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Döner-Dynastie seit der Wende

Schlaatz – der verkannte Potsdamer Stadtteil Döner-Dynastie seit der Wende

Der Potsdamer Stadtteil Schlaatz ist jüngst wegen eines Kriminalfalls bundesweit bekannt geworden: Bei der Suche nach dem vermissten Elias (6) halfen hunderte Schlaatzer. Doch wie lebt es sich tatsächlich in der Siedlung an der Nuthe, die lange als Problemkiez galt? Was ist es eigentlich um die Kneipenszene bestellt?

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In zweiter Generation führt Engin Koz Addy’s Bistro.

Quelle: Foto: Peter Degener

Potsdam . Wer bei Kiez an Kneipe denkt, liegt am Schlaatz daneben. Es gibt ein griechisches Restaurant und eine Bar am Fuße eines Hochhauses. Die Schlaatzer Instanz für ein günstiges Feierabendbier heißt „Addy´s Bistro und Café“. Schon 1990 hat Inhaber Addy Koz mit einem Imbisswagen zwischen Apotheke und Sparkasse den ersten Döner verkauft. Mittlerweile ist er nebenan in einen einstöckigen Gewerbebau gezogen, wo er seine Döner-Bude mit Billardbar und Bistro vereint hat. „Ich liebe Döner“ steht auf der Arbeitskleidung seiner Angestellten. Einer davon heißt „Chinggo“. Der 34-Jährige bedient den Dönerspieß und Stammkunden wie den 58-jährigen „Winnetou“, der mit langen Haaren und Stirnband jeden Tag nach der Arbeit ein Bier auf der Terrasse trinkt. „Ich bin vor drei Jahren aus Charlottenburg hierhergezogen und muss sagen, dass das eine sehr schöne Gegend ist. Die Schulen meiner Kinder liegen ganz nah und die Leute sind entspannt“, sagt Chinggo.

Früher war das anders, erzählt Addys Sohn Engin, der die täglichen Geschäfte führt. „In den 1990er Jahren gab es immer mal wieder Stress mit Gästen, aber heute sind die Leute einfach glücklich, dass sie hier günstig etwas zu essen und zu trinken bekommen. Die Deutschen geben sich Mühe mit Nicht-Deutschen zusammenzuleben. Jeder versucht über die Runden zu kommen“, sagt Koz.

Lesen Sie auch : „ Menschen aus 80 Nationen wohnen im Viertel „Am Schlaatz“.

Von MAZonline

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