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Potsdam Diese XL-Combinos fahren bald durch Potsdam
Lokales Potsdam Diese XL-Combinos fahren bald durch Potsdam
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08:07 19.10.2017
Die beiden Mittelteile der Combino XL sind auffällig höher als der übrige Zug. Quelle: Bernd Gartenschläger
Babelsberg

Die Verkehrsbetriebe ViP stellen Ende des Monats die erste verlängerte Combino-Straßenbahn in Dienst; am Mittwoch wurde sie der Presse vorgestellt. Die um zwei Mittelsegmente vergrößerte Bahn mit dem technischen Kürzel CXL für „Combino Extra Large“ ist dann 41,6 statt 30 Meter lang und kann mindestens 70 Fahrgäste mehr aufnahmen als der bisherige Zug. Mit diesem Kapazitätsplus von rund 40 Prozent sollen die insgesamt acht zu verlängernden Bahnen von Siemens eine deutliche Entlastung auf den meistbefahrenen Strecken 92 (Kirschallee – Marie-Juchacz-Straße) und 96 (Viereckremise – Marie-Juchacz-Straße) bringen. Im Jahr 2025 wird die ViP rund 15.000 Personen mehr pro Tag befördern müssen als heute, denn die Stadt steuert auf die 200.000-Einwohner-Marke zu.

Luftig und erstmals auch klimatisiert sind die neuen Mittelteile der alten Combino-Bahnen. Potsdams OB Jann Jakobs (SPD, r.) fuhr mit. Quelle: Bernd Gartenschläger

Nach Angaben von ViP-Geschäftsführer Oliver Glaser haben die beiden jetzt eingehängten „Sänftenteile“ 1,65 Millionen Euro gekostet. Vor zweieinhalb Jahren hatte man noch mit maximal 1,2 Millionen gerechnet. Die neuen Teile stammen aus der aktuellen Baureihe Avenio M von Siemens und passen in Größe, Ausstattung und Design nicht genau zum 20 Jahre alten Combino-Typ, den Potsdam nutzt; technisch aber war die Koppelung problemlos machbar. Wegen des höher ausfallenden Mittelstücks wird die neue CXL-Bahn schon als „Buckelwal“ bezeichnet.

41,6 Meter ist die XL-Combino lang. Quelle: Bernd Gartenschläger

Gebaut wurde die Sänfte im Siemens-Mobility-Werk Wien, in die Combino eingebaut wurde sie im Prüfzentrum Wegberg-Wildenrath (Nordrhein-Westfalen), von wo sie in der Nacht zum 7. September per Tieflader nach Potsdam kam. Inzwischen sind drei dieser XL-Bahnen beim Vip angekommen. Für die erste laufen noch die technischen Abnahmen. Die längeren Bahnen erfordern eine Verlängerung der Werkstätten, deren Rohbau im ersten Halbjahr 2018 abgeschlossen sein soll.

Die Fenster der „Sänfte“ sind größer, der Fahrgastraum ist weiter. Es gibt mehr Platz für Kinderwagen und Fahrräder. Quelle: Bernd Gartenschläger

Inzwischen ist auch die Generalüberholung von 6 Zügen mit je zwei Wagen der tschechischen Firma Tatra abgeschlossen. Eine halbe Million Euro pro Zug hat die Grundinstandsetzung in Prag gekostet. Die nur über Treppenstufen zu besteigenden Tatras sollen noch bis 2023 laufen; dann werden auch sie durch ebenerdig erreichbare Züge ersetzt.

Von Rainer Schüler

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