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Potsdam Dieser Physiotherapeut hält die Gesundheit der Footballer in den Händen
Lokales Potsdam Dieser Physiotherapeut hält die Gesundheit der Footballer in den Händen
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19:53 11.08.2018
Auch für Physiotherapeut Tom Spielhagen (l.) ist die Behandlung harte Arbeit, hier behandelt er den Finnen Tuomas Tammero von den Potsdam Royals. Quelle: Gerhard Pohl
Potsdam

Bei seinen Einsätzen am Spielfeldrand weiß Tom Spielhagen in der Regel nicht, was ihn erwartet. „Bei den meisten Sportarten gibt es spezifische Krankheits- und Verletzungsbilder. Beim Football ist es bunt gemischt, da ist alles dabei, weil es eben ein Vollkontaktsport ist“, sagt der medizinische Betreuer des Erstliga-Aufsteigers Potsdam Royals.

30 Rollen Tape für die Mannschaft

Doch für Spielhagen beginnt der Tag im Stadion schon gut drei Stunden vor dem Anpfiff eines Spiels. 25 bis 30 Rollen Tape klebt er den Spielern an den Körper. Mal stabilisiert er die Knöchel, damit die Spieler nicht umknicken, mal bringt er ein Kinesiotape an. „Das dauert rund zwei Stunden. Meist mache ich einen Plan und frage vorher ab, wer was getaped haben möchte“, erzählt der 22-Jährige, der beim Amvicu Sport- und Physiotherapiezentrum eine Ausbildung zum Physiotherapeuten absolviert.

Während des Spiels heißt es für Spielhagen dann, schnell zu reagieren. „Ich schaue immer bei jedem Spielzug zu, ob jemand liegen bleibt und wie es passiert ist, so dass ich Rückschlüsse ziehen kann, was für eine Verletzung es sein könnte. Am Spielfeld selbst kann man aber nicht so viel machen, nur an den Symptomen arbeiten“, erzählt Spielhagen.

Wie die Arbeit eines Handwerkers

Auch für ihn ist das harte Arbeit. „Das ist schon ein handwerklicher Beruf. Die Jungs sind ja meist ganz schöne Brocken. Da durch die Muskulatur zu kommen, ist schon was anderes als beispielsweise bei den Volleyballerinnen des SC Potsdam“, so Spielhagen, dessen Ausbildungs-Praxis auch die Bundesliga-Volleyballerinnen betreut.

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Ist doch einmal etwas Schlimmeres passiert, landen die Footballer in der Orthopädie-Praxis von Teamarzt Henning Leunert. „Man muss ein Gefühl dafür bekommen, wann die Jungs zum Arzt gehen. Einige Jungs sind da schon hart im Nehmen, da muss man sie auch ein bisschen vor sich selbst schützen“, erzählt Leunert, der selbst einst Junioren-Weltmeister im Rudern war und unter anderem auch Teamarzt der Volleyballerinnen ist.

In Kooperation mit der Poliklinik Ernst von Bergmann

Die Intensität des Sports sei enorm hoch, sagt der 55-Jährige. „Auch wenn die Spieler durch die Protektoren wie Mondmännchen aussehen, müssen sie ganz schön was aushalten“, erklärt Leunert, der gemeinsam mit seinem Praxiskollegen Alexander Hegenbart die ärztliche Betreuung der Royals verantwortet. „Die Spieler bekommen auf Zuruf unkompliziert einen Termin und wir haben die Fäden in der Hand“, sagt Leunert, der zudem die Kooperation mit der Poliklinik Ernst von Bergmann lobt, wo die Sportler zu MRT-/CT- sowie Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen gehen.

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Wie wichtig diese intensive medizinische Betreuung – auch für das Spiel der Royals – ist, betont Chefcoach Michael Vogt. „Da wir ja im Grunde jede Woche spielen, müssen wir Coaches schnell wissen, ob wir mit Spielern planen können und gegebenenfalls das Training entsprechend steuern. Footballer gehen eigentlich nur zum Arzt, wenn es wirklich nicht mehr geht.

Prävention und Regeneration sind wichtig

Die physiotherapeutische Begleitung ist enorm wichtig, um kleinere Dinge zu behandeln, vor allem aber zur Prävention und Regeneration. Wir betreiben nun einmal Kollisionssport, da sind Blessuren völlig normal“, sagt der Trainer des Erstligisten.

Gerade der medizinischen Abteilung sei es zu verdanken, dass die Footballer ihren Krankenstand in der kurzen Sommerpause reduzieren konnten. Davor hatten 13 Spieler mit größeren Blessuren zu kämpfen, für das Spiel gegen Hamburg sieht es für die meisten Spieler dagegen schon wieder gut aus.

Von Stephan Henke

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