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Die Geschichte der Sterne enträtseln

Graduiertenkolleg des AIP und der Universität Die Geschichte der Sterne enträtseln

Von den Magnetfeldern der Sonne und Sterne über Galaxien und kosmischen Staub bis zu großen kosmologischen Fragestellungen reicht das Spektrum der neuen gemeinsamen Graduiertenschule des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) und der Universität Potsdam.

Gemeinsamkeit der acht vorgesehenen Doktorarbeiten: Alle Jungwissenschaftler bedienen sich der Methode der astronomischen Spektroskopie. Die Spektroskopie zerlegt eingefangenes Licht in seine Bestandteile. Die Analyse des Spektrums erlaubt Rückschlüsse auf die chemische Zusammensetzung eines Himmelskörpers.

„Wir haben seit einiger Zeit völlig neue Teleskope und Instrumente zur Verfügung“, erläutert Carsten Denker, Leiter der Arbeitsgruppe optische Sonnenphysik am AIP. Auf Teneriffa sei zum Beispiel erst 2012 das neue Gregor-Teleskop zur Sonnenbeobachtung eröffnet worden und das bekannte Large Binocular Telescope in Arizona werde demnächst mit dem am AIP selbst entwickelten Pepsi-Instrument ausgestattet. „Dieses Instrument wird es erlauben, zum ersten Mal entfernte Sterne so wie unsere Sonne zu beobachten“, so Denker. Zwar werde man bei entfernten Sternen anders als bei der Sonne immer noch keine Aussagen über Oberflächenvorgänge machen können, sehr wohl aber über die mögliche Zusammensetzung der Atmosphäre ferner Sterne. Bestimmte Doktorarbeiten werden auch dazu dienen, zu überprüfen, ob Computersimulationen von Sternvorgängen mit Beobachtungen übereinstimmen. „Eigentlich wollen wir aber sonnenähnliche Sterne heraussuchen und durch Vergleiche herausfinden, wie sie sich im Laufe der Zeit entwickelt haben“, so Denker.

Kollegen an der Uni befassen sich wiederum mehr mit kosmologischen Fragen und Stoffen, die es zwischen Galaxien sehr wohl finden lassen. Auch dazu werden Arbeiten verfasst. 1,2 Millionen Euro warb das AIP von der Leibniz-Gemeinschaft ein. Mit dieser Summe lassen sich die acht Doktoranden drei Jahre lang finanzieren. Genommen würden weltweit nur die Besten. Denker rechnet mit bis zu 100 Bewerbungen, in denen die Jungwissenschaftler ihre Ausbildung und bisherige Leistungen darlegen. Zusammen mit den bereits vorhandenen 40 Doktoranden in der Potsdamer Astrophysik wird die neue Graduiertenschule die Zahl der Nachwuchswissenschaftler auf diesem Gebiet auf knapp 50 steigern. (Von Rüdiger Braun)

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