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Potsdam Die Wasserwacht ist gut gerüstet
Lokales Potsdam Die Wasserwacht ist gut gerüstet
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00:18 01.05.2017
Mit dem Spineboard retten Björn Eckstein und seine Kollegen von der Wasserwacht verunglückte Personen, bei denen eine Wirbelsäulenverletzung droht. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Babelsberg

Eine verlockende Wirkung haben die Freibäder Potsdams nach dem Aprilwetter und niedrigen Temperaturen der vergangenen Tage noch nicht. Pünktlich zur Eröffnung der Freibadsaison am Sonntag sind zwar ein Temperaturanstieg auf fast 20 Grad und mehrere Sonnenstunden angesagt. Ob sich das gute Wetter auch nach dem Anbaden hält, ist allerdings ungewiss. Nichtsdestotrotz sind das Waldbad Templin und das Stadtbad im Babelsberger Park vorbereitet. Bis zu 1000 Stunden werden dann einige Potsdamer die ganze Saison über dort verbringen – nicht als Badegäste, sondern als Retter in der Not. Einer von ihnen ist Björn Eckstein. Der 31-Jährige ist Taucher bei der Wasserwacht Potsdam und sorgt mit weiteren 70 aktiven Vereinsmitgliedern für die Sicherheit aller Badegäste.

„Für uns hat die Vorbereitung schon mit dem Ende der alten Saison im September begonnen“, sagt Eckstein. Bis zum Februar nahmen die Mitglieder der Wasserwacht an verschiedenen Kursen teil. Die Erste Hilfe wurde dabei aufgefrischt, auch Rettungsschwimmkurse und andere Ausbildungen wurden absolviert, damit alle freiwilligen Helfer für den Saisonstart fit sind. Anschließend fanden weitere Übungen in Schwimmhallen statt. „Dort üben wir dann den Umgang mit den Rettungsmitteln“, sagt Eckstein.

Wilde Badestellen werden immer beliebter

Während der Kurse wird auch auf „regionale Gefährdungen“ eingegangen. Immer mehr Badegästen sei der Eintritt von vier Euro pro Person in den städtischen Freibädern zu teuer, sagt der ehrenamtliche Rettungstaucher. Die Beliebtheit wilder Badestellen steige. Auch in der Nähe des Stadtbads im Babelsberger Park sehen er und seine Kollegen oft Schwimmer an unbeaufsichtigten Stellen. Im vergangenen Jahr führte das beispielsweise zu einer schweren Verletzung an der Wirbelsäule. „Beim Sprung ins Wasser ist die Person mit dem Kopf auf dem Grund aufgeschlagen“, sagt Eckstein. Er rät deshalb dringend von wilden Badestellen ab. „Die bewachten Bereiche sind sicherer, weil professionelle Hilfe im Notfall schnell vor Ort ist.“

Zum ersten Mal stiegen Mitglieder der Potsdamer Wasserwacht bereits zu Ostern in die freien Gewässer der beiden Stadtbäder. „Zwei Tage lang haben wir den Grund nach Müll und Unrat abgetaucht“, sagt Björn Eckstein. Insgesamt neun Ehrenamtliche sind ausgebildete Taucher im Rettungsdienst, auch Eckstein gehört dazu. Glasflaschen und Dosen holen sie bei der Reinigungsaktion hauptsächlich hoch, die alljährlich vor dem Beginn der Freibadsaison stattfindet. Aber auch große Äste, an denen sich Badegäste verletzen könnten.

Stets sieben Personen der Wasserwacht in jedem Freibad

Mit allen 71 aktiven Mitgliedern wird die Potsdamer Wasserwacht von Sonntag an bis zum 15. September, wenn die Freibadsaison offiziell endet, am Heiligen und Templiner See vor Ort sein. „Unabhängig vom Wetter versuchen wir immer mindestens sieben Personen in jedem Bad zu haben“, sagt der 31-Jährige. Nicht alle Mitglieder der Wasserwacht bestreiten gleich viele Schichten. „Einige von uns sind an jedem Wochenende in einem der Bäder“, sagt Björn Eckstein. Er selbst schaffe es aus beruflichen Gründen nur an vier bis fünf Wochenenden in der Saison.

Info: Am Sonntag um 10 Uhr beginnt das Familienfest zur Eröffnung der Freibadsaison im Waldbad Templin. Der Eintritt ist frei. Auch das Stadtbad Park Babelsberg öffnet am Sonntag.

Von Victoria Barnack

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