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Die Welt steht Kopf am HPI

Die Berliner Agentur „insglück“ setzt das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut auf der Computermesse Cebit in Szene Die Welt steht Kopf am HPI

„Es war einfach der Spirit“, beschreibt der gelernte Regisseur und jetzige Creative Director bei der Berliner Agentur „insglück“, Christopher Werth, seinen Eindruck vom Hasso-Plattner-Institut (HPI).

„Es herrscht dort ein ganz frischer Geist. Es gibt Ehrgeiz, Tempo und den Willen zur Exzellenz.“ Zusammen mit seinen Kollegen hatte er sich im Dezember mit HPI-Direktor Christoph Meinel und Institutssprechern Hans-Joachim Allgaier und Katrin Augustin über den Messestand des Instituts für die Cebit (5. bis 9. März in Hannover) unterhalten. Das HPI ist in Werths Augen vor allem eine Schmiede junger Querdenker, die unkonventionelle und praktische Lösungen für aktuelle Probleme der Informatik liefern.

Diesen „Spirit“ des Querdenkens soll fünf Tage lang der fertige HPI-Stand in der Messehalle 9 vermitteln. In einem Hausmodell von 80 Quadratmetern Größe wird der Besucher zunächst in einem auf dem Kopf gestellten Wohnzimmer empfangen. Tische und Stühle hängen an der Decke. Von dort wachsen den Besuchern auch künstliche Zimmerlinden entgegen. Die dominierenden Farben Rot, Bordeaux und Gelb spielen auf das Logo der Softwareschmiede an. Beworben wird mit dem ungewöhnlichen Design vor allem das neue Online-Angebot des HPI.

Unter „www.openhpi.de“ können Interessenten weltweit derzeit an Informatikkursen teilnehmen und sogar ein Zertifikat erwerben. „Egal, wo ich bin, ich kann überall neue Perspektiven zum Thema Informationstechnologien erleben“, beschreibt Werth diese Art der Internetvorlesung. Den Eindruck einer neuen Perspektive solle das kopfstehende Wohnzimmer versinnbildlichen. Zugleich stelle das Modell dar, dass das HPI „kein normales Haus“ sei.

„Wir sind in gemeinsamen Gesprächen auf die Idee des Hauses gekommen“, sagt Institutsleiter Christoph Meinel. Während der Empfangsbereich mit dem auf den Kopf gestellten Wohnzimmer vor allem ungewöhnliche Perspektiven darstelle, stehe die Küche dieses Hauses für den „Maschinenraum“ des Plattner-Instituts. In der Küchenzeile sind Bildschirme eingelassen. Besucher können sich interaktiv über aktuelle Forschungen informieren.

Unter anderem wird das HPI unter dem Motto „Bring dein Wissen voran, gewinne neue Perspektiven“ Forschungsergebnisse präsentieren, die bisherige Voraussetzungen der Informatik ebenfalls auf den Kopf stellen. So weist die „In-Memory-Technik“ dem Hauptspeicher eines Rechners neue Funktionen zu. Er fasst viel größere Datenmengen als früher. Das durch Arbeiten am Lehrstuhl von Hasso Plattner ermöglichte System wird heute zum Beispiel auch von der SAP vermarktet. Präsentiert wird es am HPI-Stand unter dem Stichwort „Durchblick auf die Blogossphäre“ (siehe unten).

Außerdem präsentiert das HPI neue Apps für Elektromobile. Die am HPI entwickelte Technologie sagt, wo man sein Elektromobil unterwegs aufladen und mit anderen Verkehrsmitteln weiterfahren kann. Nicht zuletzt lernen die Besucher im „Vorgarten“ des Hauses die Erfinderschule „School of design thinking“ kennen. Hier darf das Publikum mit den Mitarbeitern selbst ungewöhnliche Lösungen entwickeln.

Noch existiert das ungewöhnliche Messehaus nur in Form einer bunten Animation. Ob das ästhetische Konzept der Agentur aufgehe, müsse der 5. März beweisen, sagt Direktor Meinel. „Es wird schon eine Überraschung sein, wenn ich am Montag zum ersten Mal dort stehe.“

Aber selbst wenn das Publikum irritiert sein sollte, Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) will sich die neuen Ideen am HPI keinesfalls entgehen lassen. Er hat seinen Besuch an dem ungewöhnlichen Stand bereits angekündigt. (Von Rüdiger Braun)

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