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Diese Stadt für eine Nacht bricht alle Rekorde

Potsdam Diese Stadt für eine Nacht bricht alle Rekorde

Mehr als 30.000 Besucher ließen sich vom 24-Stunden-Spektakel in der Potsdamer Schiffbauergasse bezirzen. Und auch wir legen uns fest: Die Stadt für eine Nacht 2017 war die schönste, entspannteste und gleichzeitig aufregendste bisher.

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Buntes Treiben in der Schiffbauergasse.

Berliner Vorstadt. So viel „Das gab’s noch nie“ gab’s noch nie in der Stadt für eine Nacht. Ein Motto, eine Bühne für alle, ein Hochzeitskuss, ein Preis für den beliebtesten Pavillon: Das 24-Stunden-Kulturfestival hat mit seiner achten Auflage Rekorde gebrochen – auch den Zuschauerrekord. Das Zählen ist zwar so eine Sache, denn der Eintritt in die Stadt für eine Nacht (SFEN) ist seit jeher frei und die Tore sperrangelweit offen. Doch die Macher und Bewohner des Spektakels in der Schiffbauergasse sind sicher: Es waren mehr als 30.000 Besucher, die von Samstag, 14 Uhr, bis Sonntag, 14 Uhr, durch Potsdams Lieblingskiez flaniert sind.

Auch die MAZ ist sich nach etlichen Kilometern zwischen Schirrhof, Kai, Waschhaus und Hans-Otto-Theater sicher: Die Stadt für eine Nacht 2017 war die schönste und entspannteste bisher. Und die aufregendste. Ein entfesselter Bernd Begemann auf der Bühne, schwangere Schlaatzer Wasserflöhe unter dem Mikroskop, ein Wandertheater mit auf selbst gebautem Floß, zu Maschinenwesen wiedererstandener Schrott, Spritztouren mit dem THW-Boot – unmöglich, aus den 120 Programmpunkten den tollsten auszuwählen ohne 119 Unrecht zu tun.

Das war der Samstag auf der SFEN

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Potsdam, 15. Juli 2017: Los geht es bei der Stadt für eine Nacht. Schon zum Auftakt am Samstag gab es viel zu sehen. Wir zeigen die schönsten Events, die besten Buden und den coolsten Kuss des Tages.

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Immerhin hat das Publikum abgestimmt, welcher der 25 Stadt-Bewohner der coolste war: Das Rennen um den erstmals verliehenen kleinen SFEN hat der Malomat gemacht. Kennen Sie nicht? Dann haben Sie etwas verpasst. Der Malomat ist ein Passbildautomat – nur ohne Kamera. Stattdessen porträtieren Kinder und Jugendliche sowie Potsdamer Illustratoren und Künstler die Besucher. Das kam an und dafür gibt’s nun 1000 Euro Preisgeld. Nächstes Jahr soll’s übrigens wieder den kleinen SFEN geben. Auch am Motto wollen die Stadt-Macher festhalten. „Das Wasser hat gezogen“, sagt Birgit-Katharine Seemann, Leiterin des Fachbereichs Kultur und Museum. „Und die Fokussierung auf ein Thema regt die Fantasie an.“

Treffen am Theaterregen

Treffen am Theaterregen: Wohin man auch sah – die Stadt für eine Nacht war nah am Wasser gebaut.

Quelle: Christel Köster

Auch die schwimmende Bühne für alle hat das Zeug zum Evergreen à la Drum Klub, Silent Disco und Rollschuh-Party: Viele unerschrockene Sänger und Tänzer nutzten die Chance, sich auf der vor dem Theater ankernden Kulturinsel zu verwirklichen. Die ersten: Charis und Julia, 11 und 12 Jahre alt, beste Freundinnen und „Sängerinnen aus Leidenschaft“, wie sie im MAZ-Interview erklärten. Die beiden gingen spontan auf die Bühne, sangen zwei Songs – Applaus!

Den gab’s auch für Danny (31) und Saskia (27). Direkt nach der Trauung im Stadthaus eilten sie zum Lake Jumping, ließen sich von den Rad-Freunden mit roten Rosenblättern beregnen und holten auf der Halfpipe den Hochzeitskuss nach: Wer hatte da schon noch Augen für die halsbrecherischen Flugmanöver der BMX-Bande?

Jetzt schon legendär

Jetzt schon legendär: Der schönste Kuss des Festivals.

Quelle: Reinhardt & Sommer

Die Stadt für eine Nacht ist nun wieder Geschichte. Geschafft packten die Akteure am Sonntagnachmittag zusammen. Es ist trocken geblieben und friedlich und vieles unvergesslich. Wenn da nicht diese Wehmut wäre. Das Gegenmittel? Ganz klar: die Stadt für eine Nacht 2018.

Von Nadine Fabian

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