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Potsdam Die schwimmenden Gärten von Potsdam
Lokales Potsdam Die schwimmenden Gärten von Potsdam
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00:26 31.08.2015
Birgit Cauer (l.) lässt mit ihren Helfern im Stadtkanal schwimmende Gemüsegärten entstehen. Helfer sind jederzeit willkommen. Quelle: Christel Köster
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Potsdam

Feiner schwarzer Staub liegt über allem. Kein Wunder, der Kompost für die Pflanzen wird gerade abgeladen und vom Wind gleichmäßig verteilt. Eigentlich hatte Birgit Cauer auf eine saubere Baustelle gehofft. Doch die Installation ihres schwimmenden Gemüsegartens im Stadtkanal ist dann eben doch eine richtige Baustelle - mit viel Dreck und ein bisschen Chaos.

„Mich hat die Brache fasziniert, die hier mitten in der Stadt liegt und nur einmal im Jahr genutzt wird“, erklärt Birgit Cauer ihr Projekt „Erntegarten“. Die aus Frankfurt am Main stammende Künstlerin will den Stadtkanal begrünen. Dafür lässt Birgit Cauer nun im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Das gute Leben“ schwimmende Nutzgärten entstehen.

Kanu und Planschbecken als Pflanzkübel

Der Aufbau ist eigentlich ganz einfach: „Wir montieren Pflanzkästen auf ein Holzgestell, unten drunter sind Schwimmkörper“,sagt Cauer, „wenn dann der Kanal in einigen Wochen geflutet wird, schwimmen unsere Beete.“ Die meisten Materialien sind gespendet oder über lange Zeit gesammelt. Eimer, ausrangierte Aufbewahrungsboxen, sogar ein Kinderplanschbecken werden hier zu Pflanzkübeln umfunktioniert. Gartenchefin Birgit Cauer hofft noch auf eine zündende Idee, wie sie ein altes Kanu zum Kanal transportieren kann, um es zu einem neuen Heim für knackiges Grünzeug werden zu lassen.

Am 6. September wird die Installation eröffnet, kurz darauf soll zum ersten Mal geerntet werden. Mangold, Pastinaken, Grünkohl, Radieschen und verschiedene Salatsorten wird es geben, am 26. September laden die Gartenmacher zum gemeinsamen Essen ein. „Wir freuen uns über Helfer und natürlich über weitere Pflanzen“, sagt Birgit Cauer, „dann wird die Speisekarte noch größer“.

Eltern und Kinder sind gleichermaßen begeistert

Roman Lindenbaum hat zwar keine Setzlinge mitgebracht, aber seine beiden Kinder. Und die sind mit großem Ernst bei der Sache. Der siebenjährige Adam bohrt Löcher in den Eimer eines Bodens, „damit das Wasser ablaufen kann“, wie der Nachwuchsgärtner genau weiß. „Wir wohnen ganz in der Nähe und kommen jeden Tag hier vorbei“, sagt Vater Roman, „hier können die Kinder sinnvoll spielen und noch etwas lernen.“

Von Saskia Popp

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