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Potsdam Die Stunde der Laboranten
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19:57 02.05.2013

Phillip Langer, einer der Gründer des Laboratoriums, will damit einen Treffpunkt für die vielen Beteiligten des Aktionstages anbieten. Zu dem für ihn ersten Tag der offenen Ateliers im vergangenen Jahr war er überrascht, wie viele Künstler es in Potsdam gibt.

Seit 15 Jahren gibt es den Tag der offenen Ateliers, zu dem das Publikum in die Arbeitsstätten privat arbeitender Künstler ebenso wie zu Künstlergruppen und Ateliergemeinschaften eingeladen wird. In diesem Jahr sind 30 Einzelateliers und Gemeinschaften mit insgesamt mehr als 50 Künstlern dabei. Das traditionell umfangreichste Programm bieten die Künstler der Ateliergemeinschaft Neue Panzerhalle Groß Glienicke, die in einem gemeinsamen Angebot „Was ist Ihnen ein Kunstwerk wert?“ als bargeldfreie Variante den Tausch von Kunst gegen Gegenstände und Dienstleistungen offerieren. Als Geheimtipp gelten sieben Künstler, die ihre Ateliers in den Räumen der zum Jahreswechsel geschlossenen Galerie Oswald am Neuen Palais haben.

Die Geschichte des Laboratoriums Haus 1 begann vor gut drei Jahren mit dem von Phillip Langer und der Designkünstlerin Irina Maslennikova initiierten Projekt „UnARTich“ im studentischen Kulturzentrum Kuze in der Hermann-Elflein-Straße, einer unkonventionellen Kunstausstellung mit mehreren Dutzend Beteiligten.

Max Dalichow, gleichermaßen im Kuze wie im Freiland aktiv, lotste die Jungkünstler 2011 kurz nach der Eröffnung des neuen Jugendkulturzentrums an der Friedrich-Engels-Straße in das Haus 1, in dem früher Büros und Werkstätten untergebracht waren. Mittlerweile ist die Gruppe auf zehn Künstler zwischen 20 und 30 Jahren angewachsen, die in unterschiedlichsten Genres von Fotografie und Film über Medien und Design bis zur bildenden Kunst tätig sind. Der Name Laboratorium verdankt sich einer gleichnamigen, von der Schauspielerin und Regisseurin Bianca Baalhorn angestoßenen Filmproduktion, die im September 2012 im Filmmuseum uraufgeführt wurde. Zu den regelmäßigen Angeboten zählen Mittwochskurse im Wechsel zu Akt- und Porträtmalerei. Dass die Spiel- und Wirkungsstätte der Gruppe Laboratorium Haus 1 auch für andere Künstler attraktiv sein kann, bewies das kaum zwei Wochen zurückliegende Gastspiel mit Performance und einer Ausstellung von 30 Aktivisten des 2012 geräumten Berliner Kunsthauses Tacheles.

Zu den Attraktionen der Laboranten zum Tag der offenen Ateliers zählt neben einer eigens gehängten Kunstausstellung ein Tonprojekt von Steven Krauß, das die Reste der einstigen Autowerkstatt im Haus zum Klingen bringt, eine Malperformance mit einem Matchboxauto von Jenny Alten und Kurse in altmeisterlicher Porträtmalerei mit Gregor Bednasch, einem Freund und Mentor der jungen Künstlergruppe.

Tag der offenen Ateliers, Sonntag 11–18 Uhr, das komplette Programm und alle Adressen auf www.potsdam.de. (Von Volker Oelschläger)

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