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Potsdam Diskutieren und beten 85 Jahre nach Hitler
Lokales Potsdam Diskutieren und beten 85 Jahre nach Hitler
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11:03 20.03.2018
Am 21. März 1933 geben sich Adolf Hitler und Paul von Hindenburg vor der Potsdamer Garnisonskirche die Hand. Quelle: picture-alliance
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Innenstadt

Drei Veranstaltungen finden am Mittwoch und am Donnerstag zum 85. Jahrestag des „Tags von Potsdam“ statt. Sie sollen daran erinnern, dass am 21. März 1933 in der Stadt die Eröffnung des Reichstags unter Beteiligung des neu ernannten Kanzlers Adolf Hitler und des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg in der Garnisonkirche gefeiert wurde. Der Tag markiert die symbolische Inanspruchnahme des preußischen Staates durch die nationalsozialistische Bewegung.

Die Stiftung Garnisonkirche lädt für Mittwoch zu einem Vortrag über Potsdams Kirchen in der Zeit des Nationalsozialismus. In der Nagelkreuzkapelle an der Garnisonkirchen-Baustelle sprechen ab 19 Uhr die Ethnologin Jeanette Toussaint und der Kirchenhistoriker Andreas Kitschke. Toussaint bringt Originaltöne von Zeitzeugen zu Gehör, Kitschke spricht über die Pfarrer der Garnisonkirche in der Zeit des Nationalsozialismus. Im Anschluss gibt es ein moderiertes Gespräch. Bereits um 18 Uhr findet ein Friedensgebet statt.

Tags darauf lädt die von Gegnern des Wiederaufbaus gegründete Profilgemeinde „Die Nächsten“ um 19.30 Uhr zu einem Podium in das Potsdam-Museum am Alten Markt. Dort treten die Friedensforscher Michael Daxner von der Freien Universität Berlin und Gerd Bauz von der Martin-Niemöller-Stiftung auf. Sie wollen darüber sprechen, „was nicht in Vergessenheit geraten darf und welche Verantwortung wir tragen“. Unmittelbar vor dem Gespräch soll es um 19 Uhr auf dem Alten Markt eine Andacht mit Gesang geben.

Eine Lesung mit Podiumsdiskussion ist für Mittwoch angekündigt. Sven Felix Kellerhoff liest um 18 Uhr im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte am Neuen Mark aus seinem Buch „Die NSDAP. Eine Partei und ihre Mitglieder“. Darin befasst er sich auch mit den massenhaften Eintritten in die NSDAP nach dem 21. März 1933. Der Lesung folgt ein Gespräch über die zeitgenössische und die heutige Wahrnehmung des „Tags von Potsdam“, die damals wie heute durch Bilder geprägt ist. Kellerhoffs Buch gilt laut seinem Verlag Klett-Cotta als „erste umfassende Gesamtdarstellung zur größten und einflussreichsten Partei, die es jemals in Deutschland gab“. Darin gibt er unter anderem Antworten auf die wiederkehrende Frage: Was machte die Hitlerbewegung so attraktiv, dass etwa 8,5 Millionen Deutsche der NSDAP beitraten?

Von MAZonline

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