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Die Kolonnade wird versetzt

Denkmalschutz in Potsdam Die Kolonnade wird versetzt

Die Ringerkolonnade, die einst das Stadtschloss mit dem Marstall verband und schwer beschädigt wurde im Zweiten Weltkrieg, wird jetzt von ihrem provisorischen Standort am Neptunbecken des Lustgartens dahin versetzt, wo sie ursprünglich stand. Die Straßenbahn durchfährt künftig eine Lücke zwischen Marstall und Kolonnade.

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Mit Fingerspitzengefühl dirigiert Detlef Stutz hier eine tonnenschwere Sandsteinsäule der Ringerkolonnade auf eine Lagerpalette.

Quelle: Foto: Christel Köster

Innenstadt . Die Ringerkolonnade vom Neptunbecken des Lustgartens wird abgebaut und am Landtagsschloss wiederaufgestellt. Die Arbeiten der Fiebig Bau und der Naturstein Potsdam GmbH haben am Donnerstag begonnen und kommen schnell voran. Die am Hafen der Weißen Flotte demontierten Teile werden ohne Zwischenlagerung zum wiederhergerichteten Steuben-Platz gebracht, dort auf der abgesperrten Baustelle gelagert und stückweise wieder aufgestellt. Dazu hat man das bislang unbeachtete Originalfundament der Kolonnade ausgegraben und mit Stahlbeton verstärkt. Immerhin fahren jetzt auch Straßenbahnen zwischen Landtag und Marstall; für sie bleibt eine Lücke in der Kolonnade, die eigentlich geschlossen war. Die Wiederaufstellung des sanierten Sandsteinkunstwerkes ohne ihre Ringerfiguren und den Skulpturenschmuck hoch oben auf der Attika kostet rund 500000 Euro. Hätte man 1,5 Millionen, könnte man die komplette Kolonnade aufstellen, und die Straßenbahn würde unter einem steinernen Dach hindurch fahren. Man ließe aus der ursprünglichen Säulenreihe zwei Drillingssäulen weg dafür. Die Stadt hofft auf Sponsorenhilfe.

Von Rainer Schüler

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