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Potsdam Die Sanssouci Biber müssen umziehen
Lokales Potsdam Die Sanssouci Biber müssen umziehen
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18:44 21.02.2018
Für die Biber wird eine künstliche Burg gebaut. Quelle: picture alliance / Patrick Pleul
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Sanssouci

Die Biber im Park Sanssouci müssen umziehen: Wie die Schlösserstiftung mitteilt, werden die Tiere an einen neuen Standort am Templiner See umgesetzt. Zugleich werde bis Mitte Januar 2018 ein Sicherheitszaun im Bereich südlich des Maschinenteichs errichtet, um eine erneute Einwanderung der Tiere zu verhindern. Deshalb müsse der Parkeingang Maschinenteich/Wehr ab heute für den Besucherverkehr gesperrt bleiben.

Umsetzen wegen massiven Schäden erforderlich

„Das Umsetzen der Biber ist aufgrund der von ihnen in den vergangenen Jahren verursachten massiven Schäden erforderlich geworden“, so Stiftungssprecher Frank Kallensee. Die Population sei seit 2011 auf 5 bis 7 Tiere angewachsen, die durch das Anstauen der Parkgewässer mit Geäst und Schlamm den Abfluss am Wehr – südlich des Maschinenteichs – so stark beeinträchtigen würden, dass es immer wieder zu Überflutungen von Wiesenflächen komme.

Die schwankenden Wasserstände würden zudem Gebäude wie die Römischen Bäder, die Meierei am Kuhtor, das Chinesische Haus oder Brückenbauwerke gefährden, die auf Holzpfählen gegründet sind, die ein gleichbleibendes Wasserniveau im Untergrund benötigen, so Kallensee. „Außerdem können zu hohe Wasserspiegel zu gravierenden Feuchtigkeitsschäden oberhalb der Sperrschichten im Mauerwerk führen.“

Die Biber-Schutzzäune. Quelle: Hajo von Cölln

Umsetzung an den Templiner See

Darüber hinaus seien trotz Baumschutzmaßnahmen, wie zum Beispiel „Drahthosen“, durch Verbiss erhebliche Verluste in der bis zu 300 Jahre alten Vegetation an den Römischen Bädern, am Parkgraben oder in der Partie am Chinesischen Haus zu beklagen. „In der Parkgärtnerei wurden ganze Zierpflanzenkulturen vernichtet“, berichtet Kallensee. In den Uferzonen des Maschinenteichs, Parkgrabens und Friedensteichs, wo sich auch zwei Biberburgen befinden, seinen ganze Bereiche unterhöhlt, was nicht nur die Verkehrssicherheit für die Besucher stark einschränke, sondern auch Uferabbrüche und Ausspülungen zur Folge habe. Insgesamt sind laut Schlösserstiftung allein in den vergangenen dreieinhalb Jahren Schäden in Höhe von mehr als 100 000 Euro entstanden.

Die Biber werden nun bis Mitte November durch den Bisamfänger des Wasser- und Bodenverbands Nauen in Lebendfallen gefangen. Anschließend erfolgt die Umsetzung an den Templiner See, wo die Stiftung eine künstliche Biberburg als Angebot eines neuen Quartiers errichten wird. Die mit der unteren Naturschutzbehörde der Landeshauptstadt Potsdam und dem Landesumweltamt Brandenburg abgestimmte Maßnahme wird umfassend dokumentiert und vom ehrenamtlichen Biberbeauftragten der Stadt sowie einem Biber-Experten aus Sachsen-Anhalt begleitet. Die Kosten inklusive Errichtung des Sicherheitszaunes belaufen sich laut Stiftung auf 35 000 Euro.

Von MAZonline

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