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Potsdam Diskutieren wird belohnt
Lokales Potsdam Diskutieren wird belohnt
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21:30 08.04.2013

„Ich war dementsprechend ungläubig, als ich von meinem zweiten Platz erfahren habe.“

Dabei war die Stimmung der Zehntklässlerin vorm Finale, das am 15. März in der Staatskanzlei stattgefunden hat, nicht gut. „Es war 16 Uhr und eigentlich hatte ich keine Lust mehr und wollte nur noch schlafen“, erzählt sie. Das Debattieren ist anstrengend: Auf zwei Minuten ungestörte Redezeit folgen zwölf Minuten der freien Aussprache in der Gruppe. Einen Diskussions-Leiter gibt es nicht. „Normalerweise ist das trotzdem ausgeglichen“, sagt Lea Tamberg. In der Schlussrunde haben die Teilnehmer nochmal eine Minute Zeit, um zusammenzufassen.

Die Schülerin des Humboldt-Gymnasiums ist schon zum zweiten Mal beim Landeswettbewerb dabei. Letztes Jahr hat sie den vierten Platz gemacht. Dieses Jahr fand sie das Thema besser: „Ich hatte Glück, ich gehörte zur Contra-Seite, denn es gab nicht so viele Argumente dafür.“ Also versuchte Lea Tamberg die Zuhörer davon zu überzeugen, dass ehrenamtlich engagierte Personen nicht steuerlich besser gestellt werden sollen.

„Es ist aber eine wichtige Fähigkeit, sich auf beide Seiten vorbereiten zu können“, sagt sie. Die Themen gab es zehn Tage vor dem Wettbewerb. So lange ist Zeit, sich darauf vorzubereiten. „Meine Eltern müssen oft mit mir diskutieren, das finden sie manchmal schon anstrengend“, sagt die Zweiplatzierte lachend. Auch in ihrer Freizeit diskutiere sie zugegebenermaßen gerne.

Erst vor einem Monat ist die 16-Jährige aus Frankreich zurückgekommen, wo sie ein halbes Jahr im Internat gelebt hat. „Vor dem Wettbewerb war ich schrecklich nervös“, gibt sie zu, „aber ich habe davor viel Sport gemacht, damit ich schön müde bin und gut schlafe.“ Neben dem Debattieren hat die Gymnasiastin noch viele andere Hobbys: sie spielt Gitarre und Volleyball, singt im Chor, tanzt Ballett und geht gerne joggen. Von ihren Freunden wissen einige nicht, was sie von der ungewöhnlichen Freizeitbeschäftigung halten sollen. „Ein Freund hat sich aber schon als Zuschauer zum Bundeswettbewerb angemeldet, das hat mich gefreut“, erzählt Lea Tamberg.

Für den Bundeswettbewerb hat sie sich mit ihrem zweiten Platz auf Landesebene nämlich auch qualifiziert. Vom 13. bis 15. Juni diskutiert sie in Berlin um die Wette. Außerdem hat sie ein Rhetorik-Seminar gewonnen, eine Woche auf Burg Rothenfels in Bayern. „Darüber habe ich mich total gefreut. Dort habe ich echt viele nette Leute kennengelernt.“

Trotz der vielen Diskutiererei möchte Lea Tamberg nicht Politikerin werden. „Ich möchte doch nicht die ganze Zeit im Zentrum der Kritik stehen.“ Und trotzdem freut sie sich auf die nächsten Diskussionen: „Es ist schön, dass es erstmal weitergeht. Es ist einfach eine eigene Welt!“ (Von Sofia Dreisbach)

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