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Die Premium-Pauker

Zum zweiten Mal hat das Land einen Preis für die besten Lehrer verliehen – reichlich Lob ging auch nach Potsdam und Werder Die Premium-Pauker

Den ältesten aller Lehrerwitze kann Thomas Jandt inzwischen belächeln: Was hat der Lehrer? Vormittags recht und nachmittags frei. Haha...„Dass das nicht stimmt, weiß doch jeder“, sagt Thomas Jandt.

t. Vorurteile jucken ihn längst nicht mehr – ihm fehlt schlichtweg die Zeit, sich darüber zu ärgern: Thomas Jandt unterrichtet nicht nur an der Gesamtschule „Peter Joseph Lenné“ in Potsdam Mathematik und Informatik, er leitet auch den Schulförderverein, pflegt die Homepage, betreut zwei Schülerfirmen und das Schulradio, hat den Computerclub etabliert und maßgeblich an der Profilierung der Schule mitgewirkt.

Für dieses herausragende Engagement ist der 48-Jährige jetzt mit dem Brandenburgischen Lehrerpreis 2012 ausgezeichnet worden. Der Preis ist jung – das Land hat ihn erst zum zweiten Mal verliehen und wurde reichlich dafür gescholten, dass es seine Besten lediglich mit einem gravierten Kugelschreiber prämiert. Aber auch das nimmt Thomas Jandt gelassen. „Vielleicht sollten wir dem Bildungsministerium einen Moment Zeit zum Nachdenken lassen“, sagt er. „Ein wenig Fördergeld für ein, zwei Schulprojekte wäre schon schön – etwas, das den Schülern zugute kommt.“

Bis auf Weiteres zählt die Geste. Mit dem Preis ehrt das Land – stellvertretend für all seine Lehrkräfte – besonders rührige Pädagogen. Die Vorschläge kommen von der Basis: Schulkonferenzen, Eltern und Schüler geben den ersten Tipp. Die staatlichen Schulämter treffen eine Auswahl. Schließlich kürt eine Jury mit Vertretern des Landeseltern- und des Landesschülerrats pro Landkreis und kreisfreier Stadt einen Premium-Pauker – so räumen letztlich 20 Lehrerinnen und Lehrer ab.

Auch Ingeburg Lockowandt von der Carl-von-Ossietzky-Oberschule in Werder sowie die Potsdamerinnen Manuela Herrmann von der Grundschule „Am Priesterweg“ und Regina Ziegler vom Oberstufenzentrum „Johanna Just“ waren nominiert und zum Festakt mit offizieller Verkündung der Gewinner in die Staatskanzlei eingeladen.

Ingeburg Lockowandt, Jahrgang 1952, setzt sich beharrlich für sozial benachteiligte Schüler ein. Die Bio-Chemie-Lehrerin hat zudem die Arbeitsgemeinschaft „Gemeinsam statt einsam“ gegründet, in der sich Schüler und Senioren zum Kochen, Spielen und Plaudern treffen und in der „Unser Werderaner Kochbuch“ entstanden ist.

Manuela Herrmann, geboren 1950, unterrichtet ihre Fächer Musik und Englisch laut Laudatio mit Herzblut. Sie achtet einfühlsam auf besondere Lebenssituationen der Schüler und ihrer Familien, entdeckt und fördert Begabungen, löst Hemmungen und stärkt das Selbstbewusstsein der Kinder.

Regine Ziegler schließlich, Jahrgang 1950, ist eine Frau enormer Tatkraft. Sie gibt Agrarwirtschaft und Politische Bildung und sucht stets nach neuen Wegen in der Ausbildung. Sie legt Wert auf einen höflichen und wertschätzenden Umgang der Jugendlichen untereinander. Wie ihre Mitnominierten ist für sie Schule mehr als ein Ort reiner Wissensvermittlung – ein Ort, der auf das Leben vorbereitet. (Von Nadine Fabian)

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