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Potsdam Die Masken von Sanssouci
Lokales Potsdam Die Masken von Sanssouci
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21:00 29.04.2013
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Entdeckt wurden sie von Evelin Spielhagen, die schon mehrfach Funde von historischem Wert an das Potsdam-Museum vermitteln konnte. Ihrem Wirken ist unter anderem die einzige Bronzebüste von Preußenkönigin Luise (1776-1810) im Bestand des Potsdam-Museums zu verdanken, die seit 2010 im Museumshaus in der Benkertstraße ausgestellt war.

Auf die Masken von Sanssouci wurde sie in einem Gespräch mit Bekannten aufmerksam, die sie bei der Auflösung des Haushalts ihres Großvaters in Babelsberg im Keller entdeckt hatten. „Ich habe mit diese Masken angeschaut und überlebt: Wo hast du das in Potsdam schon mal gesehen?“, erzählte Evelin Spielhagen gestern. Am Weinbergschloss wurde sie fündig: „Ich habe das fotografiert und verglichen und dann gedacht. Sollten das die Originale sein?“

Nach Ansicht von Markus Wicke, dem Vorsitzenden des Museums-Fördervereins, ist diese Überlegung plausibel, weil der Großvater als Kunstschmied für Sanssouci gearbeitet hat. Die Masken, vier von ihnen rund, eine oval mit Bart, sind angerostet und haben teils noch Reste von Blattgold. In Ohren, Kinn und über dem Stirn finden sich Bohrungen für die Befestigung als Schmuck an den Laubenkonstruktionen. Wahrscheinlich wurden die über vielleicht zwei Jahrhunderte von Wind und Wetter gezeichneten Masken in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch Kopien ausgetauscht – die aus der Werkstatt des Kunstschmieds in Babelsberg stammten.

Für die historischen Masken war die jahrzehntelange Lagerung in einem dunklen, trockenen Keller ein Glücksfall. Die Schlösserstiftung dankte den Erben des Kunstschmieds für die Rückgabe mit einer Sonderführung durch das menschenleere Schloss Sanssouci.

Für den Förderverein des Potsdam-Museums, der nach Angaben des Vereinschefs mittlerweile auf 140 aktive Mitglieder bauen kann, ist die Aktion zugunsten der Schlösserstiftung ein Sonderfall. Üblicherweise ist man dem eigenen Stammhaus am Alten Markt verbunden. Die erfolgreiche Kunstdetektivin Evelin Spielhagen entstammt alten Potsdamer Bürgersfamilien. Ihre Großeltern hatten ein Fuhrunternehmen mit in der Jägerstraße, ihr Vater war bis zur Enteignung Anfang der 1970er Jahre Inhaber der Druckerei Brucker am Luisenplatz, die in ihren besten Zeiten mehr als 30 Mitarbeiter hatte. (Von Volker Oelschläger)

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