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Potsdam Dietmar Woidke im Club 91 in Potsdam West
Lokales Potsdam Dietmar Woidke im Club 91 in Potsdam West
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19:40 29.11.2016
Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD, l.) stellte sich bei „Talk im Club“ im Club 91 an der Kastanienallee den Fragen der Gäste. Quelle: Julian Stähle
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Potsdam West

Was er von Trump hält? „Hoffentlich ist er nicht so, wie er sich im Wahlkampf gezeigt hat.“ Von Gregor Gysi? „Leider nicht in der SPD.“ Uli Hoeneß? „Einem FC Bayern fehlt ein Sammer mehr als ein Hoeneß.“ – Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) macht im Kreuzverhör eine gute Figur. Und auch in der Diskussion, in der er ausführlich Stellung zu verschiedenen Themen rund ums Land Brandenburg bezieht, ist Woidke kaum zu bremsen. Beinahe zwei Stunden ist er am Montagabend im Club 91 zu Gast, beantwortet Frage um Frage aus dem Publikum.

„Talk im Club“ heißt die Reihe, zu der der sportorientierte Jugendclub des Stadtsportbundes seit Jahren Prominente einlädt. Woidke war 2012 schon einmal zu Gast, damals als Innenminister. Zu seinem neuerlichen Auftritt sind 20 Besucher gekommen, zumeist Senioren aus der Nachbarschaft. Sie wollen sich über die Gemeindegebiets- und die Polizeireform, über den Flughafenbau und die märkische Wirtschaft informieren: Themen, zu denen Woidke zwar nichts Neues zu verkünden hat, über die er aber mit der Geduld eines Landesvaters spricht.

Auch zu Potsdams Wohnungsmarkt hat der Ministerpräsident mit Dienstwohnung in Babelsberg etwas zu sagen. „Was mir Sorge macht ist, dass viele Menschen Angst haben, sich die Stadt in ein paar Jahren nicht mehr leisten zu können. Die Stadt wird durch Projekte wie den neuen Landtag und das Barberini schöner und schöner. Das hat bei vielen Bürgern aber die Bitternis, dass gerade wegen dieser Schönheit noch mehr Leute hierher ziehen und auf den Mietmarkt drücken. Wir brauchen gerade in Potsdam mehr sozialen Wohnungsbau.“

Jugendliche waren bei „Talk im Club“ wenige zugegen. Ihre Frage an Woidke: Weshalb ist der Verkauf von Alkohol legal, aber der von Marihuana nicht? „Marihuana wird unterschätzt und zwar gewaltig“, so Woidke. „Es wird verniedlicht, dabei ist es eine Droge, die eine dauerhafte Wirkung hat, die Psychosen auslösen kann und häufig ein Einstieg ist für härtere Sachen, gerade für die gefährlichste Droge, mit der wir es gerade zu tun haben: Chrystal Meth. Hände weg von Drogen!“

Von Nadine Fabian

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