalen Designern. Auch Frerichs wagt schon den Blick in eine frohe Fashion-Zukunft: „Nun müssen wir sehen, ob wir vielleicht mit dem Land zusammen eine weitere Anschubfinanzierung hinbekommen.“ Allerdings nur, sofern sich nach der Auswertung der „Potsdam Now!“ tatsächlich ein Bedarf dafür ergibt. „Wir werden als öffentliche Hand ja keine wirtschaftlich sich tragende Veranstaltung finanzieren.“ Eine dauerhafte Subventionierung durch die Stadt sei nicht vorgesehen, betonte Frerichs.

Show des israelischen Modedesigners Zion Avana zur Modemesse von "Potsdam Now" im Rahmen der Berliner Fashion Week in der Potsdamer Schinkelhalle am 20. Januar 2015.

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Geradezu „begeistert“ von der „Potsdam Now!“-Premiere ist Wolfgang Cornelius, Chef der AG Innenstadt, die das Couture-Event mit 10 000 Euro unterstützt hat. Auch er hofft, dass es keine Eintagsfliege bleibt, sondern „auf Dauer“ anlegt wird. Karin Genrich, Präsidentin des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, freut sich ebenfalls über den gelungenen Auftakt. Allerdings hofft die Modeunternehmerin, dass künftig noch mehr Fachpublikum den Weg an die Schiffbauergasse findet.

Show der israelischen Modedesignerin Shani Zimmerman zur Modemesse von "Potsdam Now" am 20. Januar 2014 in der Potsdamer Schinkelhalle.

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Potsdam Now!

Karl-Rainer von der Ahé ist Geschäftsführer der „Catwalk Enterprises“. Der Modeexperte studierte an der Ruhr-Universität in Bochum Nordische Philologie, Soziologie, Germanistik und schloss mit der Promotion ab. Gemäß seiner Ausbildung interessiert es sich insbesondere auch für Mode aus Nordeuropa.

Sollte es in diesem Sommer zu einer Neuauflage der „Potsdam Now!“ kommen, sind Designer aus Israel sicher wieder mit an Bord. Das bestätigte von der Ahé nach dem großen Erfolg der vier israelischen Designer – Efrat Kalig, Shani Zimmermann, Zion Anava und das Label „Frau Blau“ – bei der Auftaktveranstaltung der „Potsdam Now!“ am Dienstag in der Schinkelhalle. Diesmal war Israel als Partnerland dabei.

Die „Potsdam Now!“ konzentriert sich „auf Kollektionen, die in besonderer Weise hohe Schneiderkunst mit zeitgemäßer Interpretation verbinden“, heißt es auf der Internetseite der Fashion-Veranstalter.

Die Schinkelhalle mutierte während der „Potsdam Now!“ zur hippen Laufsteg-Location. Bei der Halle handelt es sich um eines der geschichtsträchtigsten und attraktivsten Gebäude an der Schiffbauergasse. Sie wurde 1823 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel erbaut und gehört somit zu den ältesten Gebäuden auf dem Gelände. Früher war sie Teil der ursprünglich H-förmigen Reitstallanlage, die ab 1822 auf dem Garnisonsholzhof errichtet wurde. Nach verschiedensten Nutzungen steht sie heute unter Denkmalschutz.

Von Ildiko Röd

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