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Die bemerkenswerte Kommunikation der Polizei

Gerüchte auf Twitter und Facebook entkräftet Die bemerkenswerte Kommunikation der Polizei

Am Tag des Bombenalarms auf dem Weihnachtsmarkt in Potsdam hat die Polizei in Brandenburg die Bevölkerung in den sozialen Medien über jeden Schritt informiert und mit ihren Posts und Tweets so manchem Gerücht die Grundlage entzogen. Vorbild ist ein Fall aus München.

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Am Freitagabend wurden in Potsdam Teile des Weihnachtsmarktes wurden geräumt.

Quelle: Friedrich Bungert

Potsdam. Bemerkenswert an dem Terroralarm am Freitag in Potsdam ist auch die Kommunikationsstrategie der Polizei. Das Potsdamer Polizeipräsidium, das zuletzt seine digitale Präsenz deutlich erhöht und seine Pressestelle verstärkt hatte, hat Lehren aus dem Amoklauf von München im Jahr 2016 gezogen. Damals steuerte die dortige Öffentlichkeitsarbeit die Informationspolitik klug über Kanäle wie Twitter und konnte auf diese Weise schnell auf die aktuelle Lage reagieren. Am Freitag taten es die Potsdamer ihren bayerischen Kollegen gleich. Gleich den ersten Warnhinweis schickte das Präsidium per Twitter in die Welt. Außerdem richteten die Social-Media-Beamten einen eigenen Twitterkanal ein, der sich nur mit Details zu dem Potsdamer Fall befasste.

Die Polizisten nutzten den Kanal auch für die Bitte, „jegliche Spekulationen um den gefundenen Gegenstand zu vermeiden. Denn die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen“, hieß es gegen 18 Uhr. Als Grund für diese Aufforderung zur Besonnenheit wurden kursierende Gerüchte genannt.

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Potsdam, 1. Dezember 2017 – Riesenaufregung am Freitagnachmittag in der Innenstadt von Potsdam. An eine Apotheke in der Brandenburger Straße war ein verdächtiges Paket geliefert worden. Das verdächtige Paket wurde von Spezialkräften entschärft. Der Weihnachtsmarkt und die Dortustraße waren stundenlang abgesperrt.

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Auch verwendete die Polizei ihren Twitter-Auftritt, um irreführende Meldungen zu relativieren. So bestand die Pressestelle trotz anderslautender Medienberichte am frühen Abend darauf, dass noch kein Sprengstoff in der Metallröhre identifiziert worden sei. Diese direkten Reaktionen auf öffentliche Diskussionen sind etwas völlig Neues bei der Landespolizei.

Potsdams Sozialbeigeordneter Mike Schubert (SPD) bedankte sich am Abend bei der Polizei für ihre besonnene Kommunikation. Die Stadt setzt im Übrigen selbst ein Zeichen: Die Behörden haben noch am Abend entschieden, dass der Weihnachtsmarkt auf der Brandenburger Straße am heutigen Samstag stattfinden wird – die Botschaft lautet: Wir lassen uns nicht einschüchtern. Nach Polizeiangaben wird es eine verstärkte Polizeipräsenz geben. „Wir ziehen jetzt Kräfte zusammen“, sagte ein Polizist der MAZ. Polizisten sollen auf den Weihnachtsmärkten in Brandenburg verstärkt Streife laufen, „vor allem in Potsdam“, wie ein Sprecher des Lagezentrums am Samstagmorgen sagte.

Wie lange und auf welchen Märkten mehr Beamte eingesetzt würden, hänge maßgeblich von den Ermittlungsergebnissen ab – ob Fake oder echter Sprengsatz, das sei entscheidend.

Von Ulrich Wangemann

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