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Potsdam Die Liebe ist überall
Lokales Potsdam Die Liebe ist überall
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17:18 10.08.2016
Die Liebe ist ganz offenbar gegenseitig. Quelle: Friedrich Bungert
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Potsdam

Das E-Mail-Fach der MAZ in Potsdam quoll am Mittwoch fast über: mehrere Dutzend Potsdamer haben uns bereits erklärt, was sie an ihrer Stadt lieben – und wo sie durchaus schöner werden könnte. Jetzt wollen wir mehr – sagen auch Sie uns, warum ihr Herz für Potsdam schlägt und was sie manchmal schmerzt. Schließlich verlosen wir 33 Plakate der Firma Wall. Die großen, grafisch anspruchsvollen Kunstwerke aus der Designabteilung von Wall zieren derzeit unzählige Bushaltestellen und Werbeträger in der Stadt und sind vorerst noch bis zum 16. August zu sehen, danach möglicherweise noch einmal im September. Zu kaufen gibt es die 1,17 mal 1,74 Meter messenden gelb umrandeten Herzen mit Potsdamer Landmarken nicht – trotz bisher mehr als 150 Nachfragen beim Hersteller. Wer eines haben möchte, schreibe seine Liebeserklärung und Wünsche bitte mit vollem Namen an


oder per Brief an die

MAZ-Lokalredaktion Potsdam, Friedrich-Engels-Straße 24, 14473 Potsdam.

„Ich mag Potsdam, weil wir eine weltoffene Stand sind, wo Rassismus und Fremdenhass keine Chance haben“, schrieb als erster Stefan Ulrich schon am Dienstagabend. Er wünschte sich aber mehr Sicherheit und Ordnung am Schlaatz. Polizei und Ordnungsamt seien dort „kaum präsent.“

Oliver Zöllner gefällt an Potsdam „die Vielseitigkeit: Man hat die vielen schönen Parks, dann dazu die Gewässer, man hat aber auch die Vorteile einer großen Stadt, dann das neue alte Potsdam mit dem Landtagsgebäude und den Gebäuden an der Alten Fahrt und der greifbaren Geschichte.“ Das ergebe „alles zusammen ein tolles Lebensgefühl“, es mache „Spaß hier zu leben.“ Ignoranz und Verschlossenheit wie bei der Pogida missfallen ihm, da sie „ dem positiven Bild und der tollen Entwicklung Potsdams im Weg stehen.“

Sara Greulich schrieb „als geborene Babelsbergerin liebe und lebe ich mein Potse“. Gründe gebe es viele, etwa, „dass es nicht zu groß aber auch nicht zu klein ist; dass ich meine Nachbarn mehr als nur namentlich kenne; dass es nachts so schön ruhig ist; dass es immer wieder so viel neues zu entdecken gibt.“ Sie dürfe hier „leben, lieben und arbeiten“. Weniger erfreut sie der Dreck: „So viele Scherben, so viel Müll rechts und links an den Wegen und viel zu wenig Mülleimer.“ Ebenso beklagt sie das fehlende Nachtleben als eine, die „fürs Waschhaus zu alt und fürs Clärchens zu jung“ sei.

Jochen Woller aus Babelsberg verriet uns, dass er sei 1985 in der Stadt wohnt. Er liebt an Potsdam, dass er hier „regelmäßig seit 20 Jahren Salsa tanzen kann, ob Open Air (Nauener Tor, Biosphäre, Hafen) oder in den Locations der Stadt.“ Sein Babelsberg sei zudem die beste Ecke Potsdams – „das geliebte KarLi, der Park Babelsberg, der Weberplatz am Sonnabend und der Neuendorfer Anger.“

Petra Schumacher ist noch Neu-Potsdamerin, sie wohnt erst seit Dezember 2015 mit ihrem Mann in der Stadt, die sie „lieben und schätzen“ gelernt haben – vor allem wegen „des sehr gepflegten Parks Sanssouci und der vielen interessanten Sehenswürdigkeiten“, den guten Verkehrsanbindungen und den vielen Geschäften mit langer Öffnungszeit. Die „katastrophale Parksituation“ in ihrem Wohngebiet Potsdam West sowie Sperrmüll an öffentlichen Straßen gefallen ihr weniger.

Aus Groß Glienicke meldete sich
Christine Zedel mit folgenden Worten: „Ich liebe an Potsdam seine sehr schöne, erhaltene Innenstadt, mit den vielen restaurierten Häusern aus vorigen Jahrhunderten. Ich freue mich darauf , die Stadt zu erleben, wenn noch mehr instand gesetzt sein wird, etwa der komplette Alte Markt.“

Von Jan Bosschaart

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