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Direkte Bahnverbindung nach Spandau

Verkehr in Potsdam Direkte Bahnverbindung nach Spandau

Potsdam begrüßt die im Nahverkehrsplan des Landes bis 2022 vorgesehenen Verbesserungen für die Potsdamer Pendler, dringt aber auf eine schnellere Umsetzung. Neben einem dichteren Takt des RE 1 und einer Direktverbindung nach Spandau fordert die Stadt, die Bahnhöfe Bornim-Grube und Satzkorn zu reaktivieren.

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Der Bahnhof Marquardt soll zur „Mobilitätsdrehscheibe“ für den Potsdamer Norden werden.

Quelle: Friedrich Bungert

Potsdam. Eine Regionalbahnverbindung vom Hauptbahnhof über Golm und Berlin-Spandau und eine Taktverdichtung des Regionalexpresses 1 sind zwei wesentliche Verbesserungen für Potsdam-Pendler im Entwurf für den Nahverkehrsplan des Landes. Die Stadt habe die Pläne in einer dem Land zugegangenen Stellungnahme begrüßt, fordere aber eine zügigere Umsetzung als bisher vorgesehen. Das gab Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am Mittwoch vor den Stadtverordneten bekannt.

Der stetig zunehmende Pendlerverkehr sei „eine große Herausforderung für Potsdam“. Zu schaffen mache der Stadt „insbesondere der Autoverkehr in der Innenstadt sowie entlang der Pendlerstrecken ins Umland“. Um eine Entlastung zu erreichen, müssten attraktive Alternativen geschaffen werden.Die Bahnangebote müssten sich verbessern, sagte Jakobs: „An dieser Stelle sind wir auf die Mitwirkung des Landes angewiesen, da es den schienengebundenen Nahverkehr bestellt.“

Viele Anliegen der Landeshauptstadt würden im Landesverkehrsplan aufgegriffen, so der Oberbürgermeister: „Allerdings fordern wir in unserem Schreiben, dass die geplanten Verbesserungen im Angebot und in der Infrastruktur für Potsdam umfangreicher und zügiger umgesetzt werden.“

Als „dynamischer regionaler Wachstumskern mit großer wirtschaftlicher Bedeutung“ könne die Landeshauptstadt „nicht bis 2023 warten“. Die geplante Taktverdichtung des RE 1 müsse „spätestens zum Fahrplanwechsel 2018/19 realisiert werden“. Dieser Forderung hätten sich auch Brandenburg/Havel, Lehnin, Groß Kreutz und Werder (Havel) angeschlossen. Die Landeshauptstadt unterstütze die Initiative der Kommunen uneingeschränkt. Um der Verantwortung des Landes für die gesamte Region Rechnung zu tragen, solle die Taktverdichtung auf 20 Minuten „verbindlich in den Nahverkehrsplan aufgenommen werden“.

Positiv bewertete Jakobs die Planungen des Landes für eine Regionalbahnverbindung zwischen Potsdam über Golm und Marquardt nach Berlin-Spandau bis Berlin-Gesundbrunnen. Diese Bahnverbindung gehör zu den vordringlichen verkehrspolitischen Zielen der Landeshauptstadt, um eine attraktive Alternative für Pendler, insbesondere aus dem wachsenden Potsdamer Norden, nach Berlin und von Berlin zu schaffen. Unterstützt werde diese Verbindung durch die seitens der Stadt betriebene Entwicklung des Bahnhofs Marquardt zur „Mobilitätsdrehscheibe Nord“.

Zentraler Umsteigeplatz für Potsdams Norden

Ab 2019 soll der Bahnhof Marquardt schrittweise zum zentralen Umsteigeplatz für den Potsdamer Norden umgestaltet werden. Dazu soll der Bahnhof von der B273 aus mit dem Auto, dem ÖPNV und dem Fahrrad direkt und gut erreichbar sein.

Geplant sind P+R-Flächen und eine Wendeschleife für Busse sowie sichere Abstellanlagen für Fahrräder. Auch die Busanbindung der Ortsteile an den Bahnhof soll nach Plänen der Stadt verbessert werden. Vorgesehen sind Ladestationen für Elektromobilität, ausgebaut werden die Radwegeverbindungen vom Bahnhof in die nördlichen Ortsteile.

Jakobs schlägt in diesem Zusammenhang eine erneute Prüfung der Reaktivierung der Bahnhöfe Bornim-Grube und Satzkorn vor. „Bedauerlicherweise“ seien die Planungen des Landes dazu noch nicht konkret und sähen eine Umsetzung erst in etwa fünf Jahren vor.

„Nicht nur das Wachstum des Potsdamer Nordens sondern auch die rasante Entwicklung des Wissenschaftsstandortes Golm verlangen rasche Lösungen und angepasste Angebote auf den bestehenden Linien“, sagte Jakobs. Von Verbesserungen profitiere das ganze Land, er werbe deshalb „mit Nachdruck für angemessene Lösungen“. Nur so könne das zukünftige Pendlerverkehrsaufkommen zwischen Potsdam und Berlin verträglich abgewickelt werden und eine wirkliche Alternative zum Auto gelingen.

Nicht zuletzt begrüße die Stadt in ihrer Stellungnahme die beabsichtigte Wiederinbetriebnahme der Stammbahn: „Die Planungen sollte das Land engagiert vorantreiben“, sagte Jakobs. Die Menschen, aber auch die Wirtschaft in Potsdam seien auf einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr angewiesen.

Von Volker Oelschläger

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