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Potsdam Die Tropenhalle als Trauerspiel?
Lokales Potsdam Die Tropenhalle als Trauerspiel?
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20:39 03.05.2017
Blütenpracht in der Biosphäre. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam, Bornstedter Feld

Die Debatte um den Erhalt der Biosphäre als modifizierte Tropenhalle geht weiter. Die Stadtverordneten haben diesen Vorschlag der Verwaltung am Mittwoch zur Diskussion in die Ausschüsse überwiesen. Wie berichtet, geht es darum, bis Jahresende einen Privatinvestor für den Betrieb des defizitären Dschungelparadieses zu suchen. Der auf 20 Jahre zweckgebundene Betrieb wäre an Vorgaben gebunden; unter anderem sollen die Arbeitsplätze erhalten bleiben. Im Gegenzug würde der Investor einen städtischen Zuschuss in Höhe von 1,9 Millionen Euro pro Jahr bekommen, der allerdings perspektivisch reduziert werden soll.

Erbaut wurde die Biosphäre als Bundesgartenschau-Halle. Quelle: Bernd Gartenschläger

Unterdessen mehren sich die Stimmen, die Kritik am Weiterbetrieb der Ex-Buga-Halle als Dschungelparadies äußern. „Die defizitäre Biosphäre soll wohl auch in Zukunft ein Subventionsgrab bleiben“, kritisiert der Linken-Stadtverordnete Michél Berlin: „Es sollte nicht noch mehr Geld verbrannt werden, das sinnvoll eingesetzt werden könnte, um auf Halde liegende oder unterfinanzierte Projekte der Stadt zu fördern.“ Geld fehle für Kitas, Jugendfreizeiteinrichtungen und für den Ausbau der Radwege. Bedarf sieht Berlin auch im Kulturbereich, insbesondere der Subkultur.

Auch die Grünen fordern, „vor einer europaweiten Ausschreibung zur Weiternutzung der Biosphäre als Tropenhalle weitergehende Ideen für den Standort zu prüfen“.

Viele Schulklassen besuchen die Tropenhalle als Lernort. Quelle: dpa-Zentralbild

Die Grünen wünschen sich einen Bürgertreff, einen Jugendklub, Gastronomie und Sportanlagen sowie Hortplätze. „Das geplante Vorgehen der Stadt ignoriert, dass im Wohnviertel Bornstedter Feld Angebote für urbanes Leben fehlen“, argumentiert Fraktionschefin Janny Armbruster. Die Biosphäre sollte nicht nur als Tropenhalle, sondern auch anderweitig genutzt werden. Ein Änderungsantrag der Grünen zur Verwaltungsvorlage ist von den Stadtverordneten ebenfalls in die Ausschüsse zur Diskussion überwiesen worden.

Wie berichtet, hat die SPD-Fraktion kürzlich eine Arbeitsgruppe gebildet, die zusammen mit Vertretern des Ortsvereins Mitte-Nord die Verwaltungsvorlage zur Biosphäre intensiv prüft und weitere Alternativen betrachtet. Ziel sei die stärkere Berücksichtigung von Bedarfen des Potsdamer Nordens, hieß es. Dazu zählen eine Jugendfreizeitstätte, ein Bürgertreff und Anlagen für den Breitensport. Auch die Kosten für den Unterhalt des Gebäudes müssten reduziert werden, fordert Fraktionschef Pete Heuer.

Von Ildiko Röd

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