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Potsdam Dieser Lift stand mehr, als er fuhr – bisher
Lokales Potsdam Dieser Lift stand mehr, als er fuhr – bisher
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23:59 01.09.2016
Wo der Nothalte-Knopf war, klaffte am Donnerstag kurz eine Lücke. Quelle: LHP
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Innenstadt

Aktuell funktioniert der Lift an der Alten Fahrt, der die Neubebauung der Alten Mitte auch für Menschen im Rollstuhl oder Eltern mit Kinderwagen von der Wasserseite aus erleben lässt. Das war nicht immer so. Seit der Inbetriebnahme am 13. Juni war der Lift gefühlt die meiste Zeit außer Betrieb. Ob dieses Gefühl stimmt, darüber konnte auch die Pressestelle der Stadt kein Zeugnis ablegen, denn eine Statistik wurde nicht geführt. „Viele Ausfälle“ räumte die Stadt indes ein. So war die Nutzung durch jeden – von 6 bis 23 Uhr – erst einen Monat später, am 12. Juli möglich. Gründe für die Fahruntüchtigkeit des nur eine geringe – aber entscheidende – Höhe bewältigenden Lifts gab es viele. Anfangs waren es vor allem technische Schwierigkeiten, die dazu führten, dass Betroffene entweder umkehren oder den alternativen Weg über die Rampe auf der anderen Seite der Langen Brücke, nahe dem Ticketschalter der Weissen Flotte, nehmen mussten. Schließlich kam laut Stadt auch „bewusste und unbewusste Fehlbedienung“ des Lifts hinzu, etwa das absichtliche oder versehentliche Drücken des Nothalteknopfes in der Kabine, das den Lift daraufhin als „defekt“ erscheinen lässt. Der Knopf ist leicht zu drücken, aber auch leicht zu entsperren, was aber nur die wenigsten taten.

Ein Großteil der Ausfallzeit geht auf Kosten von schlichtem Vandalismus: Pappbecher in der Bodenplatte sorgten für einen automatischen Nothalt, weil der Lift annahm, dass sich Personen unter der Kabine befanden. Am 16. August wurde eine Scheibe beschädigt, am Donnerstag nun der Nothalteknopf mutwillig abgeschlagen – der Hersteller ersetzte ihn noch am selben Tag. Beschwerden bei der Stadt gab es von Bürger nicht, allerdings solche in den sozialen Netzen.

50 000 Euro hat der Lift nebst Anpassungen die Stadt bislang gekostet. Im Rathaus gibt man sich optimistisch, dass – von Vandalismus abgesehen – das Gerät künftig regulär funktioniert.

Von Jan Bosschaart

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