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Die letzten Baufelder gehen an den Markt

Potsdam Bornstedter Feld Die letzten Baufelder gehen an den Markt

Das Bornstedter Feld – Potsdam Entwicklungsmaßnahme des ehemaligen Militärareals – misst 140 Hektar. 122 davon sind bereits vergeben oder sogar entwickelt. Jetzt gehen die letzten 18 Hektar auf den Markt – für 800 Einheiten im Geschosswohnungsbau und einige Einfamilienhäuser. 2020 ist dann plangemäß alles fertig – eine Blaupause für Krampnitz.

Georg-Hermann-Allee, Potsdam 52.4179782 13.0502682
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Horst Müller-Zin­sius, Chef der Pro Potsdam, ist stolz auf Deutschlands erfolgreichste Entwicklungsmaßnahme

Quelle: Friedrich Bungert

Bornstedter Feld. Wenn die Stadtverordneten am 14. September über den Bebauungsplan zur „Roten Kaserne West“ befinden, dann geben sie zeitgleich den Startschuss für den Endspurt der Entwicklungsmaßnahme Bornstedter Feld. Rund 87 Prozent sind nämlich erschlossen, vergeben und bebaut, nur die Rote Kaserne West (8,9 Hektar) und ein Teil der Gartenstadt (6,6 Hektar) fehlen noch. Dann könnte bis 2020 wirklich ein Schlussstrich unter „Deutschlands erfolgreichste Entwicklungsmaßnahme“ – wie sie in der Branche genannt wird – gezogen werden.

Rund 7750 Wohneinheiten sind im gesamten Bornstedter Feld geplant, fertig oder in Umsetzung sind knapp 88 Prozent. Von den verbleibenden 950 Wohneinheiten fallen rund 800 in den Geschossbau an der Roten Kaserne West und noch einmal 88 Einfamilienhausparzellen in der Nördlichen Gartenstadt. Letztere werden ab sofort bis zum dritten Quartal 2019 vergeben, mit Parzellengrößen von 406 bis 977 Quadratmetern für frei stehende Einfamilienhäuser.

Die Rote Kaserne West wird in zwei Teilen erschlossen und vermarktet: Zunächst östlich der Georg-Hermann-Allee im nächsten Jahr (die Erschließung kostet zirka 4,4 Millionen Euro), dann 2018 westlich der Allee (900 000 Euro). Wenn die Verlängerung des Tramastes zum Jungfernsee, die Mitte September startet, abgeschlossen ist, wird die Wendeschleife der Tram wieder abgerissen. Vertrieben werden die Flächen für die Rote Kaserne in vier Scheiben, um hohe Preise zu erzielen: Anfang 2017 rund 22 000 Quadratmeter für 250 Wohneinheiten, Ende 2017 19130 Quadratmeter für 200 Wohneinheiten, Mitte 2018 15 000 Quadratmeter für 160 Wohneinheiten und Ende 2018 21 500 Quadratmeter für 185 Wohneinheiten. Nach der Auslegung, Bürgerbeteiligung und Überarbeitung des Bebauungsplans ist nun sichergestellt, dass alle Einrichtungen, die aus heutiger Sicht außerhalb des eigentlichen Volksparks liegen, sich dort wiederfinden – wenn auch an anderer Stelle. Das gelte für den Zirkus Montelino ebenso wie für Beachvolleyballfeld, Biosphärenparkplätze, Grillzone, Partygärten, ViP-Betriebshof und Grünes Klassenzimmer, versicherte Horst Müller-Zinsius, Chef der städtischen Immobilienholding Pro Potsdam, zu der der Entwicklungsträger Bornstedter Feld gehört. Wenn alles gelingt, ist die 140 Hektar große Entwicklungszone punktgenau im Jahr 2020 komplett bebaut. „Entgegen vieler Irrmeinungen wird der Volkspark nicht verkleinert, er ist sogar größer als 1993 geplant“, so Müller-Zinsius. Bei der Immobilienmesse Expo Real will die Pro Potsdam noch in diesem Jahr mit der Vermarktung der Flächen beginnen.

Läuft alles wie vorgesehen, geht die Pro Potsdam mit einem Defizit von 7,8 Millionen Euro aus der Maßnahme – das wäre ein überragendes Ergebnis und überträfe die eigenen Hoffnungen, speziell aus den 1990er und 2000er Jahren. Mehr als 400 Millionen Euro haben der Entwicklungsträger und die Stadt dann zur Entschließung und Vermarktung bewegt und jeder Euro zog private Investitionen von drei Euro nach sich – insgesamt also über eine Milliarden an Investitionen ermöglicht. Langeweile wird beim Entwicklungsträger dann aber nicht einkehren: „Wir haben jetzt die perfekte Blaupause für Krampnitz“, versicherte Horst Müller-Zinsius.

Rote Kaserne West

Das zu bebauende Areal entlang der Georg-Hermann-Allee wird mit großen Geschosswohnungsblöcken entwickelt.

Ob es auch genug Geschäfte oder Supermärkte gibt, hänge von den Bauherren ab, sagt die Pro Potsdam. Über einen Mangel daran klagen Anwohner schon heute.

Die zur Pro Potsdam gehörende Gewoba will dort auch selbst bauen.

Von Jan Bosschaart

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