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Potsdam Die „Tafel“ wächst mit der Stadt
Lokales Potsdam Die „Tafel“ wächst mit der Stadt
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01:15 03.10.2018
Carsten Stegemann hilft ehrenamtlich in der Ausgabestelle Drewitzer Straße der Potsdamer Tafel. Quelle: Martin Müller
Waldstadt

Die Tafel Potsdam wächst. Mittlerweile versorgt sie jede Woche rund 1200 Menschen mit Lebensmitteln. Am Sonnabend öffnete die Ausgabestelle an der Drewitzer Straße ihre Türen und stellte Pläne für die Zukunft vor.

25 Jahre gibt es die „Tafeln“ in Deutschland, seit 21 Jahren in Potsdam

„Die Kundenzahlen werden weiter steigen“, sagt Imke Eisenblätter, die im Vorstand der Potsdamer Einrichtung wirkt und auch stellvertretende Vorsitzende im Verein Tafel Deutschland ist, dem Dachverband der Tafeln. Am Sonnabend feierte der Verein mit einem bundesweiten Tafel-Tag sein 25. Jubiläum. In Potsdam gibt es die Tafel seit rund 21 Jahren.

Unterstand für Wartende soll vor dem Winter fertig sein

Wenn vor dem Eingang die Menschen warten, sind sie bislang ungeschützt vor der Witterung. Das soll sich bis zum Winter verbessern. Quelle: Martin Müller

Damit die Menschen dort bei schlechtem Wetter besser geschützt sind, plant die Tafel einen Unterstand, eine Art Carport zu bauen. Das Vorhaben soll möglichst schnell in die Tat umgesetzt werden, denn die kalte Jahreszeit hat schon begonnen. Im Oktober soll die Bauplanung abgeschlossen sein, die Finanzierung steht bereits.

„Die Tafel tut mehr, als Lebensmittel zu retten“

Imke Eisenblätter vom Vorstand der Potsdamer Tafel. Quelle: Martin Müller

Bei der Ausgabe der Lebensmittel herrscht Betrieb wie in einer Markthalle

Renate Gross engagiert sich seit zehn Jahren ehrenamtlich für die Tafel. Quelle: Martin Müller

70 Prozent der Kunden sind Empfänger von Sozialleistungen

Bei der Potsdamer Tafel wird jeder versorgt, der seine Bedürftigkeit nachweisen kann. Rund 70 Prozent der Kunden sind Empfänger von Arbeitslosengeld, jeder Fünfte ist Rentner und jeder Zehnte ein Geflüchteter. Als Anfang des Jahres eine Tafel in Essen (Nordrhein-Westfalen) einen Aufnahmestopp für Ausländer verhängte, blieb die Tafel in Potsdam bei ihrem Konzept, alle Menschen zu versorgen.

Mehr zum Thema: Auf Tour mit der Potsdamer Tafel

Imke Eisenblätter ist heute noch davon überzeugt, das Richtige getan zu haben. „Es herrscht ein gutes Miteinander, wir haben keine Probleme“, sagt sie. Die Tafel könne bei Integration sogar einen wichtigen Beitrag leisten. Gerade für Geflüchtete, die keine Arbeit finden und auf Arbeitslosengeld angewiesen sind, könne der wöchentliche Gang zur Tafel dabei helfen, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten.

Es werden dringend Fahrer und andere Helfer gesucht

Rund zehn Tonnen Lebensmittel oder Gebrauchsgüter, die nur noch kurze Zeit haltbar sind, werden jede Woche bei verschiedenen Supermärkten und Bäckern abgeholt und zur Tafel gefahren. Etwa 130 ehrenamtliche Mitarbeiter helfen insgesamt bei der Organisation. Um weiterhin den Tafelbetrieb aufrecht zu erhalten, sucht der Potsdamer Verein dringend Helfer, vor allem Fahrer und Beifahrer.

Interessenten melden sich per E-Mail bei info@potsdamer-tafel.de oder unter 0331/270 58 89.

Von Jonas Nayda

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