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Die modernste Sporthalle der Stadt

Potsdam – Nauener Vorstadt Die modernste Sporthalle der Stadt

Lange wurde über die Zustände an der uralten Sporthalle an der Kurfürstenstraße geklagt, dann noch einmal lang über die Außenarchitektur eines Neubaus gerungen, doch dann ging der Bau rasant: Am Mittwoch nun konnten drei Schulen und vier Vereine die neue Halle in Betrieb nehmen. Das Schicksal der alten, die daneben steht, steht indes noch in den Sternen.

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Eine schicke neue Halle zum Training haben die vier- bis achtjährigen Mädchen vom Leistungsstützpunkt für Rhythmische Sportgymnastik.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Nauener Vorstadt. Wäre es nach Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) gegangen, so hätte er wohl lieber eine hochkomplexe Lüftungsanlage mit angebauter Turnhalle eingeweiht als umgekehrt – doch das Publikum kam wegen der Halle, und dann muss sich auch das Stadtoberhaupt fügen. Mit beherzten Schnitten durch ein rotes Band weihten dann Jakobs, Kis-Chef Bernd Richter und die Schulleiterinnen von Einstein- und Helmholtz-Gymnasium die Zweifeldhalle in der Kurfürstenstraße ein, die noch ein wenig aussieht, als hätte man gerade die Verpackungsfolie abgezogen. Neben den beiden Gymnasien wird auch die Eisenhartschule die Halle für ihren Schulsport nutzen – dazu viele Vereine wie der SC Potsdam mit seiner Abteilung Rhythmische Sportgymnastik, der PVC 91 und der Postsportverein. Jakobs betonte, die 5,7 Millionen Euro für den Neubau auf dem Schulsportplatz neben der alten Halle seien gut angelegtes Geld. „Nur mit Wassersportarten können wir nicht mehr dienen“, scherzte der Oberbürgermeister in Anspielung auf die riesigen Pfützen, die sich auf dem alten Sportplatz stets bildeten. Das Areal war groß genug, um neben die Halle noch Außenplätze bauen zu können. Um die äußere Form des Gebäudes wurde lange mit dem Gestaltungsrat gerungen, am Mittwoch lobten alle Redner sie einhellig. Was mit der alten Halle daneben geschieht, darüber sei noch nicht entschieden, sagte Stadtsprecher Markus Klier.

Bernd Richter wies noch einmal darauf hin, dass der Baugrund extrem schwierig war und deshalb eine Gründung auf Bohrpfählen nötig wurde. Die Halle selbst ist ein Stahlbetonskelettbau mit Holzbindern. Sie lässt sich in drei Schulsportfelder trennen – logischerweise gibt es auch drei Geräteräume und sechs Umkleiden für Jungen und Mädchen. Im Obergeschoss finden sich weitere Umkleiden, eine Galerie und der Technikraum.

Hier verweilte dann auch Jann Jakobs fasziniert am Steuerpult. Die neue Lüftungsanlage regelt die Heizung im Winter und die Klimaanlage im Sommer, die Frischluftzufuhr über die Messung des CO2-Gehaltes. Dadurch gibt es keine klassischen Heizkörper mehr im Gebäude, die Energieeffizienz steigt enorm. „Das ist die erste Sporthalle in Potsdam, die nicht nach Sporthalle riecht“, frohlockte der Oberbürgermeister, während die Führung ohne ihn weiterging, da Jakobs noch einen Techniker mit Fragen löcherte.

Die schnellste Halle der Stadt

Im Juni 2014 begann der Kommunale Immobilienservice Kis im Auftrag der Stadt mit den Planungen für die Sporthalle. Vor allem über die Fassade im sensiblen Umfeld am Neuen Garten wurde lange beraten.

Die Baugenehmigung folgte dann im April 2015, einen Monat später stach der ersten Spaten in den ewig nassen Boden.

Seit Ende Oktober nutzen die ersten Schulen und Vereine die Freiflächen und die Halle, soweit sie schon freigegeben waren.

Die Gesamtkosten von 5,7 Millionen Euro teilen sich in 4,6 Millionen für die Halle und 1,1 Millionen für die Außensportanlagen.

Von Jan Bosschaart

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