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Potsdamer Abgeordneten feiern sich

25 Jahre Stadtparlament von Potsdam Potsdamer Abgeordneten feiern sich

Mit 115 Abgeordneten hat Potsdams Stadtverordnetenversammlung die Nachwendezeit betreten, 56 sind es heute. Die Probleme indes sind nicht kleiner geworden. Am Freitag hat das Stadtparlament eine vor allem positive Bilanz ihres Wirkens gezogen.

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Jann Jakobs (li.) als OB von heute, Horst Gramlich als der des Anfangs

Quelle: Bernd Gartenschläger

Nauener Vorstadt. Jann Jakobs hat zu Hause einen Hund: „Lucy“ heißt der kleine Jack Russel Terrier und gehorcht auf’s Wort. „Wenn ich Scharfenberg sage“, erzählt der Oberbürgermeister, „knurrt und bellt er.“ Schallendes Gelächter am Freitagabend im Plenarsaal der Stadtverordnetenversammlung, das hier 25 Jahre Demokratie Revue passieren ließ. Jakobs genoss es, seinen Lieblingsgegner von den Linken aufzustacheln, ohne dass der zur Gegenrede anheben konnte, wie das sonst immer passiert bei den Sitzungen der Stadtverordneten. Scharfenberg trug es mit Fassung, ist er doch neben seiner Parteikollegin und Stadtverordnetenvorsteherin Birgit Müller der einzige Kommunalpolitiker, der von Anfang an und ohne Pause dabei ist. Ein Tagesschaufilmchen mit Nachrichtensprecher Johannes B. Kerner offenbarte, wie jung und tatendurstig so viele Abgeordnete der ersten Stunde waren, die zur Feierstunde kamen. Ex-Minister Rainer Speer etwa, der schmunzelnd zusah, wie Stadtpräsident Helmut Przybilski im Film die Abgeordneten ermahnte, dieses Haus sei „kein Ort für Parteiengezänk“ und kein „Forum für Profilierungssüchtige“.

Oberbürger Horst „Hotte“ Gramlich saß neben Jakobs, der Potsdam eine Entwicklung von der „Jammerhauptstadt des Ostens“ zur Wachstumshauptstadt attestierte. Potsdam sei diskussionsfreudig, konfliktträchtig und die Hauptstadt der Bürgerinitiativen, sagte er und erinnerte an die schweren „Momente“ der Stadt, die bis zur Jahrtausendwende unzählige Wegzügler ins Umland hatte und heftige Steuerverluste. Mit der Eingemeindung kehrte sich das um: „Jetzt wollen die alle wieder schnell auf guten Straßen in die Stadt zurück.“

Kleine Show-Gefechte lieferte sich Jakobs mit Stadtpräsidentin Müller, die ihm „vorwarf“, am liebsten würde er alles ganz allein entscheiden wie einst König Friedrich II.. Kammerherr Ernst Ahasverus Heinrich Graf von Lehndorff in Gestalt des Schauspielers Hans-Jochen Röhrig war aus Friedrichs Zeit in die Gegenwart geeilt, um Jakobs und Müller auszufragen und den Kopf zu schütteln darüber, dass „ein Weibsbild dem Oberbürgemeister ins Wort fallen“ dürfe.

Immerhin, so trumpfte Müller auf, sei sie in 200 Jahren Stadtverordnetenversammlung die einzige Frau an der Spitze dieses Gremiums.

Von Rainer Schüler

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