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Potsdam Die ersten Künstler im Rechenzentrum
Lokales Potsdam Die ersten Künstler im Rechenzentrum
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13:08 05.08.2015
Künstler und Förderer des Kunsthauses im alten Rechenzentrums am Dienstag nach der Unterzeichnung des Betreibervertrages. Quelle: Jacqueline Schulz - meistermaedchen.de
Potsdam

Seit einer Woche können sich Künstler und andere Kreative bei der Betreibergesellschaft SPI um Räume im Alten Rechenzentrum bewerben. Am Dienstag wurde der Betreibervertrag unterzeichnet. 90 Räume stehen ab dem 1. September bereit, 25 davon sind nach Angaben des Potsdamer SPI-Chefs Andreas von Essen bereits reserviert.

Als einer der Ersten meldete sich der aus Holland stammende Maler Menno Veldhuis (40), der in seiner Heimat Kunst und Kunstgeschichte studierte und 2004 nach Potsdam kam. Erfahrungen mit Ateliergemeinschaften sammelte er bereits in der Seestraße und in der Scholle 51. Jüngstes Kunstprojekt war eine Installation zum Localize-Festival, am 5. September eröffnet er eine neue Ausstellung in der Galerie 21, Hermann-
Elflein-Straße.

Einen Raum zum Schreiben sucht Petra van Laak (49), die seit 2005 in Potsdam lebt und neben ihrer Arbeit als Schriftstellerin eine Agentur für Gebrauchstexte mit Büros am Neuen Markt in Potsdam und in der Bülowstraße in Berlin betreibt.

Auch Katrin Seifert (52) will mit einem Atelier im Alten Rechenzentrum Platz für eigene künstlerische Betätigung finden. Aktuell studiert sie begleitend zu ihrer Arbeit als Kunsttherapeutin in Berlin im dritten Semester Kunst an der Schule für bildende Kunst und Gestaltung am Prenzlauer Berg.

Die Fotokünstlerin Karin Tondorf alias K.T. Blumberg (62) ist dem Potsdamer Publikum durch Ausstellungen unter anderem in der Landeszentrale für politische Bildung, in der Galerie Ruhnke und im Kunsthaus Sans titre, Französische Straße 18, bekannt, wo sie aktuell mit „Relax. If you can“ Alpenlandschaften am touristischen Abgrund zeigt. Blumberg lebt seit 20 Jahren in Seddiner See und will mit ihrem Atelier ins Rechenzentrum.

Gabriele Zimmermann (57) gründete 1998 mit der „Musikstube im Holländischen Viertel“ eine private Musikschule, unterrichtet seit 2000 in der Werderaner Eisenbahnstraße 190 und will wieder eine Dependance in Potsdam eröffnen. 20 Quadratmeter reichen für ein Klavier und zwei Gitarrenschüler, sagt sie.

Matthias Herz (29) unterrichtet im Hauptberuf in einem Berliner Gymnasium Sport und Mathematik. Als „Prinz Apfel“ stellt er seit 2007 gemeinsam mit seiner Schwester und einer Freundin mit Stift und Computer künstlerisch gestaltete Kalender her. Die Wohnung in Potsdam-West ist für die Technik längst zu klein, deshalb will er nun ins Rechenzentrum.

Von Volker Oelschläger

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